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App öffnenBeschreibung
Die Zweibindenbrasse (Oblada melanura) ist ein schlanker, silbrig glänzender Meeresfisch aus der Familie der Meerbrassen (Sparidae). Sie zeichnet sich durch einen charakteristischen schwarzen Fleck am Schwanzstiel aus, der von einem helleren, oft gelblichen oder weißen Band umgeben ist. Dieser Fleck ist das namensgebende Merkmal und dient als wichtiges Identifikationsmerkmal. Die Art ist in den Küstengewässern des Mittelmeers und des östlichen Atlantiks weit verbreitet und spielt eine wichtige ökologische Rolle als Allesfresser in verschiedenen marinen Habitaten.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Silbrig glänzend, oft mit einem dunkleren Rücken und helleren Flanken. Der auffälligste Farbfleck ist der schwarze Fleck am Schwanzstiel, der von einem helleren, oft gelblichen oder weißen Band umgeben ist.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Schlanker, stromlinienförmiger Körper, Große Augen, Endständiges Maul mit kleinen, spitzen Zähnen, Charakteristischer schwarzer Fleck am Schwanzstiel, umgeben von einem helleren Band, Kann eine maximale Länge von bis zu 30 cm erreichen, typischerweise 15-25 cm.
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse mit 11-12 Hartstrahlen und 13-14 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Gabelig, kräftig, mit dem charakteristischen schwarzen Fleck am Ansatz.
- Brustflosse
- Lang und spitz zulaufend.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse hat 3 Hartstrahlen und 13-14 Weichstrahlen. Die Bauchflossen sind brustständig.
Bestimmungstipps
Schwanzstiel-Fleck
Der markanteste und zuverlässigste Hinweis ist der schwarze, sattelartige Fleck am Ansatz der Schwanzflosse, der von einem helleren (oft gelblichen oder weißen) Band umgeben ist.
Körperform und Farbe
Der schlanke, silbrige Körper mit großen Augen ist typisch. Die Flanken können manchmal feine Längsstreifen aufweisen, die jedoch nicht immer deutlich sichtbar sind.
Maul
Das endständige Maul mit kleinen, spitzen Zähnen ist charakteristisch für ihre omnivore Ernährungsweise.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 0 bis 30 Metern, kann aber auch bis zu 70 Meter tief vorkommen.
- Umgebung
- Bevorzugt felsige und sandige Böden, Seegraswiesen (Posidonia oceanica) und küstennahe Bereiche. Oft in der Nähe von Riffen, Molen und Häfen zu finden. Bildet häufig Schwärme.
- Geografische Verbreitung
- Mittelmeer, Schwarzes Meer und östlicher Atlantik von Portugal bis Angola, einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 500 Liter
- Temperatur: 20-26°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Verträgt sich gut mit den meisten friedlichen bis semi-aggressiven Arten ähnlicher Größe. Sollte nicht mit sehr kleinen oder aggressiven Fischen vergesellschaftet werden.
- Besondere Anforderungen: Benötigt viel freien Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten. Eine gute Wasserqualität und stabile Parameter sind essentiell. Kann in Gruppen gehalten werden, was ihr natürliches Verhalten fördert.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig fangbar, Hauptfangsaison variiert regional, oft im Frühjahr und Herbst.
- Marktpreis: Mittel bis hoch, je nach Region und Fangmenge
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Mild, leicht süßlich, feines Aroma
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Dünsten, Backen im Ofen
- Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen.
Wichtige Fakten
Namensgeberinteresting
Der wissenschaftliche Artname 'melanura' leitet sich vom Griechischen 'melas' (schwarz) und 'oura' (Schwanz) ab und bezieht sich direkt auf den charakteristischen schwarzen Fleck am Schwanzstiel.
Schwärmerbehavior
Zweibindenbrassen sind oft in großen Schwärmen zu finden, insbesondere Jungfische. Dies bietet Schutz vor Fressfeinden und erleichtert die Nahrungssuche.
Nahrungsgeneralistbehavior
Als Allesfresser (omnivor) ernährt sich die Zweibindenbrasse von einer Vielzahl von Organismen, darunter kleine Krebstiere, Würmer, Algen und Detritus, was sie sehr anpassungsfähig macht.
Hermaphroditismusevolution
Wie viele Meerbrassen ist auch die Zweibindenbrasse ein proterandrischer Hermaphrodit, was bedeutet, dass sie als Männchen geboren wird und später im Leben zu einem Weibchen werden kann.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Flossenstrahlen sind nicht giftig, können aber bei unvorsichtigem Umgang stechen.
Ähnliche Arten
Goldstriemenbrasse
Sarpa salpa
Die Goldstriemenbrasse hat deutliche goldene Längsstreifen auf dem Körper und keinen schwarzen Fleck am Schwanzstiel. Ihr Maul ist kleiner und sie ernährt sich hauptsächlich herbivor.
Brandbrasse
Diplodus annularis
Die Brandbrasse ist gedrungener und hat einen breiteren, dunklen Querstreifen am Schwanzstiel, der nicht von einem hellen Band umgeben ist. Sie hat auch einen dunklen Fleck an der Basis der Brustflossen.
Geißbrasse
Diplodus sargus
Die Geißbrasse ist silbrig mit mehreren dunklen Querstreifen und einem deutlichen schwarzen Fleck am Schwanzstiel, der jedoch nicht von einem hellen Band umgeben ist und oft bis zur Afterflosse reicht.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Spariformes
- Familie
- Sparidae
- Gattung
- Oblada
- Art
- melanura
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