Fishby LogoFishby

Rotauge

Sicher

Rutilus rutilus

Auch bekannt als: Plötze, Schwal, Unechte Rotfeder

Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.

App öffnen

Beschreibung

Das Rotauge (Rutilus rutilus) ist ein weit verbreiteter Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Es ist eine der häufigsten Fischarten in Europa und Asien und zeichnet sich durch seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume aus. Es spielt eine wichtige Rolle in aquatischen Ökosystemen als Beutefisch für größere Raubfische und als Konsument von Algen und kleinen Wirbellosen. Die Art ist bekannt für ihre charakteristischen roten Augen und Flossen, die ihr den Namen geben.

Körperliche Merkmale

Körperform
compressed
Färbung
Der Rücken ist dunkelgrau bis grünlich-braun, die Flanken silbrig glänzend, der Bauch weißlich. Die Augen sind charakteristisch rot bis orangerot gefärbt. Die Brust-, Bauch- und Afterflossen sind oft rötlich, die Rücken- und Schwanzflosse grau.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Rote Iris des Auges, Rötliche Flossen (insbesondere Brust-, Bauch- und Afterflossen), Endständiges Maul, Seitenlinie vollständig und leicht nach unten gebogen
Rückenflosse
Kurz, hoch, mit 10-12 Weichstrahlen. Ansatzpunkt liegt hinter dem Ansatz der Bauchflossen.
Schwanzflosse
Tief gegabelt, mit abgerundeten Spitzen.
Brustflosse
Relativ kurz, rötlich.
Auffällige Flossen
Die rötliche Färbung der Flossen, insbesondere der Brust-, Bauch- und Afterflossen, ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

Bestimmungstipps

Augenfarbe

Die leuchtend rote bis orangerote Iris ist das auffälligste Merkmal.

Flossenfarbe

Die Brust-, Bauch- und Afterflossen sind oft rötlich gefärbt.

Maulstellung

Das Maul ist endständig, im Gegensatz zur unterständigen Maulstellung bei Brassen oder der oberständigen bei der Rotfeder.

Ansatz der Rückenflosse

Der Ansatz der Rückenflosse liegt deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen.

Lebensraum

Wassertyp
freshwater
Tiefe
Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen, kann aber auch in tieferen Gewässern vorkommen.
Umgebung
Sehr anpassungsfähig. Lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern wie Seen, Teichen, Flüssen, Kanälen und Brackwasserbereichen von Flussmündungen. Bevorzugt Gewässer mit Pflanzenbewuchs und weichem Bodengrund. Toleriert auch Gewässer mit geringerer Wasserqualität.
Geografische Verbreitung
Weit verbreitet in Europa nördlich der Alpen und Pyrenäen, östlich bis Sibirien und Zentralasien. Fehlt in Südeuropa (Italien, Griechenland) und auf der Iberischen Halbinsel.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: intermediate
  • Temperament: peaceful
  • Ernährung: omnivore
  • Mindestbeckengröße: 500 Liter (für eine Gruppe)
  • Temperatur: 10-22°C
  • pH-Wert: 6.5-8.0
  • Härte: 5-20 dGH
  • Verträglichkeit: Kann mit anderen friedlichen, ähnlich großen Kaltwasserfischen vergesellschaftet werden. Benötigt Schwarmhaltung.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt gut gefiltertes, sauerstoffreiches Wasser und ausreichend Schwimmraum. Eine naturnahe Einrichtung mit Versteckmöglichkeiten und Pflanzen ist vorteilhaft. Nicht für Anfänger in der Aquaristik geeignet, da die Haltung von Schwarmfischen in großen Becken spezifische Kenntnisse erfordert.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig fangbar, Laichzeit im Frühjahr (April-Juni).
  • Marktpreis: Gering
  • Kommerzielle Bedeutung: low
  • Geschmack: Mild, leicht erdig
  • Textur: Weich, grätenreich
  • Zubereitungsarten: Räuchern, Bräunen, Sauer einlegen, Fischfrikadellen
  • Nährwert: Geringer Fettgehalt, gute Proteinquelle. Hoher Anteil an kleinen Gräten, was die kulinarische Verwertung erschwert.

Wichtige Fakten

Anpassungskünstlerbehavior

Das Rotauge ist extrem anpassungsfähig und kann in einer Vielzahl von Gewässertypen überleben, von klaren Seen bis zu trüben Flüssen und sogar leicht brackigem Wasser.

Schwärmerbehavior

Rotaugen sind typische Schwarmfische, die in größeren Gruppen leben. Dies bietet Schutz vor Fressfeinden und erleichtert die Nahrungssuche.

Hybridisierungevolution

Rotaugen können sich mit anderen Karpfenfischen wie der Rotfeder oder dem Brassen kreuzen, was zu Hybriden führt, die Merkmale beider Elternarten aufweisen.

Wichtiger Beutefischinteresting

Aufgrund ihrer Häufigkeit und weiten Verbreitung sind Rotaugen eine wichtige Nahrungsquelle für viele Raubfische wie Hecht, Zander und Barsch sowie für fischfressende Vögel und Säugetiere.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Flossenstrahlen können spitz sein, daher ist beim Anfassen Vorsicht geboten, um Stichverletzungen zu vermeiden.

Ähnliche Arten

Rotfeder

Scardinius erythrophthalmus

Die Rotfeder hat ein oberständiges Maul, goldgelbe Augen und intensiver rote Flossen. Der Ansatz der Rückenflosse liegt bei der Rotfeder über dem Ansatz der Bauchflossen.

Brassen

Abramis brama

Brassen haben ein unterständiges, rüsselartiges Maul und eine deutlich höhere Körperform. Ihre Augen sind nicht rot.

Aland

Leuciscus idus

Der Aland hat ein größeres Maul, kleinere Schuppen und eine weniger gedrungene Körperform. Seine Augen sind gelblich, nicht rot.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Cyprinidae
Gattung
Rutilus
Art
Rutilus rutilus

Rotauge entdecken

Fische überall bestimmen

Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.

In der App öffnen