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App öffnenBeschreibung
Das Dornen-Seepferdchen (Hippocampus histrix) ist eine faszinierende Art aus der Familie der Seenadeln (Syngnathidae), die sich durch ihre ausgeprägten, dornenartigen Auswüchse auf dem Körper auszeichnet. Diese Art ist bekannt für ihre Fähigkeit, ihre Farbe an die Umgebung anzupassen, was sie zu einem Meister der Tarnung macht. Es ist ein relativ kleines Seepferdchen, das in tropischen und subtropischen Gewässern des Indopazifiks beheimatet ist. Wie alle Seepferdchen sind die Männchen für die Brutpflege zuständig und tragen die Eier in einer Bauchtasche aus.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Sehr variabel, von gelb, orange, rot, braun bis schwarz, oft mit Flecken oder Bändern. Die Farbe wird stark an die Umgebung angepasst. Die Dornen können eine andere Farbe haben als der Körper.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Charakteristische, lange, dornenartige Auswüchse (Tuberkel) auf dem gesamten Körper und der Krone., Relativ lange Schnauze im Vergleich zu anderen Seepferdchenarten., Kleine, aber gut sichtbare Rückenflosse und Brustflossen., Greifschwanz ohne Schwanzflosse.
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse mit 17-19 Weichstrahlen, die schnell vibriert, um den Vortrieb zu erzeugen.
- Schwanzflosse
- Keine Schwanzflosse; der Schwanz ist prähensil (Greifschwanz) und wird zum Festhalten an Substraten verwendet.
- Brustflosse
- Zwei kleine Brustflossen hinter den Kiemenöffnungen, die zur Steuerung und Stabilisierung dienen.
- Auffällige Flossen
- Keine Afterflosse.
Bestimmungstipps
Dornen
Die auffälligsten Merkmale sind die langen, stacheligen Auswüchse, die den gesamten Körper bedecken. Diese sind bei Hippocampus histrix besonders ausgeprägt und zahlreich.
Schnauzenlänge
Die Schnauze ist relativ lang und schlank, typischerweise etwa die Hälfte der Kopflänge.
Körperfarbe
Die Farbe ist extrem variabel und dient der Tarnung. Achten Sie auf die Anpassung an die Umgebung, was die Identifizierung erschweren kann.
Krone (Coronet)
Die Krone auf dem Kopf ist hoch und stachelig, oft mit mehreren Spitzen.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Von der Gezeitenzone bis zu etwa 90 Metern Tiefe, typischerweise in flacheren Küstengewässern (5-25 Meter).
- Umgebung
- Bevorzugt geschützte Riffe, Seegraswiesen, Algenbetten und Schwammfelder. Hält sich oft an Gorgonien, Hydrozoen oder anderen verzweigten Strukturen fest.
- Geografische Verbreitung
- Indopazifik, von Ostafrika und dem Roten Meer bis nach Japan, Australien und Französisch-Polynesien.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: advanced
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 120 Liter
- Temperatur: 24-27°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Nur mit sehr friedlichen, langsamen Arten oder im Artenbecken. Keine schnellen oder aggressiven Fische, die Futter konkurrieren oder die Seepferdchen stressen könnten. Keine Nesseltiere, die Seepferdchen verletzen könnten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten und Ankerplätzen (z.B. Gorgonien, Algen, künstliche Korallen). Eine geringe Strömung ist essentiell. Die Fütterung muss mehrmals täglich mit Lebendfutter (Artemia, Mysis) erfolgen, da sie langsame Fresser sind und nur bewegliche Beute akzeptieren. Eine gute Wasserqualität ist unerlässlich.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: vulnerable
- Saisonalität: Die Fortpflanzung findet das ganze Jahr über statt, mit Spitzen in wärmeren Monaten. Keine spezifische saisonale Migration.
- Marktpreis: Hoch (aufgrund der Nachfrage im Aquarienhandel und für traditionelle Medizin)
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht für den Verzehr bestimmt.
- Textur: Nicht für den Verzehr bestimmt.
- Nährwert: Nicht für den Verzehr bestimmt.
Wichtige Fakten
Männliche Schwangerschaftbehavior
Wie bei allen Seepferdchenarten trägt das Männchen die Eier in einer speziellen Bauchtasche aus, bis die Jungtiere schlüpfen. Dies ist ein einzigartiges Merkmal in der Tierwelt.
Meister der Tarnungamazing
Das Dornen-Seepferdchen kann seine Farbe und sogar die Ausprägung seiner Hautanhängsel an seine Umgebung anpassen, um sich perfekt zu tarnen und Fressfeinden zu entgehen oder Beute aufzulauern.
Saugfresserbehavior
Seepferdchen haben keine Zähne und saugen ihre Beute (kleine Krebstiere) mit ihrer röhrenförmigen Schnauze blitzschnell ein. Sie sind Lauerjäger.
Monogame Tendenzenbehavior
Viele Seepferdchenarten, einschließlich Hippocampus histrix, zeigen monogames Verhalten und paaren sich über längere Zeiträume hinweg mit demselben Partner.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Seepferdchen sind empfindliche Tiere und sollten im Allgemeinen nicht angefasst werden. Ihre Haut ist dünn und anfällig für Verletzungen und Stress. Bei notwendigem Umgang (z.B. im Aquarienkontext) ist äußerste Vorsicht geboten, um die Tiere nicht zu verletzen oder zu stressen. Die Dornen sind nicht giftig, können aber bei unsachgemäßem Umgang zu kleinen Kratzern führen.
Ähnliche Arten
Kurzschnauzen-Seepferdchen
Hippocampus hippocampus
Hippocampus hippocampus hat eine deutlich kürzere Schnauze und weniger ausgeprägte, stumpfere Tuberkel auf dem Körper. Es ist zudem im Atlantik und Mittelmeer beheimatet, nicht im Indopazifik.
Großes Seepferdchen
Hippocampus guttulatus
Hippocampus guttulatus besitzt ebenfalls Tuberkel, diese sind jedoch weniger zahlreich und weniger dornenartig als bei H. histrix. Die Schnauze ist ebenfalls kürzer und die Art ist im Ostatlantik und Mittelmeer verbreitet.
Tiger-Seepferdchen
Hippocampus comes
Hippocampus comes hat oft eine gestreifte oder gebänderte Musterung und weniger ausgeprägte, kürzere Dornen. Die Schnauze ist ebenfalls kürzer und die Art ist im westlichen Pazifik verbreitet.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Syngnathiformes
- Familie
- Syngnathidae
- Gattung
- Hippocampus
- Art
- histrix
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