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App öffnenBeschreibung
Die Schwarzbrasse (Spondyliosoma cantharus) ist ein mariner Knochenfisch aus der Familie der Meerbrassen (Sparidae). Sie ist bekannt für ihren seitlich abgeflachten, ovalen Körper und ihre silbrige bis blaugraue Färbung. Diese Art ist ein protogyner Hermaphrodit, was bedeutet, dass die meisten Individuen als Weibchen geschlechtsreif werden und später im Leben zu Männchen wechseln können. Sie spielt eine wichtige Rolle in den Küstenökosystemen des Ostatlantiks und des Mittelmeers.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Silbrig bis blaugrau, oft mit undeutlichen dunkleren Längsstreifen oder Flecken. Die Flossen können dunkler sein, besonders die Schwanzflosse. Männchen in der Laichzeit entwickeln eine dunklere, fast schwarze Färbung mit helleren Flecken und Streifen, insbesondere am Kopf.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Hoher, seitlich abgeflachter Körper, Kleine, endständige Maulöffnung, Große Augen, Protogyner Hermaphroditismus
- Rückenflosse
- Eine lange Rückenflosse mit 11-13 kräftigen Stachelstrahlen und 10-13 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Gabelig, kräftig.
- Brustflosse
- Lang und spitz zulaufend.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse besitzt 3 Stachelstrahlen und 9-11 Weichstrahlen. Die Bauchflossen sind brustständig.
Bestimmungstipps
Körperform
Achten Sie auf den hohen, seitlich stark abgeflachten Körper, der typisch für Meerbrassen ist.
Färbung
Die silbrig-blaugraue Grundfärbung mit möglichen dunkleren Längsstreifen ist charakteristisch. Laichreife Männchen sind deutlich dunkler.
Maul
Das kleine, endständige Maul mit den relativ kleinen Zähnen unterscheidet sie von einigen anderen Brassenarten.
Flossen
Die lange Rückenflosse mit den kräftigen Stachelstrahlen und die gegabelte Schwanzflosse sind gute Erkennungsmerkmale.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise von der Oberfläche bis in Tiefen von etwa 300 Metern, bevorzugt jedoch flachere Küstengewässer zwischen 5 und 70 Metern.
- Umgebung
- Felsige und sandige Böden, Seegraswiesen (Posidonia oceanica), in der Nähe von Riffen und Wracks. Jungfische halten sich oft in geschützten Buchten und Flussmündungen auf.
- Geografische Verbreitung
- Ostatlantik von Norwegen (selten) bis Angola, einschließlich der Kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren. Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 1000 Liter
- Temperatur: 16-22°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 1.020-1.025 SG
- Verträglichkeit: Kann mit größeren, robusten Fischarten vergesellschaftet werden, die ähnliche Wasserparameter bevorzugen. Kleinere Fische oder Wirbellose könnten als Beute angesehen werden.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein großes Becken mit viel Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten. Eine gute Filterung und stabile Wasserwerte sind essentiell. Die Ernährung sollte abwechslungsreich sein und sowohl pflanzliche als auch tierische Komponenten umfassen.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, aber die besten Fangzeiten sind oft im Frühjahr und Herbst, wenn die Fische aktiver sind.
- Marktpreis: Variiert je nach Region und Saison, oft im mittleren Preissegment für Speisefische.
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Mild, leicht nussig
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Dünsten, Backen
- Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen (insbesondere B-Vitamine).
Wichtige Fakten
Geschlechtsumwandlungbehavior
Die Schwarzbrasse ist ein protogyner Hermaphrodit, was bedeutet, dass die meisten Individuen als Weibchen geboren werden und später im Leben zu Männchen wechseln können. Dieser Wechsel ist oft mit einer Größenänderung verbunden.
Nestbaubehavior
Männliche Schwarzbrassen graben zur Laichzeit Nester in den Sand oder Schlamm, die sie aggressiv gegen Eindringlinge verteidigen. Sie bewachen auch die Eier, bis diese schlüpfen.
Ernährungsvielfaltbehavior
Obwohl sie als Allesfresser gelten, variiert die Ernährung der Schwarzbrasse stark mit dem Alter und der Verfügbarkeit von Nahrung. Jungfische ernähren sich eher von kleinen Wirbellosen, während größere Exemplare auch Algen und Detritus fressen.
Farbwechsel bei Männchenbehavior
Während der Laichzeit nehmen die Männchen eine auffällige, fast schwarze Färbung mit hellen Flecken und Streifen an, um Weibchen anzulocken und Rivalen zu beeindrucken.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Schwarzbrasse besitzt keine giftigen Stacheln. Beim Hantieren ist jedoch Vorsicht geboten, da die Stachelstrahlen der Rücken- und Afterflosse scharf sein können und zu schmerzhaften Stichen führen können. Ein fester Griff und gegebenenfalls Handschuhe sind empfehlenswert.
Ähnliche Arten
Goldbrasse
Sparus aurata
Die Goldbrasse hat einen charakteristischen goldenen Fleck zwischen den Augen und einen dunklen Fleck am Kiemendeckel, die bei der Schwarzbrasse fehlen. Die Körperform der Goldbrasse ist oft etwas gedrungener.
Streifenbrasse
Lithognathus mormyrus
Die Streifenbrasse besitzt deutliche vertikale dunkle Streifen auf den Flanken, die bei der Schwarzbrasse nicht oder nur sehr schwach ausgeprägt sind. Ihr Maul ist spitzer und leicht unterständig.
Geißbrasse
Diplodus vulgaris
Die Geißbrasse hat zwei markante schwarze Bänder, eines hinter dem Kopf und eines am Schwanzstiel, die bei Spondyliosoma cantharus fehlen. Ihre Körperform ist ebenfalls etwas anders.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Spariformes
- Familie
- Sparidae
- Gattung
- Spondyliosoma
- Art
- Spondyliosoma cantharus
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