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Kleine Schlangennadel

Sicher

Nerophis ophidion

Auch bekannt als: Straightnose Pipefish, Schlangennadel

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Beschreibung

Die Kleine Schlangennadel (Nerophis ophidion) ist ein schlanker, aalförmiger Fisch aus der Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Sie zeichnet sich durch ihren langen, dünnen Körper und das Fehlen von Brust- und Schwanzflossen aus. Ihre Färbung ist meist grünlich bis bräunlich, was eine hervorragende Tarnung in ihrem bevorzugten Lebensraum, den Seegraswiesen, ermöglicht. Männchen tragen die Eier in einer Bauchtasche.

Körperliche Merkmale

Körperform
eel-like
Färbung
Variiert von grünlich über gelblich-braun bis rötlich-braun, oft mit dunkleren Flecken oder Bändern, die der Tarnung dienen. Die Farbe passt sich dem jeweiligen Untergrund an.
Schuppentyp
none
Maulstellung
superior
Besondere Merkmale
Sehr langer, dünner, aalförmiger Körper, Fehlen von Brust- und Schwanzflossen, Kleine, fadenförmige Rückenflosse, Röhrenförmiges Maul, Männchen mit Brutbeutel an der Bauchseite
Rückenflosse
Eine einzelne, sehr kleine und fadenförmige Rückenflosse mit 28-47 Weichstrahlen, die weit hinten am Körper sitzt.
Schwanzflosse
Fehlt vollständig (apodal).
Brustflosse
Fehlen vollständig (apodal).
Auffällige Flossen
Die Afterflosse fehlt ebenfalls. Die einzige sichtbare Flosse ist die kleine Rückenflosse.

Bestimmungstipps

Körperform

Der extrem dünne, aalförmige Körper ohne sichtbare Brust- und Schwanzflossen ist das auffälligste Merkmal.

Färbung

Die grünliche bis bräunliche Tarnfarbe, die sich an die Umgebung anpasst, ist typisch.

Maul

Das kleine, röhrenförmige Maul, das nach oben gerichtet ist, dient zum Einsaugen kleiner Beutetiere.

Verhalten

Oft vertikal in Seegraswiesen stehend oder sich langsam schlängelnd fortbewegend.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
Typischerweise in flachen Küstengewässern von 1 bis 20 Metern Tiefe, kann aber auch bis zu 100 Meter tief gefunden werden.
Umgebung
Bevorzugt Seegraswiesen (z.B. Zostera marina), Algenfelder und andere dichte Vegetation auf sandigem oder schlammigem Grund. Hält sich oft vertikal zwischen den Pflanzenstängeln auf.
Geografische Verbreitung
Nordostatlantik, von Norwegen und den Britischen Inseln südlich bis zur Iberischen Halbinsel, einschließlich der Nordsee, Ostsee (bis in den Bottnischen Meerbusen), Mittelmeer und Schwarzes Meer.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: peaceful
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: 100 Liter
  • Temperatur: 10-20°C
  • pH-Wert: 7.8-8.4
  • Härte: 1.020-1.025 sg
  • Verträglichkeit: Nur mit sehr ruhigen, kleinen Arten oder im Artenbecken. Nicht mit schnellen oder aggressiven Fischen vergesellschaften.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium mit reichlich Seegras oder ähnlichen Strukturen zur Tarnung und zum Festhalten. Lebendfutter ist essentiell, da sie oft kein Frostfutter akzeptieren. Sehr empfindlich gegenüber Wasserqualitätsschwankungen.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig anzutreffen, Fortpflanzung hauptsächlich im Frühling und Sommer.
  • Marktpreis: N/A
  • Kommerzielle Bedeutung: none
  • Geschmack: Nicht relevant
  • Textur: Nicht relevant
  • Nährwert: Nicht relevant

Wichtige Fakten

Männliche Brutpflegebehavior

Wie bei allen Seenadeln und Seepferdchen sind die Männchen für die Brutpflege zuständig. Sie tragen die Eier in einer speziellen Bauchtasche, bis die Jungtiere schlüpfen.

Perfekte Tarnunginteresting

Ihre schlanke Körperform und die variable Färbung ermöglichen es der Kleinen Schlangennadel, sich perfekt in Seegraswiesen zu tarnen und so sowohl vor Fressfeinden als auch vor Beute verborgen zu bleiben.

Fehlende Flossenamazing

Das Fehlen von Brust- und Schwanzflossen ist ein einzigartiges Merkmal, das sie von den meisten anderen Fischarten unterscheidet und ihre aalartige Fortbewegung unterstreicht.

Spezialisierter Jägerbehavior

Mit ihrem röhrenförmigen Maul saugt sie kleine Krebstiere und andere Wirbellose blitzschnell ein, eine Jagdstrategie, die für Seenadeln typisch ist.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: not recommended
  • Hinweise zum Umgang: Die Kleine Schlangennadel ist völlig harmlos. Beim Umgang sollte jedoch äußerste Vorsicht geboten sein, da sie sehr zerbrechlich und empfindlich ist. Direkter Kontakt sollte vermieden werden, um Stress oder Verletzungen zu verhindern.

Ähnliche Arten

Große Schlangennadel

Entelurus aequoreus

Die Große Schlangennadel ist deutlich größer (bis zu 60 cm) und besitzt eine längere Rückenflosse. Sie ist zudem meist dunkler gefärbt und lebt in tieferen Gewässern, oft in freiem Wasser oder an Felsküsten, nicht primär in Seegraswiesen.

Kleine Seenadel

Syngnathus rostellatus

Die Kleine Seenadel besitzt im Gegensatz zur Kleinen Schlangennadel eine kleine Schwanzflosse und ist insgesamt gedrungener gebaut. Ihre Schnauze ist kürzer und weniger röhrenförmig.

Grüne Seenadel

Syngnathus acus

Die Grüne Seenadel ist ebenfalls größer als die Kleine Schlangennadel, besitzt eine Schwanzflosse und ist robuster gebaut. Ihre Schnauze ist länger als die der Kleinen Seenadel, aber nicht so extrem röhrenförmig wie bei Nerophis ophidion.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Syngnathiformes
Familie
Syngnathidae
Gattung
Nerophis
Art
Nerophis ophidion

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