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Europäische Sardine

Sicher

Sardina pilchardus

Auch bekannt als: Pilchard, Sardine, Atlantische Sardine

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Beschreibung

Die Europäische Sardine (Sardina pilchardus) ist ein kleiner, pelagischer Schwarmfisch aus der Familie der Heringe (Clupeidae). Sie ist bekannt für ihren schlanken, silbrigen Körper und ihre Bedeutung als Speisefisch und in der Fischereiindustrie. Sie bildet große Schwärme, die sich saisonal entlang der Küsten bewegen.

Körperliche Merkmale

Körperform
elongated
Färbung
Der Rücken ist bläulich-grün, die Flanken und der Bauch sind silbrig-weiß. Entlang der Flanken können mehrere Reihen kleiner, dunkler Punkte sichtbar sein, die jedoch bei konservierten Exemplaren oft verblassen.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Schlanker, seitlich abgeflachter Körper, Große, leicht abfallende Schuppen, die leicht abfallen, Eine einzelne Rückenflosse, Gabelige Schwanzflosse, Kleine, zahnlose Mundöffnung, Kiemendeckel mit deutlichen, radialen Streifen
Rückenflosse
Eine einzelne, relativ kurze Rückenflosse, die etwa in der Körpermitte beginnt.
Schwanzflosse
Tief gegabelte Schwanzflosse, typisch für schnelle Schwimmer.
Brustflosse
Relativ kleine Brustflossen, tief am Körper angesetzt.
Auffällige Flossen
Die Bauchflossen sind klein und setzen deutlich vor dem Beginn der Rückenflosse an. Die Afterflosse ist kurz und setzt weit hinten an.

Bestimmungstipps

Körperbau und Farbe

Schlanker, silbriger Körper mit bläulich-grünem Rücken. Oft mit 1-3 Reihen kleiner, dunkler Punkte entlang der Flanken, die bei jungen Fischen deutlicher sind.

Kiemendeckel

Der Kiemendeckel weist deutliche, radial verlaufende Streifen auf, ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Heringen.

Bauchflossenposition

Die Bauchflossen setzen deutlich vor dem Beginn der Rückenflosse an.

Schuppen

Relativ große, leicht abfallende Schuppen.

Größe

Erreicht eine maximale Länge von etwa 27 cm, meist jedoch zwischen 15 und 20 cm.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
Oberflächennah bis etwa 100 Meter, bevorzugt jedoch die oberen Wasserschichten (epipelagisch).
Umgebung
Pelagische Zone über dem Kontinentalschelf, oft in Küstennähe und in Ästuaren. Bevorzugt Wassertemperaturen zwischen 10°C und 20°C.
Geografische Verbreitung
Östlicher Atlantik von den Britischen Inseln und der Nordsee südlich bis Senegal, einschließlich des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: peaceful
  • Ernährung: filter_feeder
  • Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet (benötigt riesige Schauaquarien)
  • Temperatur: 10-20°C
  • pH-Wert: 7.8-8.4
  • Härte: Meerwasser
  • Verträglichkeit: Nur mit anderen pelagischen Schwarmfischen ähnlicher Größe in sehr großen Systemen
  • Besondere Anforderungen: Benötigt extrem große, runde Becken mit starker Strömung und spezialisierter Filterung für Planktonfütterung. Sehr empfindlich gegenüber Stress und Wasserqualität.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Die Fangzeiten variieren regional, sind aber typischerweise im Frühjahr bis Herbst am intensivsten, wenn die Fische näher an die Küsten ziehen.
  • Marktpreis: Variiert stark je nach Fanggebiet, Saison und Verarbeitungsform (frisch, konserviert)
  • Kommerzielle Bedeutung: high
  • Geschmack: Mild, leicht ölig, charakteristisches Meeresaroma
  • Textur: Zart, weich, fleischig
  • Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Räuchern, Einlegen (konserviert in Öl oder Sauce)
  • Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Vitamin B12, Kalzium und Proteinen.

Wichtige Fakten

Schwärmebehavior

Europäische Sardinen bilden riesige Schwärme, die Millionen von Individuen umfassen können. Diese Schwärme dienen dem Schutz vor Fressfeinden und erleichtern die Fortpflanzung.

Wanderungenbehavior

Sardinen unternehmen saisonale Wanderungen, die von Wassertemperatur, Nahrungsverfügbarkeit und Laichgründen beeinflusst werden. Sie ziehen im Frühjahr in küstennahe, wärmere Gewässer zum Laichen und zur Nahrungsaufnahme.

Filterfresserbehavior

Sardina pilchardus ernährt sich hauptsächlich von Phytoplankton und Zooplankton, das sie durch Filtration des Wassers mit ihren Kiemenreusen aufnimmt. Sie spielen eine wichtige Rolle in der marinen Nahrungskette.

Hohe Fruchtbarkeitbehavior

Weibliche Sardinen können während einer Laichsaison mehrere hunderttausend Eier ablegen, was zu einer hohen Reproduktionsrate führt und die Bestände trotz intensiver Fischerei aufrechterhält.

Namensgeberinteresting

Der Name 'Sardine' leitet sich von der Insel Sardinien ab, wo diese Fische in großen Mengen gefangen wurden und werden.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Schuppen können leicht abfallen und an den Händen haften bleiben.

Ähnliche Arten

Atlantischer Hering

Clupea harengus

Der Atlantische Hering hat keine radialen Streifen auf dem Kiemendeckel und die Bauchflossen setzen direkt unter oder leicht hinter dem Beginn der Rückenflosse an. Er ist in der Regel auch etwas kräftiger gebaut und hat kleinere Schuppen.

Sardelle

Engraulis encrasicolus

Sardellen haben eine deutlich längere, spitzere Schnauze, die über den Unterkiefer hinausragt, und eine größere Mundöffnung. Ihre Körper sind schlanker und runder im Querschnitt.

Rundsardine

Sardinella aurita

Die Rundsardine hat einen runderen Körperquerschnitt und die Bauchflossen setzen weiter hinten an, oft unter dem Beginn der Rückenflosse. Die Kiemendeckelstreifen sind weniger ausgeprägt oder fehlen.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Clupeiformes
Familie
Clupeidae
Gattung
Sardina
Art
Sardina pilchardus

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