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App öffnenBeschreibung
Der Flösselhecht (Erpetoichthys calabaricus) ist ein einzigartiger Süßwasserfisch aus der Familie der Flösselhechte (Polypteridae). Er zeichnet sich durch seinen aalartigen, langgestreckten Körper und die charakteristischen, einzelnen Rückenflossenstrahlen aus, die ihm den Namen 'Flösselhecht' verleihen. Diese Art ist ein lebendes Fossil und repräsentiert eine sehr alte Fischlinie mit primitiven Merkmalen, wie zum Beispiel Lungen, die es ihm ermöglichen, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- eel-like
- Färbung
- Die Grundfärbung variiert von olivgrün bis bräunlich auf dem Rücken und den Flanken, wobei die Bauchseite heller, oft gelblich-weiß, ist. Manchmal sind dunklere Flecken oder eine marmorierte Musterung vorhanden. Die Flossen sind meist einfarbig oder leicht getupft.
- Schuppentyp
- ganoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Aalartiger, langgestreckter Körper, Mehrere einzelne Rückenflossenstrahlen (Flössel), Paarige, fleischige Brustflossen an kurzen Stielen, Ganoidschuppen, Paarige Lungen zur Atmung von atmosphärischem Sauerstoff, Äußere Nasenlöcher sind röhrenförmig
- Rückenflosse
- Besteht aus 5 bis 18 einzelnen, voneinander unabhängigen Flösseln, die jeweils einen Flossenstrahl tragen. Diese Flössel sind beweglich und können aufgestellt oder angelegt werden.
- Schwanzflosse
- Abgerundet und symmetrisch (diphicerker Schwanzflossentyp), verschmilzt optisch mit dem Körperende.
- Brustflosse
- Paarige, fleischige Brustflossen, die an kurzen, muskulösen Stielen sitzen und an die Gliedmaßen von Landwirbeltieren erinnern. Sie werden zur Fortbewegung und zum Abstützen genutzt.
- Auffällige Flossen
- Keine Bauchflossen vorhanden. Die Afterflosse ist klein und sitzt weit hinten am Körper.
Bestimmungstipps
Körperform
Der extrem langgestreckte, aalartige Körper ist das auffälligste Merkmal.
Rückenflossen
Die Reihe von 5 bis 18 kleinen, einzelnen Flösseln auf dem Rücken ist einzigartig und unterscheidet ihn von allen anderen Fischen.
Brustflossen
Die stielartigen, fleischigen Brustflossen sind ebenfalls ein klares Erkennungsmerkmal.
Atmung
Oft an der Wasseroberfläche zu beobachten, wo er Luft schnappt, um seine Lungen zu füllen.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flache, ufernahe Bereiche mit dichter Vegetation und Schlammboden.
- Umgebung
- Lebt in langsam fließenden Flüssen, Bächen, Sümpfen und Überschwemmungsgebieten. Bevorzugt schlammige oder sandige Böden und dichte Unterwasserpflanzen oder Wurzelgeflechte als Verstecke.
- Geografische Verbreitung
- Westafrika, von Nigeria (Calabar River, daher der Artname) über Kamerun, Gabun bis zur Republik Kongo. Auch im Nigerdelta und im Ogowe-Flussbecken verbreitet.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 200 Liter (für ein Einzeltier, größere Becken für Gruppen)
- Temperatur: 24-28°C
- pH-Wert: 6.0-7.5
- Härte: 5-15 dGH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen friedlichen, mittelgroßen bis großen Fischen vergesellschaftet werden, die nicht ins Maul passen. Kleine Fische werden als Beute angesehen. Nicht mit aggressiven oder sehr territorialen Arten halten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut abgedecktes Aquarium, da er ein Meister im Entweichen ist. Viele Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln, Steinen und dichter Bepflanzung sind essenziell. Ein weicher Bodengrund (Sand) ist vorzuziehen, da er sich gerne eingräbt. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Zugang zur Wasseroberfläche für die Atmung ist zwingend erforderlich.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Keine spezifische saisonale Verfügbarkeit im Handel, da meist Nachzuchten oder Wildfänge aus stabilen Populationen stammen.
- Marktpreis: Variiert je nach Größe und Herkunft, meist im mittleren Preissegment für Aquarienfische.
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Nicht bekannt, wird in der Regel nicht als Speisefisch genutzt.
- Textur: Nicht bekannt.
- Nährwert: Nicht bekannt.
Wichtige Fakten
Lebendes Fossilevolution
Der Flösselhecht gehört zu den Polypteridae, einer sehr alten Fischfamilie, deren Ursprünge bis in die Kreidezeit zurückreichen. Er hat viele primitive Merkmale beibehalten.
Lungenatmungamazing
Er besitzt paarige Lungen, die es ihm ermöglichen, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen. Dies ist eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer und erlaubt ihm, auch außerhalb des Wassers für kurze Zeit zu überleben.
Meister der Fluchtbehavior
Flösselhechte sind bekannt dafür, dass sie sich durch kleinste Öffnungen zwängen können. Aquarien müssen daher extrem gut abgedeckt sein, um ein Entweichen zu verhindern.
Keine Bauchflosseninteresting
Im Gegensatz zu allen anderen Arten der Familie Polypteridae besitzt Erpetoichthys calabaricus keine Bauchflossen, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Der Flösselhecht ist nicht giftig oder gefährlich. Beim Hantieren sollte man vorsichtig sein, da er sehr glitschig ist und sich winden kann. Er kann auch versuchen zu beißen, was aber harmlos ist. Aufgrund seiner Fähigkeit, sich durch kleinste Spalten zu zwängen, ist beim Umsetzen oder Transport besondere Vorsicht geboten, um ein Entweichen zu verhindern.
Ähnliche Arten
Flösselhechte (Gattung Polypterus)
Polypterus spp.
Alle anderen Arten der Gattung Polypterus haben Bauchflossen, die dem Flösselhecht (Erpetoichthys calabaricus) fehlen. Zudem sind die Polypterus-Arten in der Regel kräftiger gebaut und haben einen weniger aalartigen Körperbau.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Polypteriformes
- Familie
- Polypteridae
- Gattung
- Erpetoichthys
- Art
- calabaricus
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