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App öffnenBeschreibung
Der Don-Kaulbarsch (Gymnocephalus acerinum) ist eine Süßwasserfischart aus der Familie der Percidae (Echte Barsche). Er ist eng mit dem gewöhnlichen Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua) verwandt, unterscheidet sich jedoch in mehreren morphologischen Merkmalen und seiner geografischen Verbreitung. Es handelt sich um einen relativ kleinen, bodenbewohnenden Fisch, der sich durch seine stacheligen Flossen und eine eher unscheinbare Färbung auszeichnet. Er ist ein opportunistischer Fresser und spielt eine Rolle in den aquatischen Nahrungsnetzen seines Verbreitungsgebiets.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Grau-braun bis olivgrün auf dem Rücken, Seiten heller mit unregelmäßigen dunklen Flecken oder Bändern, Bauch weißlich. Die Flossen sind oft getupft oder gestreift.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- subterminal
- Besondere Merkmale
- Zwei deutlich getrennte Rückenflossen, wobei die erste stachelstrahlig und die zweite weichstrahlig ist., Große Augen, die relativ weit oben am Kopf sitzen., Ein kleiner, unterständiger Mund., Kiemendeckel mit einem scharfen Dorn., Kleine, raue Schuppen (ctenoid)., Im Vergleich zum gewöhnlichen Kaulbarsch (G. cernua) hat G. acerinum eine höhere Anzahl an Weichstrahlen in der zweiten Rückenflosse (13-16 vs. 11-13) und eine geringere Anzahl an Schuppen entlang der Seitenlinie (33-38 vs. 35-40).
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: Die erste ist hoch und stachelstrahlig (11-15 Stachelstrahlen), die zweite ist kürzer und weichstrahlig (13-16 Weichstrahlen).
- Schwanzflosse
- Gabelig bis leicht ausgerandet.
- Brustflosse
- Relativ klein, abgerundet.
- Auffällige Flossen
- Die stachelige erste Rückenflosse und der Dorn am Kiemendeckel sind charakteristisch für die Gattung Gymnocephalus.
Bestimmungstipps
Rückenflossen
Achten Sie auf die zwei deutlich getrennten Rückenflossen, wobei die erste stachelstrahlig ist. Zählen Sie die Weichstrahlen der zweiten Rückenflosse (13-16 bei G. acerinum).
Kiemendeckeldorn
Der scharfe Dorn am Kiemendeckel ist ein gutes Erkennungsmerkmal für die Gattung Gymnocephalus.
Schuppenanzahl
Für eine sichere Unterscheidung vom gewöhnlichen Kaulbarsch (G. cernua) kann die Anzahl der Schuppen entlang der Seitenlinie (33-38 bei G. acerinum) herangezogen werden, erfordert jedoch eine genaue Untersuchung.
Körperform und Färbung
Der Körper ist schlanker als der des gewöhnlichen Kaulbarschs, und die Färbung ist oft etwas kontrastreicher mit deutlicherer Fleckenzeichnung.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen (0,5 - 10 Meter), kann aber auch in tieferen Bereichen vorkommen.
- Umgebung
- Lebt in Flüssen und größeren Bächen mit klarem, sauerstoffreichem Wasser und sandigem oder kiesigem Bodengrund. Bevorzugt Bereiche mit mäßiger Strömung und Versteckmöglichkeiten unter Steinen oder Pflanzen. Weniger tolerant gegenüber stehenden Gewässern als der gewöhnliche Kaulbarsch.
- Geografische Verbreitung
- Endemisch im Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres, insbesondere in den Flüssen Don, Dnjepr, Dnjestr, Bug und deren Nebenflüssen. Die Typuslokalität ist der Fluss Don.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter
- Temperatur: 10-20°C
- pH-Wert: 7.0-8.0
- Härte: 10-20 dGH
- Verträglichkeit: Am besten in einem Artenbecken oder mit anderen kühlen Süßwasserfischen ähnlicher Größe und Temperament, die keine Flossenbeißer sind. Nicht für Gesellschaftsbecken mit tropischen Fischen geeignet.
- Besondere Anforderungen: Benötigt klares, gut sauerstoffreiches Wasser mit Strömung und Versteckmöglichkeiten (Steine, Wurzeln). Ein sandiger oder feinkiesiger Bodengrund ist ideal, da er gerne im Substrat nach Nahrung sucht. Sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen und schlechter Wasserqualität.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig aktiv, Laichzeit im Frühjahr (März-Mai).
- Marktpreis: Gering
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht erdig
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Frittieren, Kochen
- Nährwert: Geringer Fettgehalt, gute Proteinquelle.
Wichtige Fakten
Endemische Artinteresting
Der Don-Kaulbarsch ist eine endemische Art des Schwarzmeer-Einzugsgebiets, was seine geografische Verbreitung auf diese Region beschränkt.
Nachtaktiver Jägerbehavior
Obwohl er tagsüber aktiv sein kann, ist der Don-Kaulbarsch oft dämmerungs- und nachtaktiv, wenn er auf Nahrungssuche geht.
Bodenbewohnerbehavior
Diese Art ist primär benthisch, das heißt, sie lebt und ernährt sich hauptsächlich am Gewässerboden.
Indikator für Wasserqualitätinteresting
Aufgrund seiner Präferenz für klares, sauerstoffreiches Wasser kann das Vorkommen des Don-Kaulbarschs als Indikator für eine gute Wasserqualität dienen.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Beim Hantieren mit dem Don-Kaulbarsch ist Vorsicht geboten, da die Stachelstrahlen der ersten Rückenflosse und der Dorn am Kiemendeckel schmerzhafte Stiche verursachen können. Obwohl nicht giftig, können diese Stiche zu lokalen Schwellungen und Entzündungen führen. Es wird empfohlen, einen Fischgreifer oder dicke Handschuhe zu verwenden.
Ähnliche Arten
Kaulbarsch
Gymnocephalus cernua
Der gewöhnliche Kaulbarsch hat in der Regel 11-13 Weichstrahlen in der zweiten Rückenflosse und 35-40 Schuppen entlang der Seitenlinie. Sein Körper ist oft gedrungener und die Fleckenzeichnung weniger ausgeprägt. Er ist auch in stehenden Gewässern häufiger anzutreffen.
Amur-Kaulbarsch
Gymnocephalus ambriaelacus
Der Amur-Kaulbarsch ist eine erst kürzlich beschriebene Art aus dem Amur-Becken. Er unterscheidet sich genetisch und in subtilen morphologischen Merkmalen, wie der Anzahl der Flossenstrahlen und Wirbel, vom Don-Kaulbarsch. Sein Verbreitungsgebiet ist geografisch weit getrennt.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Percidae
- Gattung
- Gymnocephalus
- Art
- Gymnocephalus acerinum
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