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App öffnenBeschreibung
Sternoptyx diaphana ist ein kleiner, mesopelagischer Tiefseefisch, der zur Familie der Sternoptychidae gehört. Er zeichnet sich durch seinen stark seitlich komprimierten, beilförmigen Körper und seine nach oben gerichteten Augen aus. Die Art ist bekannt für ihre Biolumineszenz, die sie zur Tarnung (Konterschattierung) in der Dämmerzone des Ozeans nutzt. Die Photophoren sind ventral angeordnet und erzeugen ein Licht, das die Silhouette des Fisches vor dem Restlicht von oben verschleiert.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Silbrig-transparent, oft mit dunkleren Pigmenten entlang der Rückenlinie und des Bauches. Die Photophoren sind als helle Punkte sichtbar.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Stark seitlich abgeflachter, beilförmiger Körper, Große, tubuläre Augen, die nach oben gerichtet sind, Ventral angeordnete Photophoren zur Biolumineszenz, Kurze, hohe Rückenflosse, Keine Schuppen oder sehr kleine, leicht abfallende Schuppen
- Rückenflosse
- Eine kurze, hohe Rückenflosse, die weit vorne am Körper ansetzt. Oft mit 8-10 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Gabelig, mit 10-12 Hauptstrahlen.
- Brustflosse
- Relativ klein, tief am Körper angesetzt.
- Auffällige Flossen
- Eine kleine, oft schwer sichtbare Fettflosse ist vorhanden. Die Afterflosse ist lang und niedrig, oft mit 15-18 Weichstrahlen.
Bestimmungstipps
Körperform
Der extrem seitlich abgeflachte, beilförmige Körper ist das auffälligste Merkmal.
Augen
Die großen, tubulären und nach oben gerichteten Augen sind charakteristisch für die Gattung Sternoptyx.
Photophoren
Die Anordnung und Anzahl der ventralen Leuchtorgane (Photophoren) ist artspezifisch und kann zur Unterscheidung von anderen Beilfischarten herangezogen werden.
Körpergröße
Sternoptyx diaphana erreicht eine maximale Standardlänge von etwa 5-6 cm.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Mesopelagische Zone, typischerweise zwischen 300 und 1000 Metern, kann aber auch bis zu 1500 Meter tief vorkommen. Führt vertikale Wanderungen durch.
- Umgebung
- Pelagisch, in der offenen Wassersäule der Tiefsee. Bevorzugt Bereiche mit geringer Lichtdurchdringung.
- Geografische Verbreitung
- Kosmopolitisch in tropischen und gemäßigten Ozeanen weltweit, einschließlich Atlantik, Pazifik und Indischem Ozean. Fehlt in den polaren Regionen.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
- Temperatur: 4-10°C
- pH-Wert: 7.8-8.2
- Härte: Meerwasser
- Verträglichkeit: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
- Besondere Anforderungen: Benötigt extremen Tiefseedruck, Dunkelheit und spezifische Temperatur-/Druckbedingungen, die in einem Heimaquarium nicht reproduzierbar sind.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Keine spezifische Saisonalität bekannt, da ganzjährig in der Tiefsee vorkommend.
- Marktpreis: Nicht kommerziell gefischt
- Kommerzielle Bedeutung: none
- Geschmack: Unbekannt, da nicht für den Verzehr gefangen
- Textur: Unbekannt
- Nährwert: Unbekannt
Wichtige Fakten
Tiefsee-Anpassungbehavior
Sternoptyx diaphana ist perfekt an das Leben in der Mesopelagialzone angepasst, wo das Licht nur noch als schwaches Restlicht von der Oberfläche dringt.
Biolumineszenzinteresting
Die ventralen Photophoren erzeugen ein blaugrünes Licht, das in Intensität und Farbe dem Restlicht von oben entspricht, wodurch der Fisch für Prädatoren von unten unsichtbar wird (Konterschattierung).
Tubuläre Augenevolution
Die nach oben gerichteten, tubulären Augen sind eine Anpassung, um das schwache Licht von oben optimal zu nutzen und Silhouetten von Beutetieren oder Prädatoren zu erkennen.
Vertikale Wanderungbehavior
Wie viele mesopelagische Fische führt auch S. diaphana tageszeitliche vertikale Wanderungen durch, um nachts in flachere Gewässer zur Nahrungssuche aufzusteigen und tagsüber in tiefere, dunklere Zonen zurückzukehren.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, da es sich um einen Tiefseefisch handelt, der selten mit Menschen in Kontakt kommt. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen ist eine schonende Handhabung aufgrund der Zerbrechlichkeit des Körpers ratsam.
Ähnliche Arten
Silberbeilfisch
Sternoptyx pseudodiaphana
Unterscheidet sich von S. diaphana hauptsächlich durch die Anzahl und Anordnung der Photophoren, insbesondere der präanalen und postanalen Photophorengruppen. S. pseudodiaphana hat typischerweise eine geringere Anzahl von Photophoren in bestimmten Reihen.
Silberbeilfisch
Sternoptyx obscura
S. obscura ist im Allgemeinen größer und hat eine andere Anordnung der Photophoren, insbesondere im Bereich des Bauches und der Schwanzwurzel. Die Augen können auch leicht anders geformt sein.
Silberbeilfisch
Argyropelecus hemigymnus
Obwohl ebenfalls ein Beilfisch, gehört Argyropelecus zu einer anderen Gattung. Arten dieser Gattung haben oft einen noch stärker ausgeprägten 'Kiel' am Bauch und eine andere Kopfform. Die Augen sind ebenfalls tubulär, aber die Körperproportionen und die Anordnung der Photophoren unterscheiden sich deutlich.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Stomiiformes
- Familie
- Sternoptychidae
- Gattung
- Sternoptyx
- Art
- Sternoptyx diaphana
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