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App öffnenBeschreibung
Der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua) ist ein kleiner, bodenorientierter Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche (Percidae). Er zeichnet sich durch einen gedrungenen Körperbau, einen großen Kopf und eine charakteristische, durchgehende Rückenflosse aus, die in einen stacheligen und einen weichstrahligen Teil unterteilt ist. Er ist ein opportunistischer Fresser und spielt eine wichtige Rolle in den aquatischen Ökosystemen seines Verbreitungsgebiets.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Der Rücken ist meist graugrün bis bräunlich, die Flanken heller, oft gelblich-grau, mit unregelmäßigen dunklen Flecken oder Bändern. Die Bauchseite ist weißlich. Die Flossen sind oft getüpfelt oder gestreift.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Großer, stumpfer Kopf, Augen sitzen hoch am Kopf, Eine durchgehende Rückenflosse mit einem stacheligen vorderen und einem weichstrahligen hinteren Teil, Kleine, raue Schuppen, Vorkiemendeckel mit einem scharfen Dorn
- Rückenflosse
- Eine durchgehende Rückenflosse, die in einen vorderen, stacheligen Teil (11-16 Hartstrahlen) und einen hinteren, weichstrahligen Teil (10-14 Weichstrahlen) unterteilt ist, aber nicht vollständig getrennt.
- Schwanzflosse
- Leicht eingekerbt bis abgerundet.
- Brustflosse
- Relativ klein, abgerundet.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse besitzt 2-3 Hartstrahlen und 5-8 Weichstrahlen. Die Bauchflossen sind brustständig.
Bestimmungstipps
Rückenflosse
Die durchgehende Rückenflosse mit deutlich sichtbarem stacheligen und weichstrahligen Teil ist ein Schlüsselmerkmal. Im Gegensatz zum Flussbarsch sind die beiden Teile nicht vollständig getrennt.
Kopfform
Der große, stumpfe Kopf und die hoch sitzenden Augen sind charakteristisch.
Vorkiemendeckel
Der scharfe Dorn am Vorkiemendeckel ist ein weiteres eindeutiges Merkmal.
Körperfärbung
Die unregelmäßigen dunklen Flecken auf graugrünem bis bräunlichem Grund helfen bei der Unterscheidung.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen (1-10 Meter), kann aber auch in tieferen Bereichen vorkommen.
- Umgebung
- Lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern wie Seen, Flüssen, Kanälen und Brackwasserbereichen von Flussmündungen. Bevorzugt schlammigen oder sandigen Bodengrund und ist oft in der Nähe von Wasserpflanzen oder unter überhängenden Ufern zu finden. Toleriert auch trübes und sauerstoffarmes Wasser.
- Geografische Verbreitung
- Weit verbreitet in Europa und Nordasien, von Großbritannien und Skandinavien im Westen bis Sibirien im Osten. Im Süden reicht das Verbreitungsgebiet bis zu den Alpen und dem Schwarzen Meer.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: advanced
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter
- Temperatur: 10-20°C
- pH-Wert: 6.5-7.5
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Kann mit größeren, robusten Kaltwasserfischen vergesellschaftet werden, die nicht als Beute angesehen werden. Kleinere Fische oder Wirbellose werden gefressen.
- Besondere Anforderungen: Benötigt gut gefiltertes, sauerstoffreiches Wasser und eine Umgebung mit Versteckmöglichkeiten (Steine, Wurzeln) sowie feinem Bodengrund. Eine starke Strömung ist nicht ideal. Eine Kühlung des Aquariums kann in wärmeren Monaten notwendig sein.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig fangbar, Laichzeit im Frühjahr (März bis Mai).
- Marktpreis: Gering
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht erdig
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Frittieren, Räuchern
- Nährwert: Mageres Fleisch, reich an Proteinen und Omega-3-Fettsäuren.
Wichtige Fakten
Nachtaktiver Jägerbehavior
Der Kaulbarsch ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, wenn er auf Nahrungssuche geht.
Anpassungsfähiginteresting
Er ist sehr anpassungsfähig an unterschiedliche Wasserqualitäten und kann auch in trüben und sauerstoffarmen Gewässern überleben, was ihn zu einem robusten Fisch macht.
Laichverhaltenbehavior
Kaulbarsche laichen in den Monaten März bis Mai. Die Weibchen legen ihre klebrigen Eier in langen Bändern an Wasserpflanzen, Steinen oder anderen Unterwasserstrukturen ab.
Konkurrenz für andere Arteninteresting
In einigen Gewässern kann der Kaulbarsch in großen Mengen vorkommen und eine Nahrungskonkurrenz für andere Fischarten, insbesondere Jungfische von Hecht und Zander, darstellen.
Namensherkunftfunny
Der Name 'Kaulbarsch' leitet sich von seinem großen, 'kauligen' (dicken, runden) Kopf ab.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Stacheln der Rückenflosse und des Vorkiemendeckels sind scharf und können schmerzhafte Stiche verursachen. Beim Hantieren ist Vorsicht geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Es ist ratsam, einen Handschuh zu tragen oder den Fisch vorsichtig mit einem feuchten Tuch zu greifen.
Ähnliche Arten
Flussbarsch
Perca fluviatilis
Der Flussbarsch hat zwei deutlich getrennte Rückenflossen. Seine Körperfärbung ist oft intensiver mit deutlichen dunklen Querstreifen und rötlichen Flossen. Der Kaulbarsch hat einen größeren Kopf im Verhältnis zum Körper und eine durchgehende Rückenflosse.
Zander
Sander lucioperca
Der Zander ist deutlich größer und schlanker als der Kaulbarsch. Er hat ebenfalls zwei getrennte Rückenflossen und eine silbrigere Färbung mit dunklen Querstreifen. Der Zander hat auch keine so ausgeprägten Stacheln am Vorkiemendeckel.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Percidae
- Gattung
- Gymnocephalus
- Art
- cernua
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