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App öffnenBeschreibung
Der Rotbarsch (Sebastes marinus) ist ein langlebiger, langsam wachsender Meeresfisch aus der Familie der Stachelköpfe (Sebastidae). Er ist bekannt für seine leuchtend rote Färbung und seine Anpassung an kalte, tiefe Gewässer. Diese Art ist von großer kommerzieller Bedeutung in der Fischerei und spielt eine wichtige Rolle in den Ökosystemen des Nordatlantiks.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Intensiv rot bis orangerot am Rücken und an den Flanken, oft heller am Bauch. Jungfische können eine hellere, manchmal leicht bräunliche Färbung aufweisen.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Große Augen, die an das Leben in der Tiefe angepasst sind., Stachelige Flossenstrahlen, insbesondere in der Rückenflosse., Robuster Körperbau mit großen Schuppen., Ein ausgeprägter Stachel am Unterkiefer und an den Kiemendeckeln.
- Rückenflosse
- Eine lange Rückenflosse mit 14-16 harten Stachelstrahlen und 13-16 weichen Strahlen. Der stachelige und weiche Teil sind durch eine tiefe Kerbe getrennt.
- Schwanzflosse
- Gabelig, kräftig und gut entwickelt.
- Brustflosse
- Groß und abgerundet, mit 18-21 Strahlen.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse besitzt 3 Stachelstrahlen und 7-9 weiche Strahlen. Die Bauchflossen sind brustständig mit einem Stachel und 5 weichen Strahlen.
Bestimmungstipps
Farbe
Leuchtend rote bis orangerote Färbung ist ein primäres Merkmal. Andere Rotbarscharten können blasser oder bräunlicher sein.
Augengröße
Im Verhältnis zum Kopf sehr große Augen, angepasst an das Leben in der Tiefsee.
Rückenflosse
Die tiefe Kerbe zwischen dem stacheligen und weichen Teil der Rückenflosse ist charakteristisch.
Kieferstachel
Ein deutlicher, nach vorne gerichteter Stachel am Unterkiefer ist oft vorhanden.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 100 bis 1000 Metern, gelegentlich auch flacher (50-300 Meter).
- Umgebung
- Benthopelagisch, bevorzugt felsige Untergründe, Canyons und Kontinentalhänge. Hält sich oft in der Nähe von Unterwasserbergen und -rücken auf.
- Geografische Verbreitung
- Nordatlantik, von der Barentssee und Spitzbergen über Island, Grönland und die Küsten Norwegens bis zu den Britischen Inseln. Auch vor der Küste Nordamerikas, von Neufundland bis zur Golfküste der USA.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet aufgrund der Größe und spezifischen Tiefwasseranforderungen.
- Temperatur: 2-8°C
- pH-Wert: 7.8-8.4
- Härte: Sehr hart (Meerwasser)
- Verträglichkeit: Nicht für Gemeinschaftsaquarien geeignet. Benötigt sehr spezifische Bedingungen, die in Heimaquarien kaum zu replizieren sind.
- Besondere Anforderungen: Benötigt extrem kaltes, tiefes Meerwasser mit hohem Sauerstoffgehalt und geringer Beleuchtung. Druckverhältnisse und die Notwendigkeit großer Becken machen die Haltung in Aquarien praktisch unmöglich.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: vulnerable
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, jedoch mit saisonalen Schwankungen in der Fangintensität und Verfügbarkeit, abhängig von Fangquoten und Schonzeiten.
- Marktpreis: Variiert je nach Region und Fangmenge, oft als hochwertiger Speisefisch gehandelt.
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Fest, weißes, schuppiges Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Dünsten, Grillen, Backen, Räuchern
- Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Vitamin D.
Wichtige Fakten
Langlebigkeitamazing
Rotbarsche können ein Alter von über 60 Jahren erreichen, einige Berichte sprechen sogar von über 75 Jahren, was sie zu einer der langlebigsten Fischarten macht.
Langsame Reifungbehavior
Aufgrund ihres langsamen Wachstums und ihrer späten Geschlechtsreife (oft erst mit 10-15 Jahren) sind Rotbarschpopulationen besonders anfällig für Überfischung.
Lebendgebärendinteresting
Im Gegensatz zu den meisten Fischarten sind Rotbarsche lebendgebärend (ovovivipar). Die Weibchen brüten die Eier intern aus und entlassen dann voll entwickelte Larven.
Tiefsee-Anpassungevolution
Ihre großen Augen und die Fähigkeit, in extremen Tiefen zu leben, sind Anpassungen an die lichtarmen Bedingungen ihres Lebensraums.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Ja
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Stachelstrahlen der Rücken-, After- und Bauchflossen sind scharf und können schmerzhafte Stiche verursachen. Es wird angenommen, dass sie ein mildes Gift enthalten, das Schwellungen und Entzündungen hervorrufen kann. Beim Hantieren ist Vorsicht geboten, und feste Handschuhe sollten getragen werden. Bei einem Stich die Wunde reinigen und desinfizieren; bei starken Schmerzen oder Schwellungen einen Arzt aufsuchen.
Ähnliche Arten
Kleiner Rotbarsch
Sebastes viviparus
Kleinerer Wuchs (selten über 35 cm), hellere, oft rosa-orange Färbung, und eine weniger tiefe Kerbe in der Rückenflosse. Lebt in flacheren Gewässern.
Tiefenrotbarsch
Sebastes mentella
Oft schlanker und dunkler rot gefärbt. Der Tiefenrotbarsch hat einen ausgeprägteren, nach vorne gerichteten Stachel am Unterkiefer und lebt in noch größeren Tiefen.
Grönland-Rotbarsch
Sebastes norvegicus
Wird oft synonym mit Sebastes marinus verwendet, aber einige Taxonomen unterscheiden ihn als eigene Art. Morphologische Unterschiede sind subtil und erfordern oft genetische Analyse.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Scorpaeniformes
- Familie
- Sebastidae
- Gattung
- Sebastes
- Art
- marinus
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