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App öffnenBeschreibung
Die Aalrutte (Lota lota) ist der einzige Süßwasserfisch aus der Familie der Dorsche (Gadidae). Sie ist ein nachtaktiver, bodenbewohnender Raubfisch, der kalte, sauerstoffreiche Gewässer bevorzugt. Ihr aalähnlicher Körper und der einzelne Bartfaden am Kinn sind charakteristisch. Sie ist bekannt für ihr schmackhaftes Fleisch und ihre Leber.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- eel-like
- Färbung
- Der Rücken ist meist dunkelbraun bis olivgrün, oft mit unregelmäßigen dunklen Flecken oder Marmorierungen. Die Flanken sind heller, der Bauch ist weißlich bis gelblich. Die Färbung kann je nach Gewässer und Untergrund variieren.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Ein einziger, gut entwickelter Bartfaden am Kinn, Zwei Rückenflossen, wobei die zweite sehr lang ist, Eine lange Afterflosse, Kleine, in die Haut eingebettete Schuppen, die der Haut ein glattes, schleimiges Aussehen verleihen, Breiter, abgeflachter Kopf mit großem Maul
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: Die erste ist kurz und hoch (7-16 Strahlen), die zweite ist sehr lang und reicht fast bis zur Schwanzflosse (60-76 Strahlen).
- Schwanzflosse
- Abgerundet, oft mit einem dunklen Saum.
- Brustflosse
- Relativ klein, fächerförmig, unterhalb der Körpermitte angesetzt.
- Auffällige Flossen
- Die Bauchflossen sind kehlständig, d.h. vor den Brustflossen angesetzt, und haben einen verlängerten ersten Strahl.
Bestimmungstipps
Bartfaden
Der einzelne, gut sichtbare Bartfaden am Kinn ist das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen europäischen Süßwasserfischen.
Körperform
Der langgestreckte, aalähnliche Körper, der zum Schwanz hin stark verjüngt ist, ist charakteristisch.
Rückenflossen
Die zwei Rückenflossen, insbesondere die sehr lange zweite Rückenflosse, sind ein gutes Erkennungsmerkmal.
Haut
Die glatte, schleimige Haut ohne sichtbare Schuppen (die Schuppen sind mikroskopisch klein und in die Haut eingebettet) ist ebenfalls typisch.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt tiefere Bereiche von Seen und Flüssen, kann aber auch in flacheren, kühlen Gewässern vorkommen. Oft in Tiefen von 1-70 Metern, in Seen auch tiefer.
- Umgebung
- Kühle, sauerstoffreiche Flüsse und Seen mit steinigen, kiesigen oder sandigen Böden. Versteckt sich tagsüber unter Steinen, Wurzeln oder in Spalten. Toleriert auch leicht brackiges Wasser in Flussmündungen.
- Geografische Verbreitung
- Zirkumpolar verbreitet in der nördlichen Hemisphäre. Vorkommen in Nordamerika, Europa (von Großbritannien und Frankreich ostwärts bis Russland) und Asien. In Mitteleuropa ist sie in vielen größeren Flüssen und Seen zu finden, in südlicheren Regionen oft auf höhere Lagen beschränkt.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 2000 Liter (für ausgewachsene Exemplare)
- Temperatur: 4-18°C (optimal 8-12°C)
- pH-Wert: 6.5-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Aufgrund ihrer Größe und räuberischen Natur nur mit sehr großen, robusten und kältetoleranten Fischarten vergesellschaftbar. Einzelhaltung ist oft die beste Option.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein großes, gut gekühltes Aquarium mit starker Filterung und viel Sauerstoff. Versteckmöglichkeiten wie Höhlen und Wurzeln sind essentiell. Eine dunkle Umgebung wird bevorzugt, da sie nachtaktiv ist. Die Haltung im Aquarium ist aufgrund der spezifischen Anforderungen und der Endgröße sehr anspruchsvoll und selten.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Die Laichzeit ist im Winter (Dezember bis März), was sie zu einem wichtigen Winterfang macht. Die beste Fangzeit ist oft in den kälteren Monaten.
- Marktpreis: Variiert regional, kann aber für frische Exemplare und insbesondere die Leber hoch sein.
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Mild, zart, leicht süßlich, oft mit einem Hauch von Meeresgeschmack verglichen.
- Textur: Fest, weißfleischig, schuppenlos.
- Zubereitungsarten: Kochen, Braten, Dünsten, Räuchern, Suppen
- Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen (insbesondere Vitamin D in der Leber).
Wichtige Fakten
Einziger Süßwasserdorschinteresting
Die Aalrutte ist der einzige Vertreter der Dorschfamilie (Gadidae), der ausschließlich im Süßwasser lebt.
Nachtaktiver Jägerbehavior
Sie ist ein primär nachtaktiver Raubfisch, der sich tagsüber in Verstecken aufhält und nachts auf die Jagd geht.
Kälteliebendbehavior
Die Aalrutte bevorzugt kalte, sauerstoffreiche Gewässer und ist in wärmeren Regionen oft nur in tieferen, kühleren Zonen zu finden.
Delikatesse Leberinteresting
Die Leber der Aalrutte gilt als besondere Delikatesse und ist reich an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren.
Winterlaicherbehavior
Im Gegensatz zu den meisten anderen Süßwasserfischen laicht die Aalrutte im Winter unter Eis oder in sehr kaltem Wasser.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Aalrutte ist nicht gefährlich. Ihre Haut ist sehr schleimig, was das Festhalten erschweren kann. Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang erforderlich.
Ähnliche Arten
Aal
Anguilla anguilla
Der Aal hat keine Rückenflossen, sondern eine durchgehende Rücken-, Schwanz- und Afterflosse. Er besitzt keine Bartfäden. Die Aalrutte hat zwei getrennte Rückenflossen und einen Bartfaden am Kinn.
Wels
Silurus glanis
Der Wels hat zwei lange Bartfäden am Oberkiefer und vier kürzere am Unterkiefer, während die Aalrutte nur einen Bartfaden am Kinn hat. Der Wels hat eine sehr kurze Rückenflosse und eine extrem lange Afterflosse, die Aalrutte hat zwei Rückenflossen.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Gadiformes
- Familie
- Gadidae
- Gattung
- Lota
- Art
- Lota lota
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