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Mullus surmuletus, allgemein bekannt als Streifenbarbe, ist ein dem Mittelmeer und dem Ostatlantik heimischer Meeresfisch aus der Familie der Meerbarben (Mullidae). Sie ist bekannt für ihre leuchtende Färbung und die charakteristischen Barteln, die sie zur Nahrungssuche im Sediment einsetzt. Diese Art ist sowohl ökologisch als auch kommerziell von Bedeutung.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Der Rücken ist rötlich-braun bis rosa, die Flanken sind heller mit drei bis fünf gelblichen Längsstreifen, die sich von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzflosse erstrecken. Der Bauch ist silbrig-weiß. Die erste Rückenflosse weist oft dunkle Flecken auf, die zweite Rückenflosse und die Afterflosse sind gelblich mit dunklen Streifen. Die Schwanzflosse ist tief gegabelt und oft rötlich.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- inferior
- Besondere Merkmale
- Zwei lange, fleischige Barteln am Unterkiefer, die zur Nahrungssuche eingesetzt werden., Zwei getrennte Rückenflossen., Leuchtende, streifige Färbung.
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: Die erste mit 7-9 Hartstrahlen, die zweite mit 8-9 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Tief gegabelt, oft rötlich.
- Brustflosse
- Relativ klein, transparent bis leicht gelblich.
- Auffällige Flossen
- Die Barteln sind ein primäres Unterscheidungsmerkmal.
Bestimmungstipps
Barteln
Die zwei langen Barteln am Kinn sind das auffälligste Merkmal und werden zum Aufspüren von Beute im Sediment verwendet.
Färbung und Streifen
Die charakteristischen gelblichen Längsstreifen auf rötlichem Grund sind ein klares Unterscheidungsmerkmal zu anderen Meerbarbenarten.
Erste Rückenflosse
Oft mit dunklen Flecken oder Bändern, was bei der Unterscheidung von Mullus barbatus hilft.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 10 bis 100 Metern, kann aber auch bis zu 300 Meter vorkommen.
- Umgebung
- Bevorzugt sandige, schlammige oder kiesige Böden in Küstennähe, oft in Seegraswiesen oder über Felsriffen mit Sedimentauflagen. Jungfische sind oft in flacheren Gewässern zu finden.
- Geografische Verbreitung
- Ostatlantik von Norwegen bis zum Senegal, einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira. Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 500 Liter
- Temperatur: 18-24°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen friedlichen, nicht-territorialen Arten ähnlicher Größe vergesellschaftet werden. Vorsicht bei sehr kleinen Fischen oder Wirbellosen, die als Beute angesehen werden könnten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt einen Sand- oder Feinkiesboden, um die natürlichen Grabgewohnheiten zu ermöglichen. Eine gute Wasserqualität und stabile Parameter sind entscheidend. Benötigt ausreichend Versteckmöglichkeiten und eine abwechslungsreiche Ernährung.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, Hauptfangsaison variiert regional, oft im Frühjahr und Herbst.
- Marktpreis: Hoch, besonders in Südeuropa
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Fein, mild, leicht nussig
- Textur: Zart, festfleischig
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dünsten, Backen im Ganzen
- Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen (insbesondere B12 und D).
Wichtige Fakten
Nahrungssuche mit Bartelnbehavior
Die Streifenbarbe nutzt ihre hochsensiblen Barteln, um im Sediment nach kleinen Wirbellosen wie Krebstieren, Würmern und Mollusken zu suchen. Diese Barteln sind mit Chemorezeptoren ausgestattet, die es dem Fisch ermöglichen, Beute zu 'schmecken'.
Farbwechselinteresting
Streifenbarben können ihre Farbe je nach Stimmung, Umgebung und Tageszeit schnell ändern. Nachts oder bei Stress können sie eine blassere, fleckigere Färbung annehmen.
Kommerzieller Wertinteresting
Die Streifenbarbe ist ein hochgeschätzter Speisefisch, besonders in der mediterranen Küche. Ihr feines Fleisch und ihr Geschmack machen sie zu einer begehrten Delikatesse.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Flossenstrahlen sind nicht giftig, können aber bei unvorsichtigem Umgang stechen.
Ähnliche Arten
Gewöhnliche Meerbarbe
Mullus barbatus
Mullus barbatus hat einen steileren Kopf und keine oder nur sehr schwach ausgeprägte Längsstreifen auf den Flanken. Die erste Rückenflosse von M. barbatus ist meist einfarbig oder nur leicht gefleckt, während M. surmuletus deutliche dunkle Flecken oder Bänder aufweist. Die Barteln von M. barbatus sind oft kürzer.
Goldband-Meerbarbe
Upeneus moluccensis
Die Goldband-Meerbarbe hat ein ausgeprägtes gelbes Band entlang der Seitenlinie und eine andere Körperform. Sie ist eine invasive Art im Mittelmeer, die aus dem Roten Meer stammt.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Mullidae
- Gattung
- Mullus
- Art
- Mullus surmuletus
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