Fishby LogoFishby

Gemeiner Barrakuda

Vorsichtig behandeln

Sphyraena sphyraena

Auch bekannt als: Mittelmeer-Barrakuda, Europäischer Barrakuda, Barracuda

Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.

App öffnen

Beschreibung

Sphyraena sphyraena, bekannt als Gemeiner Barrakuda, ist ein schlanker, zylindrischer Raubfisch, der in den gemäßigten und subtropischen Gewässern des Atlantiks und des Mittelmeers beheimatet ist. Er zeichnet sich durch seinen langgestreckten Körper, den spitz zulaufenden Kopf und das große Maul mit kräftigen, ungleichmäßigen Zähnen aus. Diese Art ist ein opportunistischer Jäger, der sich von einer Vielzahl kleinerer Fische und Kopffüßer ernährt. Er ist bekannt für seine schnelle und agile Jagdweise.

Körperliche Merkmale

Körperform
torpedo
Färbung
Silbrig-grau am Rücken, heller an den Flanken und am Bauch. Manchmal mit undeutlichen dunklen Querstreifen oder Flecken an den Seiten, die im Alter verblassen können. Die Flossen sind oft gelblich oder dunkel.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
superior
Besondere Merkmale
Langgestreckter, zylindrischer Körper, Spitzer Kopf mit großem, endständigem Maul, Kräftige, ungleichmäßige Zähne, die auch bei geschlossenem Maul sichtbar sind, Zwei weit auseinanderliegende Rückenflossen, Große Augen
Rückenflosse
Zwei Rückenflossen: die erste mit 5 Hartstrahlen, die zweite mit 1 Hartstrahl und 9 Weichstrahlen. Die erste Rückenflosse sitzt deutlich vor der Afterflosse.
Schwanzflosse
Gabelig, kräftig und tief eingeschnitten.
Brustflosse
Kurz, setzen tief am Körper an.
Auffällige Flossen
Die Bauchflossen sind klein und setzen unterhalb oder leicht hinter dem Ansatz der Brustflossen an.

Bestimmungstipps

Körperform

Sehr langgestreckter, zylindrischer Körper, der an einen Torpedo erinnert.

Kopf und Maul

Spitzer Kopf mit einem großen, endständigen Maul, das weit nach hinten reicht. Die kräftigen, nadelspitzen Zähne sind auch bei geschlossenem Maul sichtbar und ungleichmäßig groß.

Rückenflossen

Zwei deutlich voneinander getrennte Rückenflossen. Die erste ist kurz und hoch, die zweite ist länger und niedriger. Die erste Rückenflosse sitzt deutlich vor dem Ansatz der Afterflosse.

Färbung

Silbrig-grau am Rücken, heller an den Seiten und am Bauch. Gelegentlich mit schwachen dunklen Querstreifen, die bei älteren Tieren verblassen können.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
Typischerweise in Tiefen von 0 bis 100 Metern, gelegentlich auch tiefer bis 200 Meter. Jungfische oft in flacheren Küstengewässern.
Umgebung
Pelagisch und neritisch, bevorzugt Küstengewässer, Riffe, Seegraswiesen und offenes Wasser. Oft in der Nähe von Strukturen wie Felsen oder Wracks zu finden, die Deckung bieten.
Geografische Verbreitung
Östlicher Atlantik von der Biskaya bis Angola, einschließlich der Kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren. Im Mittelmeer weit verbreitet. Gelegentlich auch in der Nordsee gesichtet, aber selten.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: aggressive
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet (benötigt sehr große öffentliche Aquarien)
  • Temperatur: 20-28°C
  • pH-Wert: 8.1-8.4
  • Härte: 8-12 dKH
  • Verträglichkeit: Nur mit sehr großen, robusten Fischarten, die nicht als Beute angesehen werden. Einzelhaltung oder in sehr großen Gruppen in öffentlichen Aquarien.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt extrem viel Schwimmraum, starke Filtration und eine konstante Versorgung mit Lebendfutter oder großen Futterstücken. Nicht für private Aquarien empfohlen.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig fangbar, mit regionalen Spitzenzeiten im Frühling und Herbst, wenn sie näher an die Küste kommen.
  • Marktpreis: Variiert je nach Region und Fangmenge, oft als Speisefisch geschätzt.
  • Kommerzielle Bedeutung: medium
  • Geschmack: Mild, fleischig
  • Textur: Fest, weißes Fleisch
  • Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Backen, Dünsten
  • Nährwert: Gute Quelle für Protein und Omega-3-Fettsäuren.

