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App öffnenBeschreibung
Der Japanische Reisfisch (Oryzias latipes), auch bekannt als Medaka, ist ein kleiner Süßwasserfisch, der in Ostasien beheimatet ist. Er ist bekannt für seine Robustheit, Anpassungsfähigkeit und seine Bedeutung in der wissenschaftlichen Forschung, insbesondere in der Genetik und Entwicklungsbiologie. In der Aquaristik ist er aufgrund seiner einfachen Haltung und seines friedlichen Wesens beliebt. Es gibt zahlreiche Zuchtformen mit unterschiedlichen Farben und Flossenformen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Wildformen sind meist transparent bis gelblich-braun mit einem silbrigen Bauch. Zuchtformen zeigen eine breite Palette von Farben, darunter Weiß, Orange, Gelb, Schwarz und verschiedene metallische Glanzfarben (z.B. 'Lamé').
- Schuppentyp
- cycloid
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Relativ großer Kopf im Verhältnis zum Körper, Oberständiges Maul, Geschlechtsdimorphismus: Männchen haben oft längere und ausgeprägtere Rücken- und Afterflossen mit kleinen Einkerbungen oder Filamenten, Weibchen sind fülliger, besonders während der Laichzeit.
- Rückenflosse
- Kurz, weit hinten am Körper platziert, bei Männchen oft mit kleinen Einkerbungen.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht gegabelt.
- Brustflosse
- Relativ groß und fächerförmig.
- Auffällige Flossen
- Afterflosse der Männchen ist länger und breiter als die der Weibchen und kann kleine Filamentstrukturen aufweisen.
Bestimmungstipps
Größe
Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von 3-4 cm.
Maulstellung
Das oberständige Maul ist charakteristisch für Oberflächenfresser.
Flossenform (Männchen)
Die längere und oft gezackte Afterflosse der Männchen ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal.
Laichverhalten
Weibchen tragen die Eier nach der Befruchtung für einige Stunden als Traube am Bauch, bevor sie diese an Pflanzen ablegen.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Oberflächennah (0-1 Meter)
- Umgebung
- Flache, stehende oder langsam fließende Gewässer wie Reisfelder, Teiche, Gräben, Kanäle und kleine Bäche. Bevorzugt dichte Vegetation.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich Japan, Korea, China, Taiwan und Vietnam. Durch den Menschen in andere Regionen verbreitet.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: beginner
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 20 Liter
- Temperatur: 18-28°C
- pH-Wert: 6.0-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Sehr friedlich, kann gut mit anderen kleinen, friedlichen Fischen, Garnelen und Schnecken vergesellschaftet werden. Nicht mit aggressiven oder sehr großen Fischen halten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt gut bepflanzte Becken mit Schwimmpflanzen, die auch als Laichsubstrat dienen. Eine leichte Strömung wird toleriert, aber stehendes oder sehr langsam fließendes Wasser wird bevorzugt. Kann auch in unbeheizten Aquarien oder im Sommer in Gartenteichen gehalten werden.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig aktiv, Fortpflanzung hauptsächlich in den wärmeren Monaten (Frühling bis Herbst).
- Marktpreis: Niedrig (als Aquarienfisch), Hoch (als Forschungstier)
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht üblich als Speisefisch
- Textur: Nicht üblich als Speisefisch
- Nährwert: Nicht üblich als Speisefisch
Wichtige Fakten
Modellorganismusamazing
Der Japanische Reisfisch ist ein wichtiger Modellorganismus in der biologischen Forschung, insbesondere in der Genetik, Entwicklungsbiologie und Toxikologie. Er war der erste Wirbeltier, der erfolgreich im Weltraum gezüchtet wurde.
Anpassungsfähigbehavior
Medaka sind extrem anpassungsfähig an unterschiedliche Wasserbedingungen und Temperaturen, was sie zu einem idealen Aquarienfisch und Forschungsobjekt macht.
Geschlechtsumwandlungevolution
Unter bestimmten Umweltbedingungen oder durch hormonelle Behandlung können Medaka ihr Geschlecht wechseln, was sie zu einem interessanten Studienobjekt für die Geschlechtsdetermination macht.
Langlebigkeitinteresting
Obwohl klein, können Medaka bei guter Pflege im Aquarium bis zu 2-3 Jahre alt werden, in der Forschung sogar länger.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Sehr friedlicher und harmloser Fisch.
Ähnliche Arten
Himalaya-Reisfisch
Oryzias uwai
Oryzias uwai ist in seiner natürlichen Verbreitung auf den Himalaya beschränkt und unterscheidet sich morphologisch in feineren Details der Flossenstrahlen und der Körperproportionen. Im Handel sind sie selten und werden oft mit O. latipes verwechselt.
Streifen-Reisfisch
Oryzias celebensis
Oryzias celebensis stammt aus Sulawesi und hat eine deutlich ausgeprägtere Streifenzeichnung auf den Flanken. Die Männchen haben ebenfalls verlängerte Flossen, aber die Körperform und Färbung sind anders.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Beloniformes
- Familie
- Adrianichthyidae
- Gattung
- Oryzias
- Art
- Oryzias latipes
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