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Der Marmorfadenfisch (Trichogaster trichopterus) ist eine Süßwasserfischart aus der Familie der Osphronemidae, die für ihre labyrinthartigen Organe bekannt ist, die es ihnen ermöglichen, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen. Diese Art ist in Südostasien beheimatet und aufgrund ihrer attraktiven Färbung und relativ einfachen Pflege ein beliebter Aquarienfisch. Es gibt zahlreiche Zuchtformen, die sich in Farbe und Musterung unterscheiden, wobei die marmorierte Variante eine der bekanntesten ist. Sie sind bekannt für ihre langen, fadenförmigen Bauchflossen, die als Tastorgane dienen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Die Wildform ist silbergrau bis bräunlich mit zwei markanten schwarzen Flecken auf jeder Körperseite (einer mittig, einer an der Schwanzwurzel). Die marmorierte Zuchtform zeigt ein unregelmäßiges Muster aus blauen, grauen und schwarzen Flecken auf hellem Grund. Es gibt auch blaue, goldene und opaline Varianten. Die Bauchflossen sind fadenförmig und oft orange-rot gefärbt.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Langes, fadenförmiges Paar Bauchflossen, die als Tastorgane dienen, Zwei dunkle Flecken auf den Körperseiten (bei Wildform und einigen Zuchtformen), Labyrinthorgan zur Atmung von atmosphärischem Sauerstoff
- Rückenflosse
- Lang und niedrig, mit 10-14 Hartstrahlen und 9-11 Weichstrahlen. Bei Männchen spitzer zulaufend.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht gegabelt.
- Brustflosse
- Transparent, relativ klein.
- Auffällige Flossen
- Die Bauchflossen sind zu langen, fadenförmigen Tastorganen umgebildet, die bis zur Schwanzflosse reichen können.
Bestimmungstipps
Körperform und Größe
Erreicht eine maximale Standardlänge von etwa 15 cm, ist seitlich stark abgeflacht und ovalförmig.
Fadenflossen
Die charakteristischen, langen, fadenförmigen Bauchflossen sind ein eindeutiges Erkennungsmerkmal.
Färbung und Musterung
Achten Sie auf die marmorierte Musterung (bei der Zuchtform) oder die zwei dunklen Flecken (bei der Wildform) auf den Körperseiten.
Labyrinthorgan
Das regelmäßige Aufsteigen zur Wasseroberfläche, um Luft zu schnappen, ist ein Hinweis auf das Vorhandensein eines Labyrinthorgans.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Oberflächennah bis mittlere Wasserschichten, bevorzugt flache, dicht bewachsene Bereiche.
- Umgebung
- Langsam fließende oder stehende Gewässer wie Sümpfe, Teiche, Gräben, Reisfelder und Überschwemmungsgebiete. Bevorzugt dichte Vegetation und schlammigen Untergrund.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich in Südostasien beheimatet, insbesondere in Thailand, Malaysia, Kambodscha, Laos und Vietnam. Durch den Aquarienhandel auch in anderen tropischen Regionen eingeführt.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: beginner
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 80 Liter
- Temperatur: 22-28°C
- pH-Wert: 6.0-8.0
- Härte: 5-19 dGH
- Verträglichkeit: Friedlich mit den meisten anderen friedlichen Aquarienfischen. Männchen können untereinander territorial sein, besonders in kleineren Becken. Nicht mit Flossenknabberern vergesellschaften.
- Besondere Anforderungen: Benötigt eine dichte Bepflanzung, Schwimmpflanzen und Versteckmöglichkeiten. Ein ruhiger Wasserspiegel ist wichtig, da sie zum Atmen an die Oberfläche kommen. Das Labyrinthorgan erfordert Zugang zur Oberfläche. Eine Abdeckung ist ratsam, um das Entweichen zu verhindern und die Luft über der Wasseroberfläche warm zu halten.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, keine spezifische saisonale Verfügbarkeit im Handel.
- Marktpreis: Niedrig bis moderat (als Aquarienfisch)
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Zart, schuppig
- Zubereitungsarten: Braten, Dämpfen, Grillen, Suppen
- Nährwert: Gute Proteinquelle, fettarm.
Wichtige Fakten
Labyrinthfischbehavior
Der Marmorfadenfisch gehört zu den Labyrinthfischen, was bedeutet, dass er ein spezielles Organ (das Labyrinthorgan) besitzt, um atmosphärischen Sauerstoff direkt aus der Luft aufzunehmen. Dies ermöglicht es ihm, in sauerstoffarmen Gewässern zu überleben.
Tastorganebehavior
Die langen, fadenförmigen Bauchflossen sind nicht nur dekorativ, sondern dienen dem Fisch als hochsensible Tastorgane, mit denen er seine Umgebung erkundet und Nahrung aufspürt.
Schaumnestbauerbehavior
Männliche Marmorfadenfische bauen zur Fortpflanzung ein Schaumnest an der Wasseroberfläche, in das die Eier gelegt und vom Männchen bewacht werden.
Variantenreichtuminteresting
Durch gezielte Züchtung existieren heute zahlreiche Farbvarianten des Marmorfadenfisches, darunter blaue, goldene, opaline und die namensgebende marmorierte Form, die alle von der Wildform Trichogaster trichopterus abstammen.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Bei der Handhabung im Aquarium ist darauf zu achten, die empfindlichen Fadenflossen nicht zu beschädigen.
Ähnliche Arten
Zwergfadenfisch
Trichogaster lalius (früher Colisa lalia)
Deutlich kleiner (bis ca. 6 cm), Männchen mit leuchtend roten und blauen Streifen. Bauchflossen ebenfalls fadenförmig, aber proportional kürzer.
Honiggurami
Trichogaster chuna (früher Colisa chuna)
Noch kleiner (bis ca. 5 cm), Männchen mit leuchtend gelb-orangefarbener Färbung, besonders während der Balz. Weniger ausgeprägte Flecken.
Mondscheinfadenfisch
Trichopodus microlepis
Größer (bis 20 cm), silbrig-weiße bis hellblaue Färbung ohne markante Flecken. Die fadenförmigen Bauchflossen sind ebenfalls vorhanden, aber der Körper ist schlanker.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Anabantiformes
- Familie
- Osphronemidae
- Gattung
- Trichogaster
- Art
- trichopterus
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