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Der Blutpapagei-Buntbarsch ist ein künstlich gezüchteter Hybridfisch, der aus der Kreuzung verschiedener südamerikanischer Buntbarscharten, hauptsächlich Cichlasoma citrinellum (Zitronenbuntbarsch) und Amphilophus labiatus (Rotkopfbuntbarsch), entstanden ist. Er zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Körperform, die leuchtende Färbung und das charakteristische, oft deformierte Maul aus. Aufgrund seiner Hybridnatur ist er in der Wildnis nicht existent und ausschließlich in Aquarienhaltung zu finden. Die Zucht dieser Fische ist ethisch umstritten, da die Deformationen oft zu gesundheitlichen Problemen führen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- rounded
- Färbung
- Variiert stark, häufig leuchtend orange, rot, gelb oder rosa. Es gibt auch gefärbte Varianten (sogenannte 'Jellybean' oder 'Bubblegum' Parrots), die jedoch ethisch noch fragwürdiger sind. Die Farbe kann sich je nach Stimmung und Umgebung ändern.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Deformiertes, oft nicht vollständig schließendes Maul, das an einen Papageienschnabel erinnert., Rundlicher, gedrungener Körperbau., Große Augen im Verhältnis zum Kopf., Manchmal fehlende oder verkürzte Schwanzflosse., Oft fehlende oder deformierte Kiemendeckel.
- Rückenflosse
- Lang und durchgehend, oft leicht abgerundet.
- Schwanzflosse
- Abgerundet, manchmal verkürzt oder deformiert.
- Brustflosse
- Normal entwickelt, fächerförmig.
- Auffällige Flossen
- Die Flossen sind proportional zum Körper oft kleiner als bei den Elterntieren, können aber in Form und Größe variieren.
Bestimmungstipps
Maulform
Das charakteristische, oft nicht vollständig schließende Maul, das an einen Papageienschnabel erinnert, ist das auffälligste Merkmal.
Körperform
Der gedrungene, rundliche Körperbau unterscheidet ihn von den meisten anderen Buntbarschen.
Färbung
Die leuchtenden Orange-, Rot- oder Gelbtöne sind sehr typisch für diese Hybriden.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Nicht zutreffend, da nur in Aquarienhaltung.
- Umgebung
- Künstlich geschaffene Aquarien-Umgebung. In der Natur nicht vorkommend.
- Geografische Verbreitung
- Weltweit in Aquarien verbreitet, keine natürliche Verbreitung.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter (für ein einzelnes Exemplar), 300 Liter (für ein Paar)
- Temperatur: 24-28°C
- pH-Wert: 6.5-7.5
- Härte: 5-15 dGH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen großen, robusten und semi-aggressiven Fischen vergesellschaftet werden, die ähnliche Wasserwerte bevorzugen. Kleinere oder sehr friedliche Fische sollten vermieden werden, da sie als Beute angesehen oder gestresst werden könnten. Beispiele sind größere Welse, andere robuste Buntbarsche (nicht zu aggressiv) oder große Barben.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut strukturiertes Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten (Höhlen, Wurzeln, Steine) und ausreichend freiem Schwimmraum. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder Kies bestehen. Eine gute Filterung ist aufgrund der Größe und des Stoffwechsels der Fische unerlässlich. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Aufgrund des deformierten Mauls können sie Schwierigkeiten beim Fressen haben, daher sollte Futter angeboten werden, das leicht aufgenommen werden kann (z.B. Granulat, Flocken, Frostfutter). Die Zucht im Aquarium ist aufgrund der Hybridnatur und oft steriler Männchen schwierig, obwohl Weibchen Eier legen können.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Nicht relevant, da es sich um einen Zierfisch handelt, der nicht in der Wildnis vorkommt.
- Marktpreis: Variiert je nach Größe und Farbe, typischerweise 15-50 Euro pro Fisch
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht relevant, da es sich um einen Zierfisch handelt und nicht für den Verzehr bestimmt ist.
- Textur: Nicht relevant.
- Nährwert: Nicht relevant.
Wichtige Fakten
Künstliche Züchtunginteresting
Der Blutpapagei-Buntbarsch ist ein reiner Zuchtfisch und kommt in der Natur nicht vor. Er ist das Ergebnis menschlicher Selektion und Kreuzung.
Mauldeformationbehavior
Das charakteristische, oft nicht vollständig schließende Maul ist eine genetische Deformation, die das Fressen erschweren kann und ethische Bedenken aufwirft.
Farbvielfaltinteresting
Obwohl die natürliche Farbe oft orange bis rot ist, gibt es auch künstlich gefärbte Varianten, die durch Injektion von Farbstoffen entstehen, was die Gesundheit der Fische weiter beeinträchtigt.
Keine Fortpflanzung in der Wildnisevolution
Aufgrund ihrer Hybridnatur und oft steriler Männchen können Blutpapagei-Buntbarsche sich in der Wildnis nicht erfolgreich fortpflanzen, selbst wenn sie dort ausgesetzt würden.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Blutpapagei-Buntbarsche sind nicht giftig oder gefährlich. Beim Hantieren im Aquarium ist Vorsicht geboten, da sie beißen können, wenn sie sich bedroht fühlen, was jedoch selten zu ernsthaften Verletzungen führt. Ihre Stacheln sind nicht giftig.
Ähnliche Arten
Zitronenbuntbarsch
Amphilophus citrinellus (früher Cichlasoma citrinellum)
Hat eine normale, spitz zulaufende Maulform und einen schlankeren Körperbau. Die Färbung ist oft gelb bis orange, aber ohne die extremen Deformationen des Blutpapagei-Buntbarsches.
Rotkopfbuntbarsch
Amphilophus labiatus
Besitzt ebenfalls eine normale Maulform, oft mit verdickten Lippen. Der Körper ist schlanker und weniger gedrungen als beim Blutpapagei-Buntbarsch.
Flowerhorn Cichlid
unbekannt (Hybrid)
Ein weiterer Hybridbuntbarsch, der jedoch eine ausgeprägte Stirnbeule und oft eine komplexere Musterung aufweist. Das Maul ist in der Regel normal geformt, im Gegensatz zum Blutpapagei-Buntbarsch.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Gattung
- unbekannt (Hybrid)
- Art
- unbekannt (Hybrid)
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