Wichtige Fakten

Blitzschneller Jägerbehavior

Der Gemeine Barrakuda ist ein extrem schneller und agiler Raubfisch, der seine Beute durch plötzliche Beschleunigung und präzise Angriffe überwältigt. Er kann Geschwindigkeiten von bis zu 43 km/h erreichen.

Lauerjägerbehavior

Obwohl er auch im offenen Wasser jagt, ist der Gemeine Barrakuda oft als Lauerjäger bekannt, der sich in der Nähe von Riffen, Felsen oder Seegraswiesen versteckt, um seine Beute aus dem Hinterhalt zu überraschen.

Sozialverhaltenbehavior

Jungfische und subadulte Barrakudas bilden oft Schulen, während größere, ausgewachsene Exemplare eher einzelgängerisch leben oder in kleineren Gruppen anzutreffen sind.

Zahnwechselinteresting

Barrakudas haben die Fähigkeit, ihre Zähne regelmäßig zu wechseln, ähnlich wie Haie, um immer scharfe und effektive Waffen für die Jagd zu besitzen.

Verwechslungsgefahrinteresting

Der Gemeine Barrakuda wurde lange Zeit mit dem Gelbflossen-Barrakuda (Sphyraena viridensis) verwechselt, einer sehr ähnlichen Art, die ebenfalls im Mittelmeer vorkommt. Erst genetische Analysen konnten die beiden Arten eindeutig trennen.

Sicherheitsinformationen

Vorsichtig behandeln
  • Sicherheitsstufe: caution
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Barrakudas sind keine aggressiven Fische gegenüber Menschen, es sei denn, sie werden provoziert oder fühlen sich bedroht. Ihre scharfen Zähne können jedoch schwere Verletzungen verursachen, wenn man unvorsichtig mit gefangenen Exemplaren umgeht. Vorsicht beim Abhaken und Freilassen. Es gibt Berichte über Angriffe auf Taucher oder Schwimmer, die glänzende Gegenstände (Schmuck) trugen, die mit Beutefischen verwechselt wurden, dies ist jedoch extrem selten. Ciguatera-Vergiftungen sind bei Sphyraena sphyraena im Mittelmeer und Ostatlantik extrem selten bis nicht existent, im Gegensatz zu tropischen Barrakuda-Arten.

Ähnliche Arten

Großer Barrakuda

Sphyraena barracuda

Der Große Barrakuda (S. barracuda) erreicht deutlich größere Dimensionen (bis über 2 Meter) und hat oft auffälligere dunkle Flecken oder Streifen an den Seiten. Seine Schwanzflosse ist bei Jungtieren oft gelblich mit schwarzen Spitzen, was beim Gemeinen Barrakuda nicht der Fall ist. S. barracuda ist primär in tropischen und subtropischen Gewässern des Indopazifiks und Westatlantiks verbreitet, während S. sphyraena im Ostatlantik und Mittelmeer vorkommt.

Gelbflossen-Barrakuda

Sphyraena viridensis

Sphyraena viridensis ist dem Gemeinen Barrakuda sehr ähnlich und wurde lange Zeit mit ihm verwechselt oder als Synonym betrachtet. Neuere genetische Studien haben jedoch gezeigt, dass es sich um eine eigenständige Art handelt, die ebenfalls im Mittelmeer und Ostatlantik vorkommt. Morphologisch ist S. viridensis oft durch eine etwas grünlichere Färbung am Rücken und manchmal durch deutlicher ausgeprägte, aber blasse Querstreifen gekennzeichnet. Die Unterscheidung ist oft schwierig und erfordert genaue morphometrische Analysen oder genetische Tests.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Scombriformes
Familie
Sphyraenidae
Gattung
Sphyraena
Art
sphyraena

Gemeiner Barrakuda entdecken

Fische überall bestimmen

Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.

In der App öffnen