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Indischer Glaswels

Sicher

Kryptopterus vitreolus

Auch bekannt als: Glaswels, Geisterwels, Glass Catfish, Phantom Catfish

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Beschreibung

Kryptopterus vitreolus, bekannt als Indischer Glaswels, ist ein kleiner, transparenter Süßwasserfisch aus der Familie der Welse (Siluridae). Er ist berühmt für seinen fast vollständig durchsichtigen Körper, durch den man die Wirbelsäule und die inneren Organe sehen kann. Nur der Kopf und die Bauchregion sind leicht silbrig-opak. Diese Transparenz dient als Tarnung in seinem natürlichen Lebensraum. Es handelt sich um einen friedlichen Schwarmfisch, der sich durch seine einzigartige Erscheinung und sein ruhiges Verhalten auszeichnet.

Körperliche Merkmale

Körperform
elongated
Färbung
Fast vollständig transparent, mit Ausnahme des Kopfes und der Bauchregion, die leicht silbrig schimmern. Die Wirbelsäule und einige innere Organe sind sichtbar.
Schuppentyp
none
Maulstellung
superior
Besondere Merkmale
Transparenter Körper, Lange, dünne Barteln, Fehlende Rückenflosse, Sehr kleine Afterflosse, die sich fast über die gesamte Körperlänge erstreckt
Rückenflosse
Fehlt (oder ist zu einem winzigen Stachel reduziert, der kaum sichtbar ist)
Schwanzflosse
Tief gegabelt
Brustflosse
Relativ klein, transparent
Auffällige Flossen
Die Afterflosse ist sehr lang und erstreckt sich vom Brustflossenansatz bis zur Schwanzflosse.

Bestimmungstipps

Transparenz

Der auffälligste Merkmal ist der durchsichtige Körper, durch den die Wirbelsäule und Organe sichtbar sind. Dies unterscheidet ihn von den meisten anderen Süßwasserfischen.

Fehlende Rückenflosse

Im Gegensatz zu vielen anderen Welsen besitzt Kryptopterus vitreolus keine sichtbare Rückenflosse, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist.

Lange Afterflosse

Die Afterflosse ist extrem lang und erstreckt sich fast über die gesamte Unterseite des Körpers.

Barteln

Zwei lange Barteln am Oberkiefer sind deutlich sichtbar und dienen der Orientierung und Nahrungssuche.

Lebensraum

Wassertyp
freshwater
Tiefe
Oberflächennah bis mittlere Wasserschichten
Umgebung
Langsam fließende Flüsse, Bäche und stehende Gewässer mit dichter Vegetation und klarem Wasser. Bevorzugt schattige Bereiche unter überhängenden Pflanzen oder Wurzeln.
Geografische Verbreitung
Südostasien, insbesondere Thailand (Mekong-Becken, Chao Phraya-Becken) und die Malaiische Halbinsel.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: intermediate
  • Temperament: peaceful
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: 80 Liter
  • Temperatur: 22-28°C
  • pH-Wert: 6.0-7.5
  • Härte: 2-15 dGH
  • Verträglichkeit: Sehr gut mit anderen friedlichen, kleinen bis mittelgroßen Schwarmfischen wie Salmlern, Rasboras und kleinen Bärblingen. Nicht mit aggressiven oder sehr großen Fischen vergesellschaften, die ihn als Beute ansehen könnten.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt einen gut bepflanzten Tank mit Versteckmöglichkeiten und freiem Schwimmraum. Fühlt sich in einem Schwarm von mindestens 6-10 Tieren am wohlsten. Empfindlich gegenüber plötzlichen Wasserwertschwankungen und benötigt sauberes, gut gefiltertes Wasser. Bevorzugt gedämpftes Licht.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Nicht saisonal in Bezug auf Verfügbarkeit im Handel, da meist aus Zucht oder ganzjährig gefangen.
  • Marktpreis: Niedrig bis moderat für Aquaristik
  • Kommerzielle Bedeutung: medium
  • Geschmack: Nicht relevant, da nicht als Speisefisch genutzt.
  • Textur: Nicht relevant.
  • Nährwert: Nicht relevant.

Wichtige Fakten

Unsichtbarer Jägerbehavior

Die extreme Transparenz des Indischen Glaswelses dient als hervorragende Tarnung in seinem natürlichen Lebensraum, wo er sich in klarem Wasser vor Fressfeinden und Beute versteckt.

Keine Rückenflosseamazing

Im Gegensatz zu den meisten Welsen besitzt der Indische Glaswels keine sichtbare Rückenflosse, was ein einzigartiges Merkmal ist.

Schwarmfischbehavior

Diese Fische sind ausgeprägte Schwarmtiere und fühlen sich nur in Gruppen von mindestens 6-10 Individuen wohl. Einzelhaltung führt zu Stress und Krankheit.

Taxonomische Verwirrungevolution

Kryptopterus vitreolus wurde lange Zeit mit Kryptopterus bicirrhis oder Kryptopterus minor verwechselt, bis er 1989 als eigenständige Art beschrieben wurde.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: not recommended
  • Hinweise zum Umgang: Der Indische Glaswels ist ein sehr empfindlicher Fisch. Beim Hantieren sollte äußerste Vorsicht geboten sein, um Stress und Verletzungen zu vermeiden. Direkter Kontakt ist unbedenklich, aber aufgrund der Zerbrechlichkeit des Fisches nicht empfohlen.

Ähnliche Arten

Großer Glaswels

Kryptopterus bicirrhis

Kryptopterus bicirrhis wird deutlich größer (bis zu 15 cm) und ist weniger transparent als K. vitreolus. Die Transparenz nimmt mit dem Alter ab. K. vitreolus bleibt kleiner (max. 6,5 cm) und behält seine hohe Transparenz auch als adulter Fisch bei. Die genaue Unterscheidung erfolgte erst 1989, als K. vitreolus als eigene Art beschrieben wurde.

Asiatischer Glaswels

Kryptopterus minor

Kryptopterus minor ist ebenfalls eine kleinere Art, die K. vitreolus sehr ähnlich sieht. Die Unterscheidung ist schwierig und erfordert oft eine genaue Untersuchung der Skelettstruktur oder genetische Analyse. K. vitreolus wurde früher oft fälschlicherweise als K. minor oder K. bicirrhis identifiziert.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Siluriformes
Familie
Siluridae
Gattung
Kryptopterus
Art
Kryptopterus vitreolus

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