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Die Schwarzgrundel (Gobius niger) ist eine weit verbreitete Grundelart, die in europäischen Küstengewässern vorkommt. Sie zeichnet sich durch ihre dunkle Färbung und ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Substrate aus. Männchen entwickeln während der Laichzeit eine intensivere Schwarzfärbung und ausgeprägte Flossen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der benthischen Nahrungskette und dient als Beute für größere Fische und Vögel.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Variiert von hellbraun bis dunkelgrau oder schwarz, oft mit dunkleren Flecken oder Bändern. Männchen sind während der Laichzeit tiefschwarz mit leuchtend blauen Rändern an den Flossen. Die erste Rückenflosse besitzt oft einen dunklen Fleck am vorderen oberen Rand.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Zwei getrennte Rückenflossen, Brustflossen mit freien Strahlen an der Oberkante, Ventralflossen zu einer Saugscheibe verwachsen, Großer Kopf mit großen Augen, Deutlicher dunkler Fleck auf dem vorderen Teil der ersten Rückenflosse
- Rückenflosse
- Zwei Rückenflossen: D1 VI-VII (Stachelstrahlen), D2 I/11-14 (Weichstrahlen). Die erste Rückenflosse ist höher als die zweite.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht gestutzt, 15-17 Weichstrahlen.
- Brustflosse
- 17-20 Strahlen, die oberen Strahlen sind oft frei und fadenförmig verlängert.
- Auffällige Flossen
- Die Bauchflossen sind zu einer trichterförmigen Saugscheibe verwachsen, die zum Festhalten an Substraten dient.
Bestimmungstipps
Färbung
Achten Sie auf die variable, aber meist dunkle Färbung (braun, grau, schwarz) und den charakteristischen dunklen Fleck auf der ersten Rückenflosse.
Flossen
Die zwei getrennten Rückenflossen und die zu einer Saugscheibe verwachsenen Bauchflossen sind eindeutige Merkmale. Die fadenförmigen oberen Brustflossenstrahlen sind ebenfalls hilfreich.
Körperform
Der relativ große Kopf und der gedrungene, zylindrische Körper sind typisch für Grundeln.
Lebensraum
- Wassertyp
- brackish
- Tiefe
- 0-75 Meter, typischerweise in flachen Küstengewässern
- Umgebung
- Bevorzugt sandige, schlammige oder kiesige Böden, oft in Seegraswiesen (Zostera, Posidonia), Flussmündungen, Lagunen, Häfen und Küstenbereichen mit Süßwassereinfluss. Versteckt sich gerne unter Steinen, Muscheln oder in Höhlen.
- Geografische Verbreitung
- Nordostatlantik von Norwegen bis Marokko, Mittelmeer, Schwarzes Meer, Azoren, Kanarische Inseln. Auch in der Ostsee verbreitet.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: territorial
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter
- Temperatur: 10-24°C
- pH-Wert: 7.5-8.5
- Härte: 10-25 dGH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen robusten, nicht-aggressiven Salzwasserfischen vergesellschaftet werden, benötigt jedoch ausreichend Versteckmöglichkeiten und Territorien. Kleinere, friedliche Arten könnten gestresst oder als Beute angesehen werden.
- Besondere Anforderungen: Benötigt einen sandigen oder kiesigen Bodengrund mit vielen Versteckmöglichkeiten (Steine, Höhlen, leere Muschelschalen). Eine gute Filterung und stabile Wasserparameter sind essentiell. Salinität sollte dem natürlichen Lebensraum entsprechen (Brack- bis Salzwasser).
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig zu finden, Laichzeit variiert regional, typischerweise Frühling bis Sommer.
- Marktpreis: Gering
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Fest, weißes Fleisch
- Zubereitungsarten: Braten, Frittieren, Dünsten, Suppen
- Nährwert: Gute Proteinquelle, geringer Fettgehalt, enthält Omega-3-Fettsäuren.
Wichtige Fakten
Brutpflegebehavior
Männliche Schwarzgrundeln sind für die Brutpflege zuständig. Sie bewachen die Eier, die unter Steinen oder in Muschelschalen abgelegt werden, und fächeln ihnen frisches Wasser zu.
Farbwechselinteresting
Die Schwarzgrundel kann ihre Farbe an den Untergrund anpassen, um sich besser zu tarnen. Männchen nehmen während der Laichzeit eine tiefschwarze Färbung an, um Weibchen anzulocken.
Saugscheibeamazing
Die zu einer Saugscheibe verwachsenen Bauchflossen ermöglichen es der Schwarzgrundel, sich auch bei starker Strömung oder Wellengang fest an Steinen oder anderen Substraten zu halten.
Nahrungsspektrumbehavior
Als opportunistischer Räuber ernährt sich die Schwarzgrundel von einer Vielzahl kleiner Wirbelloser, darunter Krebstiere, Würmer und kleine Mollusken, sowie von Fischlarven und -eiern.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Die Schwarzgrundel ist nicht giftig oder gefährlich. Beim Hantieren ist Vorsicht geboten, um den Fisch nicht zu verletzen. Die Stachelstrahlen der Rückenflossen können stechen, sind aber harmlos.
Ähnliche Arten
Sandgrundel
Pomatoschistus minutus
Kleiner (max. 11 cm), schlanker, hellere Färbung, oft mit einer Reihe dunkler Flecken entlang der Seitenlinie. Der dunkle Fleck auf der ersten Rückenflosse der Schwarzgrundel fehlt oder ist weniger ausgeprägt.
Mittelmeer-Grundel
Gobius cobitis
Deutlich größer (bis 27 cm), kräftiger gebaut, oft mit helleren Querbinden. Der dunkle Fleck auf der ersten Rückenflosse ist bei G. cobitis nicht vorhanden oder anders geformt.
Felsen-Grundel
Gobius paganellus
Hat einen weißen Saum an der ersten Rückenflosse und keine freien Brustflossenstrahlen. Die Färbung ist oft dunkler und marmorierter.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Gobiiformes
- Familie
- Gobiidae
- Gattung
- Gobius
- Art
- Gobius niger
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