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App öffnenBeschreibung
Maylandia lombardoi ist ein mittelgroßer, hochrückiger Cichlide aus dem Malawisee, bekannt für seinen ausgeprägten Geschlechtsdichromatismus. Männchen zeigen eine leuchtend gelbe Grundfärbung mit dunklen, vertikalen Streifen, während Weibchen und juvenile Männchen eine hellblaue bis weißliche Grundfärbung mit dunkleren Streifen aufweisen. Diese Art gehört zur Gruppe der Mbuna-Cichliden, die sich primär von Aufwuchs ernähren und felsige Habitate bewohnen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Männchen: Leuchtend gelb mit 6-9 dunklen, vertikalen Streifen. Weibchen und juvenile Männchen: Hellblau bis weißlich mit 6-9 dunklen, vertikalen Streifen. Die Eiflecken auf der Afterflosse sind bei Männchen ausgeprägter und leuchtender gelb.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Ausgeprägter Geschlechtsdichromatismus, Robuster, hochrückiger Körperbau, Deutliche vertikale Streifen, Eiflecken auf der Afterflosse
- Rückenflosse
- Lang und durchgehend, mit Stachelstrahlen im vorderen Teil und Weichstrahlen im hinteren Teil. Die Farbe entspricht der Körperfärbung.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht gegabelt, farblich passend zum Körper.
- Brustflosse
- Transparent bis leicht gelblich/bläulich, relativ klein.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse der Männchen weist deutliche, leuchtend gelbe Eiflecken auf, die bei Weibchen weniger ausgeprägt oder fehlend sind.
Bestimmungstipps
Geschlechtsdichromatismus
Männchen sind leuchtend gelb mit dunklen Streifen, Weibchen und Jungtiere sind hellblau bis weißlich mit dunklen Streifen. Dies ist das auffälligste Unterscheidungsmerkmal.
Körperform
Typischer Mbuna-Körperbau: hochrückig und seitlich abgeflacht.
Eiflecken
Die Anzahl und Intensität der Eiflecken auf der Afterflosse ist bei Männchen ausgeprägter und dient der Unterscheidung von Weibchen.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 3-15 Metern, kann aber auch in flacheren oder tieferen Bereichen gefunden werden.
- Umgebung
- Felsige Uferzonen (Geröll- und Felsbiotope) des Malawisees, wo sie den Aufwuchs von den Felsen abweiden. Sie bevorzugen Bereiche mit vielen Spalten und Höhlen als Verstecke und Reviere.
- Geografische Verbreitung
- Endemisch im Malawisee, Afrika. Ursprünglich beschrieben von der Mbenji Island Gruppe und Nkhomo Reef.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: aggressive
- Ernährung: herbivore
- Mindestbeckengröße: 300 Liter
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: 7.8-8.6
- Härte: 10-20 dGH
- Verträglichkeit: Aufgrund ihrer Aggressivität und Territorialität sollten Kenyi-Buntbarsche nur mit anderen robusten Malawisee-Cichliden ähnlicher Größe und Temperaments vergesellschaftet werden. Eine Haremshaltung (ein Männchen mit mehreren Weibchen) ist empfehlenswert, um die Aggression des Männchens zu verteilen. Nicht für Gesellschaftsbecken mit friedlichen Arten geeignet.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein felsiges Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten und Höhlen. Eine sandige Bodenschicht ist vorteilhaft, da sie gerne graben. Eine gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind unerlässlich, um die Wasserqualität aufrechtzuerhalten. Pflanzen werden oft gefressen oder ausgegraben und sind daher nur bedingt geeignet.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Keine spezifische saisonale Verfügbarkeit im Handel, da sie hauptsächlich in Aquakultur gezüchtet werden. Im natürlichen Habitat ist die Fortpflanzung ganzjährig möglich, mit Spitzen während der Regenzeit.
- Marktpreis: Variiert je nach Größe und Färbung, typischerweise 5-20 Euro pro Fisch
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht primär als Speisefisch bekannt, aber wie viele Cichliden des Malawisees essbar.
- Textur: Festes, weißes Fleisch.
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dünsten
- Nährwert: Gute Proteinquelle, geringer Fettgehalt.
Wichtige Fakten
Geschlechtsumwandlungbehavior
Es gibt Berichte, dass unter bestimmten Bedingungen (z.B. Fehlen eines dominanten Männchens) Weibchen ihre Farbe ändern und männliche Merkmale annehmen können, obwohl dies bei M. lombardoi seltener und weniger ausgeprägt ist als bei einigen anderen Cichliden.
Mbuna-Gruppeinteresting
Maylandia lombardoi gehört zur Mbuna-Gruppe der Malawisee-Cichliden, was 'Felsenbewohner' bedeutet. Diese Fische sind eng an felsige Habitate gebunden und ernähren sich hauptsächlich von Algen und den darin lebenden Mikroorganismen.
Maulbrüterbehavior
Wie die meisten Malawisee-Cichliden sind Kenyi-Buntbarsche maternale Maulbrüter. Das Weibchen nimmt die befruchteten Eier und später die Larven in ihr Maul auf und schützt sie dort, bis sie schwimmfähig sind.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Kenyi-Buntbarsche sind nicht giftig, können aber bei unsachgemäßer Handhabung beißen oder mit ihren scharfen Flossenstrahlen stechen. Vorsicht ist geboten, insbesondere bei der Reinigung des Aquariums oder beim Umsetzen der Fische, da sie sehr territorial und aggressiv sein können. Ihre Zähne sind zum Abweiden von Algen von Felsen angepasst und können die Haut verletzen.
Ähnliche Arten
Maylandia estherae
Maylandia estherae
M. estherae (Red Zebra) zeigt eine größere Farbvielfalt, wobei Männchen oft orange-rot und Weibchen orange oder marmoriert sind. Der Geschlechtsdichromatismus ist anders ausgeprägt als bei M. lombardoi.
Maylandia callainos
Maylandia callainos
M. callainos (Cobalt Blue Zebra) ist primär blau gefärbt, sowohl Männchen als auch Weibchen, ohne die ausgeprägte gelbe Färbung der M. lombardoi-Männchen.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Gattung
- Maylandia
- Art
- lombardoi
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