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App öffnenBeschreibung
Der Schwalbenschwanz-Fahnenbarsch (Pseudanthias squamipinnis) ist ein farbenprächtiger Meeresfisch aus der Familie der Sägebarsche (Serranidae). Er ist bekannt für seinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus und seine Fähigkeit zur Geschlechtsumwandlung. Diese Art bildet oft große Schwärme über Korallenriffen und ist ein wichtiger Bestandteil des Riffökosystems. Männchen sind in der Regel größer und farbenprächtiger als Weibchen und weisen verlängerte Flossenstrahlen auf.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Männchen sind leuchtend orange bis magentarot mit einem verlängerten dritten Rückenflossenstrahl und oft einem roten Fleck auf der Brustflosse. Weibchen sind kleiner, gelb-orange bis rosa gefärbt mit einem violetten Fleck unter dem Auge. Beide Geschlechter haben eine gegabelte Schwanzflosse.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus, Verlängerter dritter Rückenflossenstrahl bei Männchen, Gegabelte Schwanzflosse, Farbwechsel bei Geschlechtsumwandlung
- Rückenflosse
- 10 Stachelstrahlen, 15-17 Weichstrahlen; der dritte Stachelstrahl bei Männchen stark verlängert.
- Schwanzflosse
- Tief gegabelt (lyrate).
- Brustflosse
- 16-18 Weichstrahlen, oft mit einem roten Fleck bei Männchen.
- Auffällige Flossen
- Die verlängerten Flossenstrahlen der Männchen sind ein Schlüsselmerkmal.
Bestimmungstipps
Geschlechtsunterschiede
Männchen sind größer, leuchtender gefärbt (orange-rot bis magenta) und haben einen deutlich verlängerten dritten Rückenflossenstrahl. Weibchen sind kleiner, gelb-orange bis rosa und haben keinen verlängerten Rückenflossenstrahl.
Schwanzflosse
Die tief gegabelte (schwalbenschwanzartige) Schwanzflosse ist charakteristisch für beide Geschlechter.
Verhalten
Oft in großen, dichten Schwärmen über Korallenriffen zu finden, wo sie im Freiwasser Zooplankton jagen.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- 1-35 Meter, typischerweise in flachen bis mittleren Riffbereichen.
- Umgebung
- Korallenriffe, Lagunen und Außenriffe, oft in großen Schwärmen über Korallenköpfen und Riffabhängen, wo sie sich von Zooplankton ernähren.
- Geografische Verbreitung
- Indopazifik: Rotes Meer und Ostafrika bis zu den Line Islands, Marquesas und Ducie Island, nördlich bis Südjapan, südlich bis Australien (Great Barrier Reef) und Neukaledonien.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 400 Liter
- Temperatur: 23-28°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Verträgt sich gut mit den meisten friedlichen Riffbewohnern. Sollte in Gruppen gehalten werden, idealerweise mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Nicht mit aggressiven oder sehr großen Fischen vergesellschaften.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut etabliertes Riffaquarium mit viel Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten. Eine Strömungspumpe zur Simulation der natürlichen Strömung ist vorteilhaft. Fütterung mehrmals täglich mit kleinem, fleischigem Futter ist notwendig.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig in tropischen Gewässern vorkommend, keine spezifische saisonale Migration bekannt.
- Marktpreis: Variiert je nach Größe und Herkunft, typischerweise im mittleren Preissegment für Aquarienfische.
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht primär als Speisefisch bekannt, da zu klein und oft für den Aquarienhandel gefangen.
- Textur: N/A
- Nährwert: N/A
Wichtige Fakten
Protogyner Hermaphroditismusbehavior
Der Schwalbenschwanz-Fahnenbarsch ist ein protogyner Hermaphrodit, was bedeutet, dass alle Fische als Weibchen geboren werden und sich bei Bedarf zu Männchen umwandeln können. Dies geschieht typischerweise, wenn das dominante Männchen in einer Gruppe stirbt oder entfernt wird.
Schwärme als Schutzbehavior
Diese Fische bilden oft riesige Schwärme, die Tausende von Individuen umfassen können. Dieses Schwarmverhalten dient als Schutzmechanismus vor Fressfeinden und erhöht die Effizienz bei der Nahrungssuche nach Zooplankton.
Indikatorart für Riffgesundheitinteresting
Aufgrund ihrer Abhängigkeit von intakten Korallenriffen und ihrer Rolle in der Nahrungskette können große und gesunde Populationen von Pseudanthias squamipinnis als Indikator für die Gesundheit eines Riffökosystems dienen.
Farbpracht der Männchenbehavior
Die leuchtend orange-roten Farben der Männchen, oft mit einem markanten roten Fleck auf der Brustflosse und dem verlängerten Rückenflossenstrahl, dienen der Anlockung von Weibchen und der Abgrenzung des Territoriums innerhalb des Harems.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Nicht aggressiv. Bei der Handhabung im Aquarium ist darauf zu achten, die empfindlichen Flossen nicht zu beschädigen.
Ähnliche Arten
Rotmeer-Fahnenbarsch
Pseudanthias heemstrai
P. heemstrai hat eine weniger tief gegabelte Schwanzflosse und unterscheidet sich in der Färbung, insbesondere bei den Männchen, die oft einen ausgeprägteren roten Fleck auf der Brustflosse haben und eine andere Körperproportion aufweisen.
Bartletts Fahnenbarsch
Pseudanthias bartlettorum
P. bartlettorum ist schlanker und hat eine deutlich andere Färbung, typischerweise lila am vorderen Körper und gelb am hinteren Körper und den Flossen, ohne den verlängerten Rückenflossenstrahl der P. squamipinnis-Männchen.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Serranidae
- Gattung
- Pseudanthias
- Art
- squamipinnis
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