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App öffnenBeschreibung
Die Streifenbarbe (Mullus barbatus) ist ein kleiner, schlanker Meeresfisch aus der Familie der Meerbarben (Mullidae). Sie ist bekannt für ihre leuchtend rote Färbung und die charakteristischen Barteln am Kinn, die sie zur Nahrungssuche im Sediment einsetzt. Es gibt zwei Unterarten: Mullus barbatus barbatus (im Mittelmeer und Ostatlantik) und Mullus barbatus ponticus (im Schwarzen Meer und Asowschen Meer).
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Der Rücken ist rötlich-braun bis leuchtend rot, die Flanken sind heller, oft mit silbrigen oder gelblichen Reflexen. Der Bauch ist weißlich. Nach dem Tod intensiviert sich die rote Farbe oft. Die Flossen sind meist gelblich oder rötlich.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- inferior
- Besondere Merkmale
- Zwei lange, fleischige Barteln am Kinn, die zur Nahrungssuche eingesetzt werden., Zwei deutlich getrennte Rückenflossen., Große Schuppen, die leicht ablösbar sind., Steiles Kopfprofil.
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: Die erste hat 7-8 Hartstrahlen, die zweite 8-9 Weichstrahlen. Die erste Rückenflosse ist höher als die zweite.
- Schwanzflosse
- Gabelig, mit abgerundeten Spitzen.
- Brustflosse
- Relativ klein, transparent oder leicht gelblich.
- Auffällige Flossen
- Die Barteln sind das auffälligste Merkmal und dienen als Tast- und Geschmacksorgane.
Bestimmungstipps
Barteln
Die zwei langen Barteln am Kinn sind das eindeutigste Merkmal. Sie sind länger als die Brustflossen.
Färbung
Die leuchtend rote bis rötlich-braune Färbung des Rückens und der Flanken ist charakteristisch.
Kopfprofil
Das steile, fast senkrechte Kopfprofil unterscheidet sie von einigen ähnlichen Arten.
Schuppen
Die großen, leicht ablösbaren Schuppen sind ein weiteres Erkennungsmerkmal.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 10 bis 100 Metern, kann aber auch bis zu 300 Meter vorkommen. Jungfische sind oft in flacheren Küstengewässern zu finden.
- Umgebung
- Bevorzugt sandige, schlammige oder schlickige Böden, wo sie mit ihren Barteln nach Nahrung graben kann. Auch über Seegraswiesen und felsigen Substraten zu finden.
- Geografische Verbreitung
- Mittelmeer, Schwarzes Meer, Asowsches Meer und der Ostatlantik von den Britischen Inseln bis Senegal, einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet
- Temperatur: 15-24°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Nicht für Heimaquarien geeignet, da sie spezielle Habitat- und Ernährungsbedürfnisse hat und eine hohe Wasserqualität erfordert.
- Besondere Anforderungen: Benötigt große Becken mit sandigem Bodengrund zur Nahrungssuche, sehr gute Filtration und stabile Wasserparameter. Nicht für Heimaquarien empfohlen.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, Hauptfangsaison variiert regional, oft im Frühling und Herbst.
- Marktpreis: Hoch, besonders in Mittelmeerländern
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Fein, mild, leicht süßlich
- Textur: Zart, fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dünsten, Backen im Ofen, In Salzkruste
- Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen (insbesondere B-Vitamine).
Wichtige Fakten
Barteln als Sinnesorganebehavior
Die Barteln der Streifenbarbe sind hochsensible Tast- und Geschmacksorgane, die es dem Fisch ermöglichen, im Sediment versteckte Beute wie kleine Krebstiere, Würmer und Mollusken aufzuspüren.
Farbwechsel nach dem Todinteresting
Nach dem Fang oder Tod intensiviert sich die rote Farbe der Streifenbarbe oft, was sie zu einem optisch ansprechenden Fisch auf dem Markt macht.
Wanderverhaltenbehavior
Streifenbarben zeigen saisonale Wanderungen, oft in flachere Gewässer zum Laichen und in tiefere Gewässer zur Überwinterung.
Kulinarische Delikatesseinteresting
Die Streifenbarbe ist in vielen Mittelmeerländern eine hochgeschätzte kulinarische Delikatesse und wird oft frisch zubereitet, um ihren feinen Geschmack zu bewahren.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Flossenstrahlen sind nicht giftig, können aber bei unvorsichtigem Umgang stechen.
Ähnliche Arten
Meerbarbe
Mullus surmuletus
Mullus surmuletus hat dunkle Längsstreifen oder Flecken auf den Flanken und eine dunkle Querbinde auf der ersten Rückenflosse. Ihre Barteln sind kürzer als die Brustflossen. Das Kopfprofil ist weniger steil als bei Mullus barbatus.
Goldband-Meerbarbe
Upeneus moluccensis
Diese Art hat ein auffälliges gelbes Längsband entlang der Seitenlinie und ist im Indopazifik beheimatet, kommt aber durch den Suezkanal auch ins Mittelmeer. Ihre Barteln sind ebenfalls lang, aber die Färbung ist deutlich anders.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Mullidae
- Gattung
- Mullus
- Art
- Mullus barbatus
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