Fishby LogoFishby

Petermännchen

Giftig

Trachinus draco

Auch bekannt als: Großes Petermännchen, Gewöhnliches Petermännchen, Greater Weever

Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.

App öffnen

Beschreibung

Das Petermännchen (Trachinus draco) ist ein bodenbewohnender, giftiger Meeresfisch aus der Familie der Petermännchen (Trachinidae). Es ist bekannt für seine Fähigkeit, sich im Sand zu vergraben und seine giftigen Stacheln zur Verteidigung einzusetzen. Es ist ein schlanker Fisch mit einem seitlich abgeflachten Körper und einem großen, nach oben gerichteten Maul. Die Augen sitzen hoch am Kopf. Die Färbung variiert, dient aber der Tarnung im sandigen oder schlammigen Untergrund.

Körperliche Merkmale

Körperform
elongated
Färbung
Der Rücken ist gelblich-braun bis grünlich-grau mit dunklen, schrägen Streifen oder Flecken. Die Flanken sind heller, oft silbrig-weißlich, und der Bauch ist weiß. Die erste Rückenflosse ist schwarz, die zweite Rückenflosse und die Afterflosse sind gelblich mit dunklen Längsstreifen. Die Schwanzflosse ist leicht gegabelt und dunkel.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
superior
Besondere Merkmale
Zwei giftige Stacheln auf dem Kiemendeckel, Fünf bis sieben giftige Stachelstrahlen in der ersten Rückenflosse, Großes, nach oben gerichtetes Maul, Augen hoch am Kopf positioniert, Fähigkeit, sich vollständig im Sand zu vergraben
Rückenflosse
Zwei Rückenflossen: Die erste ist kurz und hoch mit 5-7 giftigen Stachelstrahlen. Die zweite ist lang und erstreckt sich fast bis zur Schwanzflosse mit 29-32 Weichstrahlen.
Schwanzflosse
Leicht gegabelt, mit 13-15 Strahlen.
Brustflosse
Relativ groß und abgerundet, mit 15-17 Strahlen.
Auffällige Flossen
Die Afterflosse ist lang und ähnelt der zweiten Rückenflosse, mit 29-34 Weichstrahlen. Die Bauchflossen sind brustständig.

Bestimmungstipps

Körperbau

Schlanker, seitlich abgeflachter Körper mit einem großen Kopf und einem nach oben gerichteten Maul.

Augenposition

Augen sitzen hoch am Kopf, was typisch für bodenbewohnende Lauerjäger ist.

Rückenflossen

Die erste Rückenflosse ist kurz, schwarz und trägt 5-7 deutlich sichtbare, giftige Stachelstrahlen. Die zweite Rückenflosse ist lang und gelblich mit dunklen Längsstreifen.

Kiemendeckelstachel

Ein auffälliger, nach hinten gerichteter, giftiger Stachel am oberen Rand des Kiemendeckels.

Färbung

Gelblich-braun bis grünlich-grau mit dunklen Flecken oder Streifen auf dem Rücken, heller zu den Flanken und weiß am Bauch.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
Typischerweise in Tiefen von 1 bis 150 Metern, bevorzugt aber flachere Küstengewässer bis etwa 30 Meter.
Umgebung
Bevorzugt sandige oder schlammige Böden in Küstennähe, Flussmündungen und Buchten. Gräbt sich oft ein, sodass nur Augen und Maul sichtbar sind.
Geografische Verbreitung
Ostatlantik von Norwegen bis Marokko, einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira. Mittelmeer und Schwarzes Meer. Auch in der Nordsee und Ostsee (westlicher Teil).

