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App öffnenBeschreibung
Der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus) ist ein kleiner, bodenlebender Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche (Percidae). Er zeichnet sich durch seinen gedrungenen Körperbau, die stachelige Rückenflosse und die typische Färbung aus. Er ist in weiten Teilen Eurasiens verbreitet und gilt als anpassungsfähiger Opportunist, der sowohl in stehenden als auch in langsam fließenden Gewässern vorkommt. In einigen Regionen, insbesondere in Nordamerika, wo er als invasive Art eingeführt wurde, kann er ökologische Probleme verursachen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Der Rücken ist graugrün bis braun, die Flanken heller mit unregelmäßigen dunklen Flecken oder Bändern. Der Bauch ist weißlich. Die Flossen sind oft leicht getüpfelt.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Zwei deutlich getrennte Rückenflossen, wobei die vordere stachelstrahlig und die hintere weichstrahlig ist., Ein auffälliger, hoher Stachel auf dem Kiemendeckel., Große, hervorstehende Augen., Schleimige Haut.
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: Die erste ist hoch und stachelstrahlig (11-16 Stachelstrahlen), die zweite ist kürzer und weichstrahlig (1-2 Stachelstrahlen, 10-13 Weichstrahlen).
- Schwanzflosse
- Schwanzflosse leicht eingebuchtet oder gerade, abgerundet.
- Brustflosse
- Brustflossen abgerundet, relativ klein.
- Auffällige Flossen
- Bauchflossen brustständig, mit einem Stachel und 5 Weichstrahlen. Afterflosse mit 2 Stachelstrahlen und 5-6 Weichstrahlen.
Bestimmungstipps
Rückenflossen
Achten Sie auf die zwei deutlich getrennten Rückenflossen, wobei die vordere stachelig ist.
Kiemendeckelstachel
Der einzelne, scharfe Stachel auf dem Kiemendeckel ist ein gutes Erkennungsmerkmal.
Körperform
Der gedrungene, hochrückige Körperbau unterscheidet ihn von schlankeren Fischarten.
Augen
Die großen, hervorstehenden Augen sind charakteristisch.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen (bis ca. 30 Meter), kann aber auch tiefer vorkommen.
- Umgebung
- Lebt in Seen, Flüssen, Kanälen und Brackwasserbereichen. Bevorzugt schlammigen oder sandigen Bodengrund mit Pflanzenbewuchs oder Versteckmöglichkeiten. Toleriert auch trübes Wasser und geringen Sauerstoffgehalt.
- Geografische Verbreitung
- Weite Verbreitung in Europa und Nordasien, von Großbritannien und Skandinavien im Westen bis Sibirien im Osten. In Nordamerika (Große Seen) als invasive Art etabliert.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter
- Temperatur: 10-22°C
- pH-Wert: 6.5-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen friedlichen, nicht zu kleinen Kaltwasserfischen vergesellschaftet werden. Vorsicht bei sehr kleinen Fischen, die als Beute angesehen werden könnten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt gut strukturiertes Aquarium mit Versteckmöglichkeiten (Wurzeln, Steine) und feinem Bodengrund. Eine gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Verträgt keine hohen Temperaturen.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig fangbar, Laichzeit im Frühjahr (April-Juni).
- Marktpreis: Gering
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht erdig
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Frittieren, Räuchern, Suppe
- Nährwert: Geringer Fettgehalt, gute Proteinquelle.
Wichtige Fakten
Invasive Artinteresting
In Nordamerika, insbesondere in den Großen Seen, gilt der Kaulbarsch als invasive Art, die heimische Fischpopulationen durch Konkurrenz um Nahrung und Laichplätze sowie durch Prädation von Eiern und Larven negativ beeinflusst.
Nachtaktiver Jägerbehavior
Der Kaulbarsch ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Seine großen Augen sind an das Jagen bei schlechten Lichtverhältnissen angepasst.
Schleimhautinteresting
Die Haut des Kaulbarsches ist sehr schleimig, was ihm möglicherweise hilft, sich vor Parasiten und Fressfeinden zu schützen.
Anpassungsfähigbehavior
Der Kaulbarsch ist extrem anpassungsfähig an unterschiedliche Umweltbedingungen, einschließlich Gewässer mit geringem Sauerstoffgehalt und hoher Trübung, was zu seiner weiten Verbreitung beiträgt.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Stachelstrahlen der Rückenflosse und der Kiemendeckelstachel können schmerzhafte Stiche verursachen. Beim Hantieren ist Vorsicht geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Die Stiche sind nicht giftig, können aber zu Entzündungen führen.
Ähnliche Arten
Flussbarsch
Perca fluviatilis
Der Flussbarsch hat ebenfalls zwei Rückenflossen, die jedoch meist miteinander verbunden sind oder nur durch eine kleine Lücke getrennt sind. Er besitzt keine so ausgeprägten Stacheln auf dem Kiemendeckel und ist in der Regel größer und hochrückiger mit deutlichen dunklen Querstreifen.
Zander
Sander lucioperca
Der Zander ist deutlich größer und schlanker als der Kaulbarsch. Seine Rückenflossen sind ebenfalls getrennt, aber die erste Rückenflosse ist nicht so hoch und stachelig wie beim Kaulbarsch. Der Zander hat auch keine auffälligen Kiemendeckelstacheln.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Percidae
- Gattung
- Gymnocephalus
- Art
- cernuus
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