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App öffnenBeschreibung
Der Schwertträger (Xiphophorus hellerii) ist ein lebendgebärender Zahnkarpfen aus der Familie der Poeciliidae. Er ist bekannt für die verlängerte untere Schwanzflossenstrahlen der Männchen, die ein 'Schwert' bilden. Diese Art ist in der Aquaristik sehr beliebt und wurde in zahlreiche Farb- und Flossenformen gezüchtet. Ursprünglich stammt sie aus Mittelamerika.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Die Wildform ist olivgrün bis gelblich-grün mit einem roten oder orangefarbenen Längsstreifen, der sich von der Schnauze bis zur Schwanzwurzel erstreckt. Die Männchen besitzen ein charakteristisches, oft gelb-rot gefärbtes 'Schwert' an der unteren Schwanzflosse. Zuchtformen zeigen eine enorme Vielfalt an Farben (z.B. Rot, Schwarz, Albino) und Flossenformen.
- Schuppentyp
- cycloid
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Das 'Schwert' der Männchen (verlängerte untere Schwanzflossenstrahlen), Geschlechtsdimorphismus (Männchen kleiner und schlanker, mit Gonopodium und Schwert; Weibchen größer und fülliger), Lebendgebärend
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse, relativ hoch und kurz.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bei Weibchen, bei Männchen mit dem charakteristischen 'Schwert' an der unteren Hälfte.
- Brustflosse
- Relativ klein und transparent.
- Auffällige Flossen
- Das Gonopodium der Männchen (umgewandelte Afterflosse zur inneren Befruchtung) und das namensgebende 'Schwert' der Männchen.
Bestimmungstipps
Männchen
Deutlich erkennbar am 'Schwert' an der unteren Schwanzflosse und dem Gonopodium (umgewandelte Afterflosse).
Weibchen
Größer und fülliger als Männchen, ohne Schwert und mit normaler Afterflosse.
Färbung
Die Wildform ist grünlich mit einem roten Längsstreifen. Zuchtformen variieren stark in Farbe und Muster.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Oberflächennah bis mittlere Wasserschichten, bevorzugt flache, gut bewachsene Bereiche.
- Umgebung
- Flüsse, Bäche, Kanäle und Gräben mit dichter Vegetation. Bevorzugt klares, fließendes Wasser, kann aber auch in stehenden Gewässern vorkommen. Oft in der Nähe von Uferzonen und untergetauchten Pflanzen.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich von Mexiko (Veracruz) bis Honduras und Guatemala. Durch den Menschen in viele tropische und subtropische Regionen weltweit eingeführt und etabliert.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: beginner
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 80 Liter
- Temperatur: 22-28°C
- pH-Wert: 7.0-8.0
- Härte: 10-30 dGH
- Verträglichkeit: Sehr gut mit anderen friedlichen, mittelamerikanischen Lebendgebärenden und anderen friedlichen Arten ähnlicher Größe und Wasseransprüche zu vergesellschaften. Eine Haltung von einem Männchen mit mehreren Weibchen wird empfohlen, um Aggressionen unter den Männchen zu minimieren.
- Besondere Anforderungen: Benötigt gut bepflanzte Aquarien mit ausreichend Schwimmraum. Eine leichte Strömung wird geschätzt. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig für die Gesundheit. Männchen können territorial sein, daher ist eine ausreichende Beckengröße und Strukturierung wichtig.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig aktiv, Fortpflanzung erfolgt kontinuierlich unter geeigneten Bedingungen.
- Marktpreis: Niedrig (als Zierfisch)
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Nicht relevant, da Zierfisch
- Textur: Nicht relevant, da Zierfisch
- Nährwert: Nicht relevant, da Zierfisch
Wichtige Fakten
Namensgeberinteresting
Der Name 'Schwertträger' leitet sich direkt von der charakteristischen, schwertförmigen Verlängerung der unteren Schwanzflossenstrahlen der Männchen ab.
Geschlechtsumwandlungamazing
Unter bestimmten Bedingungen können sich Weibchen des Schwertträgers zu funktionellen Männchen entwickeln, die ein Schwert und ein Gonopodium ausbilden können. Dies ist jedoch eine seltene Erscheinung und meist mit Sterilität verbunden.
Zuchtformenbehavior
Der Schwertträger ist eine der am stärksten züchterisch bearbeiteten Fischarten in der Aquaristik, was zu einer enormen Vielfalt an Farb- und Flossenformen geführt hat, die weit von der Wildform abweichen.
Lebendgebärendbehavior
Wie alle Arten der Familie Poeciliidae sind Schwertträger lebendgebärend, was bedeutet, dass die Weibchen voll entwickelte Jungfische zur Welt bringen und keine Eier legen.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Es handelt sich um einen friedlichen Zierfisch.
Ähnliche Arten
Platy
Xiphophorus maculatus
Platys sind in der Regel kleiner und gedrungener. Männliche Platys besitzen kein 'Schwert' an der Schwanzflosse. Die Körperform ist runder.
Variatus-Kärpfling
Xiphophorus variatus
Variatus-Kärpflinge sind ebenfalls kleiner und gedrungener als Schwertträger. Männchen haben kein Schwert, können aber verlängerte Rückenflossenstrahlen aufweisen. Die Färbung ist oft variabler und intensiver als bei der Wildform des Schwertträgers.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cyprinodontiformes
- Familie
- Poeciliidae
- Gattung
- Xiphophorus
- Art
- Xiphophorus hellerii
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