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App öffnenBeschreibung
Dasyatis pastinaca, bekannt als Gemeiner Stechrochen, ist eine weit verbreitete Rochenart, die in den Küstengewässern des Ostatlantiks und des Mittelmeers vorkommt. Er ist bekannt für seinen abgeflachten, scheibenförmigen Körper und den peitschenartigen Schwanz, der einen oder mehrere giftige Stachel trägt. Diese Art ist ein benthischer Räuber, der sich hauptsächlich von bodenlebenden Wirbellosen und kleinen Fischen ernährt. Seine Tarnfärbung ermöglicht es ihm, sich effektiv im Sediment zu verbergen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- flat
- Färbung
- Die Rückenseite variiert von graubraun über olivgrün bis sandfarben, oft mit dunkleren Flecken oder Marmorierungen, die eine hervorragende Tarnung auf dem Meeresboden bieten. Die Bauchseite ist weißlich bis cremefarben.
- Schuppentyp
- placoid
- Maulstellung
- inferior
- Besondere Merkmale
- Breite, rautenförmige Körperscheibe, Langer, peitschenartiger Schwanz, der länger als die Körperscheibe ist, Ein bis drei gezackte, giftige Stachel auf dem Schwanz, Kleine Augen, gefolgt von großen Spritzlöchern (Spiracula), Glatte Haut ohne Dornen oder Tuberkel auf der Scheibe (im Gegensatz zu vielen anderen Rochenarten)
- Rückenflosse
- Fehlt oder ist stark reduziert, oft nur als kleiner Kiel vor dem Stachel vorhanden.
- Schwanzflosse
- Sehr lang und peitschenartig, ohne Flossenlappen, aber mit einem oder mehreren giftigen Stacheln.
- Brustflosse
- Groß und flügelartig, bilden die Hauptkörperscheibe.
- Auffällige Flossen
- Keine Afterflosse. Die Beckenflossen sind klein und liegen unter der Körperscheibe.
Bestimmungstipps
Körperform
Achten Sie auf die breite, rautenförmige Scheibe und den sehr langen, peitschenartigen Schwanz.
Schwanzstachel
Der oder die giftigen Stachel auf dem Schwanz sind ein eindeutiges Merkmal. Vorsicht ist geboten!
Hautbeschaffenheit
Die glatte Haut ohne Dornen auf der Scheibe unterscheidet ihn von vielen anderen Rochenarten.
Farbe
Die variable, aber meist unauffällige Oberseite hilft bei der Tarnung auf dem Meeresboden.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in Tiefen von 1 bis 200 Metern, bevorzugt aber flachere Küstengewässer bis etwa 60 Meter. Gelegentlich auch in tieferen Gewässern bis 200 Meter gefunden.
- Umgebung
- Benthisch, bewohnt sandige oder schlammige Böden, Seegraswiesen und felsige Riffe. Oft in Ästuaren und Lagunen anzutreffen, da er eine gewisse Toleranz gegenüber Brackwasser aufweist.
- Geografische Verbreitung
- Ostatlantik von Norwegen und der südlichen Nordsee bis nach Mauretanien, einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeira. Weit verbreitet im gesamten Mittelmeer und im Schwarzen Meer.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet (benötigt sehr große, spezialisierte Anlagen)
- Temperatur: 18-24°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: Meerwasser
- Verträglichkeit: Nur mit sehr großen, robusten Fischarten, die nicht als Beute angesehen werden. Nicht mit kleineren Fischen oder Wirbellosen vergesellschaften.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein extrem großes Becken mit feinem Sandboden zum Eingraben. Eine sehr gute Filtration und stabile Wasserparameter sind unerlässlich. Aufgrund seiner Größe und des giftigen Stachels ist die Haltung nur in spezialisierten öffentlichen Aquarien oder Forschungseinrichtungen praktikabel.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: near threatened
- Saisonalität: Ganzjährig anzutreffen, kann aber saisonale Wanderungen in wärmere oder kältere Gewässer unternehmen, abhängig von der Wassertemperatur und Nahrungsverfügbarkeit.
- Marktpreis: Variiert regional, oft als Beifang oder für den lokalen Verzehr
- Kommerzielle Bedeutung: low
- Geschmack: Mild, leicht süßlich
- Textur: Fest, fleischig, ähnlich wie Jakobsmuscheln oder Hühnchen
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dünsten, Frittieren
- Nährwert: Gute Proteinquelle, geringer Fettgehalt. Der Verzehr ist sicher, nachdem der giftige Stachel entfernt wurde.
Wichtige Fakten
Tarnmeisterbehavior
Der Gemeine Stechrochen kann sich innerhalb von Sekunden vollständig im Sand oder Schlamm vergraben, sodass nur noch seine Augen und Spritzlöcher sichtbar sind, um auf Beute zu lauern oder sich vor Fressfeinden zu schützen.
Giftiger Verteidigeramazing
Der Schwanzstachel des Stechrochens ist nicht nur scharf und gezackt, sondern auch mit einer Giftdrüse verbunden. Das Gift ist ein Protein-Toxin, das starke Schmerzen und Gewebeschäden verursacht.
Elektrische Sinnebehavior
Wie alle Haie und Rochen besitzt der Gemeine Stechrochen Lorenzinische Ampullen, spezielle Elektrorezeptoren, mit denen er die schwachen elektrischen Felder seiner Beute im Sediment wahrnehmen kann.
Lebendgebärendbehavior
Dasyatis pastinaca ist ovovivipar, das heißt, die Eier entwickeln sich im Mutterleib und die Jungtiere schlüpfen lebend. Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von etwa 4 Monaten 4 bis 9 Jungtiere zur Welt.
Sicherheitsinformationen
Giftig- Sicherheitsstufe: venomous
- Giftig: Ja
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Der Gemeine Stechrochen besitzt einen oder mehrere giftige Stachel auf seinem Schwanz, die bei Bedrohung als Verteidigungsmechanismus eingesetzt werden. Ein Stich ist extrem schmerzhaft und kann zu Schwellungen, Krämpfen, Übelkeit und in seltenen Fällen zu schwerwiegenderen systemischen Reaktionen führen. Bei einem Stich sollte die Wunde sofort mit heißem Wasser (ca. 45-50°C) gespült werden, um das hitzeempfindliche Gift zu denaturieren, und umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Vermeiden Sie direkten Kontakt mit dem Schwanz und treten Sie beim Waten in flachen Gewässern vorsichtig auf, um die Tiere nicht zu erschrecken und einen Stich zu provozieren.
Ähnliche Arten
Blauer Stechrochen
Neotrygon kuhlii (früher Dasyatis kuhlii)
Hat auffällige blaue Flecken auf der Oberseite und ist kleiner. Kommt im Indopazifik vor, nicht im Atlantik/Mittelmeer.
Marmor-Stechrochen
Dasyatis marmorata
Hat eine ausgeprägtere Marmorierung oder Fleckenmuster auf der Oberseite und ist oft in wärmeren Gewässern des Ostatlantiks und Mittelmeers zu finden. Die Unterscheidung kann schwierig sein und erfordert oft genaue morphologische Merkmale.
Adlerrochen
Myliobatis aquila
Hat eine deutlich andere Körperform mit einem hervorstehenden Kopf und 'Flügeln', die eher an Vögel erinnern. Der Schwanz ist ebenfalls peitschenartig, aber die Scheibe ist anders geformt.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Chondrichthyes
- Ordnung
- Myliobatiformes
- Familie
- Dasyatidae
- Gattung
- Dasyatis
- Art
- Dasyatis pastinaca
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