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App öffnenBeschreibung
Der Vierhörnige Seeskorpion (Myoxocephalus quadricornis) ist ein bodenbewohnender Fisch aus der Familie der Cottidae (Groppen), der sowohl in marinen als auch in Süßwasserumgebungen vorkommt. Er ist bekannt für seine charakteristischen knöchernen Auswüchse am Kopf, die ihm seinen Namen geben. Diese Art ist ein wichtiger Bestandteil der benthischen Ökosysteme in kalten Gewässern der nördlichen Hemisphäre.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Variiert stark je nach Lebensraum. Meist bräunlich, gräulich oder olivgrün mit dunklen Flecken und Bändern zur Tarnung. Die Unterseite ist heller, oft weißlich oder gelblich.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Vier knöcherne Auswüchse (Hörner) auf dem Kopf, zwei vor den Augen und zwei hinter den Augen (manchmal auch nur zwei oder sechs, je nach Unterart und Alter)., Großer, breiter Kopf mit großem Maul., Stachelige Kiemendeckel., Haut ist schuppenlos, aber mit kleinen knöchernen Platten und Stacheln bedeckt, besonders entlang der Seitenlinie.
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: die erste kurz und stachelig (7-11 Stacheln), die zweite länger und weichstrahlig (12-16 Weichstrahlen).
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht konkav.
- Brustflosse
- Groß und fächerförmig, mit 16-19 Strahlen.
- Auffällige Flossen
- Bauchflossen sind klein und brustständig, mit einem Stachel und 3-4 Weichstrahlen.
Bestimmungstipps
Kopfhörner
Die namensgebenden vier knöchernen Auswüchse auf dem Kopf sind das auffälligste Merkmal. Zwei befinden sich vor den Augen und zwei dahinter. Bei Süßwasserformen können diese Hörner reduziert sein oder fehlen.
Körperform und Haut
Der Körper ist gedrungen und verjüngt sich zum Schwanz hin. Die Haut ist schuppenlos, aber rau und mit kleinen knöchernen Platten und Stacheln besetzt, besonders entlang der Seitenlinie.
Flossen
Zwei deutlich getrennte Rückenflossen, die erste stachelig, die zweite weichstrahlig. Große, fächerförmige Brustflossen.
Färbung
Die Tarnfärbung passt sich dem Untergrund an und variiert von bräunlich über gräulich bis olivgrün mit dunklen Flecken und Bändern.
Lebensraum
- Wassertyp
- brackish
- Tiefe
- Von der Gezeitenzone bis in Tiefen von über 200 Metern, typischerweise 0-70 Meter.
- Umgebung
- Benthisch, bevorzugt kalte, sauerstoffreiche Gewässer mit felsigem oder sandigem Grund, oft in der Nähe von Algenbetten oder unter Steinen. Kommt sowohl in marinen Küstengewässern als auch in Süßwasserseen (glaziale Relikte) vor.
- Geografische Verbreitung
- Zirkumpolar in der Arktis und Subarktis. Atlantische Küsten Nordamerikas (von Neufundland bis Massachusetts), Grönland, Island, Nordeuropa (Ostsee, Nordsee, Barentssee, Weißes Meer) und Sibirien. Süßwasserpopulationen in Skandinavien, Finnland, Russland und Nordamerika (z.B. Große Seen).
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: territorial
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 500 Liter
- Temperatur: 0-10°C
- pH-Wert: 7.0-8.5
- Härte: 10-25 dGH
- Verträglichkeit: Nicht für Gemeinschaftsaquarien geeignet; nur mit sehr großen, robusten und kältetoleranten Arten, die nicht als Beute angesehen werden, vergesellschaftbar. Am besten als Artbecken.
- Besondere Anforderungen: Benötigt sehr kaltes, sauerstoffreiches Wasser mit starker Strömung und vielen Versteckmöglichkeiten (Steine, Höhlen). Eine leistungsstarke Kühlung ist unerlässlich. Fütterung mit Lebendfutter oder Frostfutter (Garnelen, kleine Fische, Muschelfleisch).
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, aber Fangaktivitäten können saisonal variieren, oft im Winter unter dem Eis gefangen.
- Marktpreis: Gering
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Dünsten, Räuchern, Suppe
- Nährwert: Guter Proteinquell, geringer Fettgehalt.
Wichtige Fakten
Glaziales Reliktevolution
Die Süßwasserpopulationen des Vierhörnigen Seeskorpions sind glaziale Relikte, die nach der letzten Eiszeit in isolierten Seen zurückblieben und sich an das Süßwasser anpassten.
Tarnmeisterbehavior
Seine Färbung und die knöchernen Auswüchse ermöglichen eine hervorragende Tarnung auf dem Meeresboden oder zwischen Steinen, was ihn zu einem effektiven Lauerjäger macht.
Kälteliebhaberamazing
Der Vierhörnige Seeskorpion ist extrem kältetolerant und kann in Wassertemperaturen nahe dem Gefrierpunkt überleben, was ihn zu einem typischen Bewohner arktischer und subarktischer Gewässer macht.
Laichverhaltenbehavior
Die Männchen bewachen die Eier, die in Klumpen an Steinen oder Algen abgelegt werden, bis zum Schlupf der Larven. Dieses Brutpflegeverhalten ist bei Groppen weit verbreitet.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Obwohl nicht giftig, können die scharfen Stacheln an den Kiemendeckeln und Flossen schmerzhafte Stiche verursachen. Vorsicht beim Anfassen ist geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Am besten mit dicken Handschuhen oder einem Kescher handhaben.
Ähnliche Arten
Groppe
Cottus gobio
Die Groppe ist eine reine Süßwasserart und besitzt keine knöchernen Auswüchse auf dem Kopf. Sie ist in der Regel kleiner und hat eine glattere Haut.
Kurzstacheliger Seeskorpion
Myoxocephalus scorpius
Der Kurzstachelige Seeskorpion hat ebenfalls Stacheln am Kopf, aber typischerweise nur zwei größere Stacheln an den Kiemendeckeln und keine oder nur sehr kleine knöcherne Auswüchse auf dem Schädel wie der Vierhörnige Seeskorpion. Er ist oft größer und robuster gebaut.
Arktischer Seeskorpion
Myoxocephalus scorpioides
Ähnlich dem Kurzstacheligen Seeskorpion, aber mit einer Reihe von knöchernen Platten entlang der Seitenlinie, die beim Vierhörnigen Seeskorpion weniger ausgeprägt sind. Die Kopfauswüchse sind ebenfalls anders geformt oder weniger prominent.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Scorpaeniformes
- Familie
- Cottidae
- Gattung
- Myoxocephalus
- Art
- quadricornis
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