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App öffnenBeschreibung
Der Silberstreifen-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) ist eine hochgiftige Fischart aus der Familie der Kugelfische (Tetraodontidae). Er ist bekannt für seine schnelle Ausbreitung im Mittelmeer, wo er als invasive Art erhebliche ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen hat. Seine Toxizität beruht auf Tetrodotoxin (TTX), einem starken Nervengift, das sich in Haut, Leber, Gonaden und anderen Organen anreichert. Der Fisch ist ein opportunistischer Räuber und kann eine beträchtliche Größe erreichen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- torpedo
- Färbung
- Der Rücken ist graubraun bis olivgrün mit dunklen Flecken, die Flanken sind silbrig mit einem charakteristischen dunklen Längsstreifen, der sich von der Schnauze bis zur Schwanzflosse erstreckt. Der Bauch ist weißlich. Die Augen sind groß und silbrig.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Silbriger Längsstreifen entlang der Flanken, Dunkle Flecken auf dem Rücken, Große Augen, Zwei kräftige Zahnplatten im Ober- und Unterkiefer, die einen schnabelartigen Mund bilden, Fehlen von Bauchflossen, Fähigkeit, sich bei Bedrohung mit Wasser oder Luft aufzublähen
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse, relativ klein und weit hinten am Körper positioniert.
- Schwanzflosse
- Gabel- bis sichelförmige Schwanzflosse, kräftig und für schnelles Schwimmen geeignet.
- Brustflosse
- Relativ kleine Brustflossen, seitlich am Körper angebracht.
- Auffällige Flossen
- Keine Bauchflossen vorhanden.
Bestimmungstipps
Körperform
Torpedoförmiger Körper, der sich bei Bedrohung aufblähen kann.
Färbung
Graubrauner Rücken mit dunklen Flecken, silbrige Flanken mit einem deutlichen dunklen Längsstreifen, weißer Bauch.
Augen
Große, silbrige Augen.
Mund
Schnabelartiger Mund mit zwei Zahnplatten.
Flossen
Keine Bauchflossen, sichelförmige Schwanzflosse.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 10 bis 100 Metern, kann aber auch in flacheren Küstengewässern und bis zu 250 Metern Tiefe gefunden werden.
- Umgebung
- Bevorzugt sandige oder schlammige Böden in Küstennähe, aber auch in felsigen Gebieten und Seegraswiesen. Toleriert eine breite Palette von Salinitäten und Temperaturen.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich im Indopazifik beheimatet, hat sich der Silberstreifen-Kugelfisch über den Suezkanal (Lessepssche Migration) ins Mittelmeer ausgebreitet. Er ist mittlerweile im gesamten östlichen und zentralen Mittelmeer weit verbreitet und breitet sich weiter nach Westen und Norden aus, einschließlich der Atlantikküste Spaniens und Portugals.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: Nicht für Aquarienhaltung empfohlen aufgrund von Größe, Aggressivität und Toxizität.
- Temperatur: 20-28°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Nicht kompatibel mit anderen Fischen aufgrund seiner aggressiven Natur und potenziellen Toxizität.
- Besondere Anforderungen: Nicht für Aquarienhaltung empfohlen.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig im Verbreitungsgebiet anzutreffen, keine spezifische saisonale Migration bekannt, jedoch können Populationsdichten saisonal variieren.
- Marktpreis: Kein kommerzieller Wert als Speisefisch aufgrund der Toxizität; stattdessen hohe Kosten durch Fang und Entsorgung.
- Kommerzielle Bedeutung: none
- Geschmack: Nicht zum Verzehr geeignet, hochgiftig.
- Textur: Nicht zum Verzehr geeignet, hochgiftig.
- Nährwert: Nicht zum Verzehr geeignet, hochgiftig.
Wichtige Fakten
Hochgiftigamazing
Der Silberstreifen-Kugelfisch enthält Tetrodotoxin (TTX), ein tödliches Nervengift, das auch in Fugu-Fischen vorkommt. Es gibt kein Gegenmittel.
Invasive Artinteresting
Er ist eine der erfolgreichsten invasiven Arten im Mittelmeer und hat sich über den Suezkanal ausgebreitet, was zu erheblichen ökologischen und wirtschaftlichen Problemen führt.
Schnelle Ausbreitungbehavior
Die Art breitet sich aufgrund ihrer hohen Reproduktionsrate, Anpassungsfähigkeit und des Fehlens natürlicher Fressfeinde im Mittelmeer sehr schnell aus.
Gefahr für Fischerinteresting
Der Fisch verursacht Schäden an Fischereigeräten und reduziert die Fangerträge, da er andere Fische frisst und die Netze beschädigt.
Aufblähmechanismusbehavior
Wie andere Kugelfische kann er sich bei Bedrohung mit Wasser oder Luft aufblähen, um größer und bedrohlicher zu wirken.
Sicherheitsinformationen
Gefährlich- Sicherheitsstufe: dangerous
- Giftig: Ja
- Essbarkeit: poisonous
- Hinweise zum Umgang: Der Silberstreifen-Kugelfisch ist extrem giftig und darf unter keinen Umständen verzehrt oder unsachgemäß gehandhabt werden. Bei Kontakt mit dem Fisch ist äußerste Vorsicht geboten. Angler sollten den Fisch nicht anfassen und ihn sofort und unversehrt ins Meer zurücksetzen, falls er gefangen wird. In einigen Regionen ist es vorgeschrieben, gefangene Exemplare zu melden und sicher zu entsorgen, um eine Verbreitung und Vergiftungsfälle zu verhindern. Das Gift (Tetrodotoxin) kann auch durch Hautkontakt oder kleine Wunden aufgenommen werden, daher immer Handschuhe tragen.
Ähnliche Arten
Hasenkopf-Kugelfisch
Lagocephalus lagocephalus
Lagocephalus lagocephalus hat einen weniger ausgeprägten oder fehlenden dunklen Längsstreifen an den Flanken und ist in der Regel weniger stark gefleckt auf dem Rücken. Die Schwanzflosse ist bei L. lagocephalus oft dunkler und weniger sichelförmig.
Kugelfisch-Arten
Tetraodon spp. (Süßwasser)
Süßwasser-Kugelfische (z.B. Tetraodon spp.) sind in der Regel kleiner, haben oft eine andere Färbung und Musterung und leben in Süßwasser. Sie sind nicht mit dem marinen Lagocephalus sceleratus zu verwechseln.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Tetraodontiformes
- Familie
- Tetraodontidae
- Gattung
- Lagocephalus
- Art
- sceleratus
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