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Sargocentron rubrum ist ein mittelgroßer Eichhornfisch, der sich durch seine auffällige rot-silberne Streifenzeichnung auszeichnet. Er ist ein nachtaktiver Raubfisch, der in Korallenriffen und felsigen Habitaten des Indopazifiks beheimatet ist. Seine großen Augen sind eine Anpassung an seine nächtliche Lebensweise. Er besitzt stachelige Flossen, die bei der Handhabung Vorsicht erfordern.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Der Körper ist überwiegend silbrig-weiß mit 7-9 auffälligen, breiten, roten bis rotbraunen Längsstreifen, die sich von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzflossenbasis erstrecken. Die Flossen sind meist rötlich, oft mit weißen Rändern. Die Iris ist rot.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Große Augen, Stachelige Rückenflosse, Stachel am Präoperculum (Kiemendeckel), Auffällige rot-silberne Längsstreifen
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse, tief eingeschnitten, mit 11 Hartstrahlen und 12-14 Weichstrahlen. Die Hartstrahlen sind kräftig und spitz.
- Schwanzflosse
- Gabelig, mit abgerundeten Lappen.
- Brustflosse
- Relativ klein, transparent bis leicht rötlich, mit 13-15 Strahlen.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse hat 4 Hartstrahlen und 8-10 Weichstrahlen. Der dritte Afterflossenstachel ist der längste und kräftigste. Die Bauchflossen haben 1 Hartstrahl und 7 Weichstrahlen.
Bestimmungstipps
Färbung und Muster
Achten Sie auf die charakteristischen 7-9 roten Längsstreifen auf silbrig-weißem Grund. Dies ist das primäre Unterscheidungsmerkmal.
Augen
Die großen, roten Augen sind typisch für nachtaktive Eichhornfische.
Präoperculum-Stachel
Ein kräftiger, nach hinten gerichteter Stachel am unteren Rand des Kiemendeckels ist ein wichtiges Merkmal der Gattung Sargocentron.
Flossen
Die stachelige Rückenflosse und der kräftige dritte Afterflossenstachel sind ebenfalls gute Indikatoren.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- 1-70 Meter, typischerweise 5-30 Meter
- Umgebung
- Korallenriffe, felsige Küstenbereiche, Lagunen und Außenriffe. Bevorzugt Bereiche mit vielen Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Spalten und Überhängen. Oft in der Nähe von Gorgonien und Schwämmen zu finden.
- Geografische Verbreitung
- Indopazifik: Rotes Meer und Ostafrika bis zu den Marquesas-Inseln, nördlich bis Südjapan und südlich bis Australien (Queensland und New South Wales) und Neukaledonien.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 300 Liter
- Temperatur: 24-28°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen größeren, robusten Fischen vergesellschaftet werden. Kleinere Fische oder Wirbellose könnten als Beute angesehen werden. Nicht mit sehr aggressiven Arten vergesellschaften.
- Besondere Anforderungen: Benötigt viele Versteckmöglichkeiten in Form von Felsspalten und Höhlen. Eine dämmerungs- oder nachtaktive Fütterung ist vorteilhaft. Eine gute Wasserqualität ist essentiell.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, keine spezifische Saison.
- Marktpreis: N/A
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dämpfen, Frittieren
- Nährwert: Gute Proteinquelle, geringer Fettgehalt.
Wichtige Fakten
Nachtaktiver Jägerbehavior
Sargocentron rubrum ist primär nachtaktiv und jagt in der Dämmerung und Nacht kleine Krebstiere und Fische. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen und Spalten.
Geräusche unter Wasserinteresting
Eichhornfische können knurrende oder klickende Geräusche erzeugen, indem sie ihre Schwimmblase mit speziellen Muskeln vibrieren lassen. Dies dient der Kommunikation, insbesondere bei der Balz oder zur Abschreckung von Fressfeinden.
Langlebigkeitamazing
Unter optimalen Bedingungen können Eichhornfische im Aquarium ein Alter von über 10 Jahren erreichen.
Anpassung an die Tiefeevolution
Die großen Augen des Gestreiften Eichhornfisches sind eine Anpassung an die geringen Lichtverhältnisse in der Dämmerung und Nacht sowie in tieferen Riffbereichen.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Ja
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Stacheln der Rücken-, After- und Bauchflossen sowie der Stachel am Kiemendeckel (Präoperculum) sind scharf und können schmerzhafte Stiche verursachen. Obwohl nicht tödlich, kann das Gift Schwellungen, Rötungen und starke Schmerzen hervorrufen. Beim Hantieren ist äußerste Vorsicht geboten, am besten Handschuhe tragen und den Fisch nicht direkt anfassen. Bei einem Stich die Wunde reinigen und in heißes Wasser (ca. 45°C) tauchen, um das hitzeempfindliche Gift zu denaturieren. Bei starken Symptomen ärztliche Hilfe aufsuchen.
Ähnliche Arten
Gestreifter Soldatenfisch
Myripristis murdjan
Soldatenfische (Myripristis spp.) haben im Allgemeinen größere Augen und eine weniger ausgeprägte Streifenzeichnung. Ihre Rückenflosse ist tiefer eingeschnitten, und sie haben keinen so prominenten Präoperculum-Stachel wie Sargocentron-Arten. Myripristis murdjan hat oft eine eher einheitliche rote Färbung mit dunkleren Flossenrändern.
Gestreifter Eichhornfisch
Sargocentron spiniferum
Sargocentron spiniferum ist deutlich größer (bis zu 45 cm) und hat eine eher einheitliche rote bis orange-rote Färbung, oft mit feinen helleren Linien, aber nicht die ausgeprägten breiten Längsstreifen von S. rubrum. Der Präoperculum-Stachel ist bei S. spiniferum extrem lang und kräftig.
Gestreifter Eichhornfisch
Sargocentron diadema
Sargocentron diadema hat ebenfalls rote Längsstreifen, diese sind jedoch schmaler und zahlreicher (ca. 10-12) und oft von feinen weißen Linien unterbrochen. Es fehlt der ausgeprägte rote Fleck an der Basis der ersten Rückenflosse, der manchmal bei S. rubrum zu sehen ist.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Beryciformes
- Familie
- Holocentridae
- Gattung
- Sargocentron
- Art
- rubrum
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