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App öffnenBeschreibung
Ophidion barbatum, bekannt als Schlangenfisch oder Bartmännchen, ist ein bodenbewohnender Meeresfisch aus der Familie der Bartmännchen (Ophidiidae). Er zeichnet sich durch seinen aalartigen, langgestreckten Körper und seine versteckte Lebensweise aus. Diese Art ist nachtaktiv und verbringt den Tag oft eingegraben im Sediment.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- eel-like
- Färbung
- Der Körper ist meist einheitlich hellbraun bis gelblich-grau, oft mit einer leicht marmorierten oder gefleckten Musterung. Die Unterseite ist heller. Die Flossen sind oft transparent oder leicht getönt.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Aalartiger, langgestreckter Körper, Große Augen, Ein Paar Barteln am Unterkiefer (manchmal schwer sichtbar), Sehr kleine, in die Haut eingebettete Schuppen, Dorsal- und Annalflosse sind mit der Schwanzflosse zu einem durchgehenden Flossensaum verschmolzen
- Rückenflosse
- Sehr lang, beginnt kurz hinter dem Kopf und erstreckt sich bis zur Schwanzflosse, verschmolzen mit der Caudalflosse. Besteht aus 145-160 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Spitz zulaufend, mit Dorsal- und Annalflosse verschmolzen, bildet einen durchgehenden Flossensaum.
- Brustflosse
- Klein, abgerundet, mit 18-20 Strahlen.
- Auffällige Flossen
- Die Bauchflossen sind zu zwei langen, fadenförmigen Barteln umgebildet, die sich unter dem Kinn befinden und als Tastorgane dienen. Sie bestehen aus jeweils zwei Strahlen.
Bestimmungstipps
Körperform
Der aalartige, langgestreckte Körper ist das auffälligste Merkmal. Verwechslungsgefahr mit Aalen oder anderen aalartigen Fischen, jedoch fehlen Ophidion barbatum die typischen Aalschuppen und die Flossenstruktur ist anders.
Barteln
Die zwei fadenförmigen Barteln unter dem Kinn sind ein Schlüsselmerkmal, auch wenn sie manchmal schwer zu erkennen sind.
Flossen
Die durchgehende Rücken-, Schwanz- und Afterflosse ist charakteristisch für die Familie der Ophidiidae.
Augen
Relativ große Augen im Verhältnis zum Kopf, angepasst an die nachtaktive Lebensweise.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Von wenigen Metern bis zu 150 Metern, typischerweise 20-100 Meter.
- Umgebung
- Bevorzugt weiche Böden wie Sand, Schlamm oder feinen Kies, in die er sich tagsüber eingräbt. Findet sich in Küstennähe, aber auch auf dem Kontinentalschelf.
- Geografische Verbreitung
- Mittelmeer, Schwarzes Meer und der östliche Atlantik von der Biskaya bis nach Mauretanien, einschließlich der Kanarischen Inseln.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter
- Temperatur: 15-22°C
- pH-Wert: 7.8-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen friedlichen, bodenbewohnenden Arten vergesellschaftet werden, die nicht zu aggressiv sind oder als Beute angesehen werden könnten. Vorsicht bei sehr kleinen Fischen oder Wirbellosen.
- Besondere Anforderungen: Benötigt einen tiefen Sand- oder Weichboden zum Eingraben. Eine ruhige Umgebung und gedämpfte Beleuchtung sind vorteilhaft. Nachtfütterung ist oft notwendig.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig anzutreffen, jedoch in den kälteren Monaten aktiver in flacheren Gewässern.
- Marktpreis: Gering
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Dünsten, Grillen
- Nährwert: Gute Proteinquelle, geringer Fettgehalt.
Wichtige Fakten
Nachtaktiver Jägerbehavior
Der Schlangenfisch ist primär nachtaktiv und jagt kleine Krebstiere und andere bodenbewohnende Wirbellose in der Dunkelheit.
Meister der Tarnungbehavior
Tagsüber gräbt sich Ophidion barbatum vollständig in den weichen Meeresboden ein, oft nur mit dem Kopf oder den Augen sichtbar, um sich vor Fressfeinden zu schützen.
Hören unter Wasserbehavior
Wie viele Vertreter der Ophidiidae kann der Schlangenfisch Geräusche erzeugen, die wahrscheinlich der Kommunikation dienen, insbesondere während der Paarungszeit.
Barteln als Sinnesorganeinteresting
Die umgewandelten Bauchflossen dienen als hochsensible Tast- und Geschmacksorgane, die dem Fisch helfen, Beute im Sediment zu finden.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Der Fisch ist harmlos. Beim Umgang mit lebenden Exemplaren ist darauf zu achten, die empfindliche Haut nicht zu verletzen.
Ähnliche Arten
Gefleckter Schlangenfisch
Ophidion rochei
Ophidion rochei ist in der Regel kleiner (bis 20 cm) und besitzt oft dunkle Flecken entlang der Seitenlinie, die bei Ophidion barbatum fehlen. Die Barteln von O. rochei sind kürzer und erreichen nicht den hinteren Rand des Präoperculums, im Gegensatz zu O. barbatum.
Europäischer Aal
Anguilla anguilla
Der Europäische Aal hat deutlich sichtbare Schuppen und eine andere Flossenstruktur. Seine Rücken- und Afterflossen sind ebenfalls lang, aber die Schwanzflosse ist nicht so stark mit ihnen verschmolzen wie bei Ophidion barbatum. Aale haben keine Barteln unter dem Kinn.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Ophidiiformes
- Familie
- Ophidiidae
- Gattung
- Ophidion
- Art
- barbatum
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