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: aggressive
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien empfohlen aufgrund der Giftigkeit und speziellen Haltungsanforderungen.
  • Temperatur: 10-24°C
  • pH-Wert: 7.8-8.4
  • Härte: 1.020-1.025 sg
  • Verträglichkeit: Nicht mit anderen Fischen vergesellschaftbar, da es sich um einen Lauerjäger handelt und giftig ist. Einzelhaltung in einem spezialisierten Artenbecken.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt einen dicken Bodengrund aus feinem Sand, in dem es sich eingraben kann. Eine starke Filterung und gute Wasserqualität sind unerlässlich. Aufgrund der Giftigkeit ist äußerste Vorsicht beim Hantieren geboten.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig, aber häufiger in den wärmeren Monaten in Küstennähe anzutreffen.
  • Marktpreis: Gering bis mittel, wird regional als Speisefisch geschätzt.
  • Kommerzielle Bedeutung: low
  • Geschmack: Festes, weißes Fleisch mit mildem, leicht süßlichem Geschmack.
  • Textur: Fest und zart.
  • Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dünsten, Suppe
  • Nährwert: Gute Proteinquelle, fettarm.

Wichtige Fakten

Meister der Tarnungbehavior

Das Petermännchen kann sich innerhalb weniger Sekunden vollständig im Sand vergraben, sodass nur noch seine Augen und das Maul sichtbar sind. Dies dient sowohl der Tarnung vor Fressfeinden als auch als Lauerstellung für Beutetiere.

Giftige Verteidigunginteresting

Die Giftigkeit des Petermännchens ist eine seiner bekanntesten Eigenschaften. Die Stacheln am Kiemendeckel und in der ersten Rückenflosse sind mit Giftdrüsen verbunden und dienen ausschließlich der Verteidigung. Das Gift ist ein Neurotoxin und Proteingemisch.

Namensherkunftinteresting

Der Name 'Petermännchen' könnte sich von 'Petrus' ableiten, dem Schutzpatron der Fischer, oder von 'Peter' als Verkleinerungsform für einen kleinen, aber wehrhaften Fisch. 'Draco' im wissenschaftlichen Namen bedeutet 'Drache' und spielt auf seine Giftigkeit an.

Lauerjägerbehavior

Als Lauerjäger ernährt sich das Petermännchen hauptsächlich von kleinen Fischen, Krebstieren und Garnelen, die es aus seinem Versteck im Sand blitzschnell erbeutet.

Sicherheitsinformationen

Giftig
  • Sicherheitsstufe: venomous
  • Giftig: Ja
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Äußerste Vorsicht ist geboten! Petermännchen sind hochgiftig. Bei einem Stich durch die giftigen Stacheln (Kiemendeckel oder erste Rückenflosse) treten sofort starke, brennende Schmerzen auf, die sich schnell ausbreiten und stundenlang anhalten können. Symptome können Schwellungen, Rötungen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Herz-Kreislauf-Probleme und in seltenen Fällen Atemnot oder Bewusstlosigkeit sein. Bei einem Stich sollte die betroffene Stelle sofort für 30-90 Minuten in möglichst heißes Wasser (ca. 45-50°C, so heiß wie erträglich, um das Gift zu denaturieren) getaucht werden. Anschließend sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Angler sollten das Petermännchen niemals mit bloßen Händen anfassen und es vorsichtig mit einer Zange oder einem Tuch vom Haken lösen.

Ähnliche Arten

Kleines Petermännchen

Echiichthys vipera (früher Trachinus vipera)

Das Kleine Petermännchen ist deutlich kleiner (max. 15 cm), hat nur 5-6 Stachelstrahlen in der ersten Rückenflosse und keine dunklen Flecken auf den Flanken. Es ist auch eher in sehr flachen Sandbereichen zu finden.

Vierfleck-Petermännchen

Trachinus quadrimaculatus

Unterscheidet sich durch vier dunkle Flecken entlang der Seitenlinie und eine andere Anzahl von Flossenstrahlen. Kommt hauptsächlich im Mittelmeer vor.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Perciformes
Familie
Trachinidae
Gattung
Trachinus
Art
Trachinus draco

Petermännchen entdecken

Fische überall bestimmen

Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.

In der App öffnen