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App öffnenBeschreibung
Engraulis japonicus ist eine kleine, pelagische Schwarmfischart, die zur Familie der Engraulidae (Sardellen) gehört. Sie ist von erheblicher ökologischer und kommerzieller Bedeutung in den Gewässern Ostasiens. Charakteristisch ist ihr schlanker, zylindrischer Körper und das typische, weit nach hinten reichende Maul, das unterhalb der Schnauze beginnt. Diese Art ist ein wichtiger Bestandteil der marinen Nahrungskette und dient als Beute für eine Vielzahl größerer Raubfische, Meeressäuger und Seevögel.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Silbrig-blau auf dem Rücken, silbrig-weiß am Bauch. Oft mit einem undeutlichen, silbrigen Seitenstreifen.
- Schuppentyp
- cycloid
- Maulstellung
- inferior
- Besondere Merkmale
- Großes, endständiges Maul, das weit hinter die Augen reicht., Die Schnauze ist kurz und stumpf, ragt über das Maul hinaus., Keine Seitenlinie sichtbar., Kleine, leicht abfallende Schuppen.
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse, relativ kurz und mittig am Körper platziert, mit 12-15 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Tief gegabelte Schwanzflosse, typisch für pelagische Schwimmer.
- Brustflosse
- Brustflossen sind klein und tief am Körper angesetzt.
- Auffällige Flossen
- Bauchflossen sind klein und liegen weit vorne, unterhalb der Brustflossen. Keine Fettflosse.
Bestimmungstipps
Maul
Das charakteristische, sehr große Maul, das weit hinter die Augen reicht und unterhalb der Schnauze beginnt, ist ein Schlüsselmerkmal zur Unterscheidung von Heringen und anderen Sardellenarten.
Körperform
Der schlanke, zylindrische Körper und die silbrige Färbung sind typisch für pelagische Schwarmfische.
Schnauze
Die kurze, stumpfe Schnauze, die das Maul überragt, ist ein weiteres wichtiges Merkmal der Gattung Engraulis.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Pelagisch, typischerweise in Oberflächennähe bis etwa 100 Meter Tiefe.
- Umgebung
- Küstennahe Gewässer, Ästuare und offenes Meer, oft über Schelfgebieten. Bildet große Schwärme.
- Geografische Verbreitung
- Westlicher Pazifik, von der Küste Japans und Koreas über das Gelbe Meer, Ostchinesische Meer bis zur Küste Chinas und Taiwan. Auch im Ochotskischen Meer und im Japanischen Meer verbreitet.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: filter_feeder
- Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet
- Temperatur: 10-25°C
- pH-Wert: 7.8-8.4
- Härte: Salzwasser
- Verträglichkeit: Nicht für Heimaquarien geeignet; in Forschungseinrichtungen nur mit Artgenossen in großen Schwärmen.
- Besondere Anforderungen: Benötigt extrem große Becken, konstante Wasserqualität, spezielle Filteranlagen für Planktonfütterung und die Möglichkeit, große Schwärme zu halten. Sehr stressanfällig in Gefangenschaft.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Die Laichzeiten und damit die Verfügbarkeit variieren regional, typischerweise Frühling bis Herbst, mit Spitzen in den wärmeren Monaten.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Region, Saison und Verarbeitungsform (frisch, getrocknet, verarbeitet zu Fischsauce oder Fischmehl).
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Intensiv, salzig, umami-reich, besonders nach Fermentation oder Trocknung.
- Textur: Zart und weich, wenn frisch; fester und zäher, wenn getrocknet oder verarbeitet.
- Zubereitungsarten: Frisch gebraten oder frittiert, Getrocknet und gesalzen, Fermentiert zu Fischsauce (z.B. Nam Pla, Nuoc Mam), Verarbeitet zu Fischpaste, Als Zutat in Suppen und Eintöpfen
- Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen, Kalzium und Vitamin D.
Wichtige Fakten
Ökologische Bedeutungbehavior
Die Japanische Sardelle ist ein Eckpfeiler des marinen Ökosystems im westlichen Pazifik und eine primäre Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Raubfischen, Meeressäugern und Seevögeln.
Kommerzielle Fischereiinteresting
Sie ist eine der am intensivsten befischten Arten in Ostasien und bildet die Grundlage für bedeutende Fischereien in Japan, Korea und China.
Kurze Lebensdauerbehavior
Japanische Sardellen haben eine relativ kurze Lebensdauer von typischerweise 1-3 Jahren, was schnelle Populationsschwankungen ermöglicht.
Schwärmebehavior
Sie bilden riesige Schwärme, die oft an der Oberfläche zu finden sind, was sie anfällig für die Fischerei macht.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Wie bei allen Fischen ist Hygiene beim Umgang mit rohem Fisch wichtig.
Ähnliche Arten
Europäische Sardelle
Engraulis encrasicolus
Engraulis japonicus hat tendenziell eine etwas höhere Anzahl an Wirbeln (44-47 vs. 45-49 bei E. japonicus) und eine leicht abweichende Anzahl an Kiemenreusenstrahlen. Die geografische Verbreitung ist der primäre Unterscheidungsfaktor.
Nördliche Sardelle
Engraulis mordax
E. mordax ist im östlichen Pazifik verbreitet. Morphologisch sehr ähnlich, aber die Anzahl der Kiemenreusenstrahlen und Wirbel kann leicht variieren. Die geografische Isolation ist hier entscheidend.
Japanischer Hering
Clupea pallasii marisalbi
Heringe (Clupeidae) haben ein endständiges Maul, das nicht so weit nach hinten reicht wie bei Sardellen. Ihre Körper sind oft seitlich stärker abgeflacht und sie besitzen keine überragende Schnauze.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Clupeiformes
- Familie
- Engraulidae
- Gattung
- Engraulis
- Art
- Engraulis japonicus
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