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Iberische Barbe

Sicher

Squalius pyrenaicus

Auch bekannt als: Cacho, Boga del Tajo

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Beschreibung

Squalius pyrenaicus, bekannt als Iberische Barbe oder Cacho, ist eine Süßwasserfischart aus der Familie der Cyprinidae. Sie ist endemisch auf der Iberischen Halbinsel und zeichnet sich durch einen stromlinienförmigen Körper und eine Anpassung an Fließgewässer aus. Diese Art spielt eine wichtige ökologische Rolle in ihren heimischen Ökosystemen und ist ein Indikator für die Wasserqualität.

Körperliche Merkmale

Körperform
torpedo
Färbung
Der Rücken ist dunkelgrau bis olivgrün, die Flanken sind silbrig-grau und der Bauch ist weißlich. Die Flossen sind meist grau, manchmal mit einem leicht rötlichen Schimmer an der Basis der Brust- und Bauchflossen, besonders bei laichbereiten Männchen. Die Schuppen sind groß und deutlich sichtbar.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Große, gut sichtbare Schuppen, Relativ großer Kopf mit endständigem Maul, Kurze Rückenflosse mit 8-9 verzweigten Strahlen, Afterflosse mit 8-9 verzweigten Strahlen, Seitenlinie vollständig und leicht nach unten gebogen
Rückenflosse
Kurz, mit 3 unverzweigten und 8-9 verzweigten Strahlen. Der letzte unverzweigte Strahl ist nicht verknöchert.
Schwanzflosse
Tief gegabelt, mit abgerundeten Lappen.
Brustflosse
Relativ kurz und abgerundet.
Auffällige Flossen
Die Flossen sind proportional zum Körper, die Rückenflosse beginnt leicht vor dem Ansatz der Bauchflossen.

Bestimmungstipps

Körperform

Stromlinienförmiger, zylindrischer Körper, typisch für Cypriniden in Fließgewässern.

Schuppen

Große, gut sichtbare Schuppen, die dem Körper ein glänzendes Aussehen verleihen.

Maul

Endständig, relativ groß, ohne Barteln.

Seitenlinie

Vollständig und leicht nach unten gebogen, mit 40-45 Schuppen.

Färbung

Dunkler Rücken, silbrige Flanken, weißlicher Bauch. Flossen meist grau.

Lebensraum

Wassertyp
freshwater
Tiefe
Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen (0,5 - 3 Meter), kann aber auch in tieferen Pools gefunden werden.
Umgebung
Lebt hauptsächlich in Flüssen und größeren Bächen mit klarem, gut sauerstoffhaltigem Wasser und mäßiger bis starker Strömung. Bevorzugt Bereiche mit Kies- oder Steinboden und Unterwasservegetation oder überhängenden Ufern als Versteck. Jungfische halten sich oft in ruhigeren Uferbereichen auf.
Geografische Verbreitung
Endemisch auf der Iberischen Halbinsel, hauptsächlich in den Flusssystemen des Tejo, Guadiana, Sado und ihren Nebenflüssen in Spanien und Portugal.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: semi-aggressive
  • Ernährung: omnivore
  • Mindestbeckengröße: 500 Liter
  • Temperatur: 15-22°C
  • pH-Wert: 6.5-7.5
  • Härte: 5-15 dGH
  • Verträglichkeit: Am besten in einem Artenbecken oder mit anderen großen, robusten einheimischen Fischarten. Nicht für Gemeinschaftsbecken mit kleinen oder empfindlichen Fischen geeignet.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt ein großes Aquarium mit starker Strömung, gut belüftetem Wasser und vielen Versteckmöglichkeiten (Steine, Wurzeln). Eine sandige oder kiesige Bodenschicht ist vorzuziehen. Eine Nachbildung eines Flussbiotops ist ideal.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Die Laichzeit liegt typischerweise im Frühling (März bis Juni), abhängig von Wassertemperatur und Flusspegel. Außerhalb der Laichzeit sind sie das ganze Jahr über aktiv.
  • Marktpreis: Nicht kommerziell gehandelt
  • Kommerzielle Bedeutung: none
  • Geschmack: Mild, leicht erdig
  • Textur: Fest, aber grätenreich
  • Zubereitungsarten: Braten, Frittieren, Eintopf
  • Nährwert: Geringer Fettgehalt, gute Proteinquelle. Aufgrund des Grätenreichtums und des geringen kommerziellen Interesses selten verzehrt.

Wichtige Fakten

Endemische Artinteresting

Squalius pyrenaicus ist ausschließlich auf der Iberischen Halbinsel beheimatet und ein wichtiger Bestandteil der dortigen Süßwasserökosysteme.

Indikatorartbehavior

Aufgrund ihrer spezifischen Habitatansprüche gilt die Iberische Barbe als guter Indikator für die ökologische Gesundheit und Wasserqualität von Fließgewässern.

Omnivorer Fresserbehavior

Diese Art ist ein opportunistischer Allesfresser, der sich von Insektenlarven, kleinen Krebstieren, Algen und Detritus ernährt, was sie zu einem wichtigen Glied in der Nahrungskette macht.

Laichverhaltenbehavior

Während der Laichzeit im Frühling wandern die Fische flussaufwärts zu geeigneten Kiesbänken, wo die Eier abgelegt und befruchtet werden.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: not recommended
  • Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Wie bei allen Fischen sollte man sie vorsichtig behandeln, um Verletzungen des Fisches zu vermeiden und die Schleimschicht zu schützen. Keine scharfen Stacheln oder giftigen Drüsen.

Ähnliche Arten

Eurasian Chub

Squalius cephalus

Squalius cephalus hat in der Regel eine höhere Anzahl von Schuppen entlang der Seitenlinie (44-48) und eine etwas andere Kopfform. Die Iberische Barbe hat oft eine etwas gedrungenere Körperform und eine spezifischere Färbung, insbesondere die Flossen können bei S. cephalus dunkler sein.

Squalius alburnoides (Spanische Elritze)

Squalius alburnoides

S. alburnoides ist deutlich kleiner, schlanker und hat ein oberständiges Maul. Sie ist auch oft silbriger und hat eine dunklere Seitenlinie.

Barbus barbus (Flussbarbe)

Barbus barbus

Flussbarben haben charakteristische Barteln am Maul und eine andere Körperform, oft mit einem stärker gewölbten Rücken und einer anderen Flossenform. Ihre Schuppen sind auch kleiner und zahlreicher.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Cyprinidae
Gattung
Squalius
Art
pyrenaicus

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