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Crangon crangon, allgemein bekannt als Nordseegarnele oder Sandgarnele, ist eine kleine, benthische Garnelenart, die in den Küstengewässern des Nordostatlantiks und der Nordsee weit verbreitet ist. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeit, sich schnell in den Sand einzugraben, um Fressfeinden zu entgehen. Diese Art spielt eine wichtige ökologische Rolle als Beute für viele Fischarten und als Detritusfresser. Sie ist auch von großer kommerzieller Bedeutung in der Fischerei.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Die Färbung ist variabel und passt sich dem Untergrund an, typischerweise sandfarben, grau-braun bis grünlich-braun, oft mit feinen dunklen Sprenkeln. Dies dient der Tarnung im Sediment.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- inferior
- Besondere Merkmale
- Flacher, breiter Körperbau, der zum Eingraben geeignet ist., Kurzes Rostrum ohne Zähne., Kein Dorn auf dem Carapax hinter dem Rostrum., Die Augen sind klein und sitzen auf kurzen Stielen., Die Antennen sind lang und fadenförmig., Die Beine sind kräftig und zum Graben modifiziert.
- Rückenflosse
- Nicht zutreffend (Krebstier)
- Schwanzflosse
- Fächerförmiger Schwanz (Telson und Uropoden) zum schnellen Rückwärtsschwimmen und Eingraben.
- Brustflosse
- Nicht zutreffend (Krebstier)
- Auffällige Flossen
- Die ersten beiden Schreitbeinpaare tragen Scheren, wobei die erste Schere subchelat ist (Scherenfinger klappt gegen einen festen Fortsatz der Handfläche).
Bestimmungstipps
Rostrum
Kurz und glatt, ohne Zähne, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu vielen anderen Garnelenarten ist.
Carapax
Fehlt ein Dorn hinter dem Rostrum, im Gegensatz zu vielen anderen Garnelenarten.
Färbung
Anpassungsfähig an den Untergrund, meist sandfarben bis bräunlich-grau, was eine hervorragende Tarnung bietet.
Größe
Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von 5-8 cm, selten bis zu 9 cm.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Von der Gezeitenzone bis in Tiefen von etwa 150 Metern, typischerweise jedoch in flacheren Küstengewässern.
- Umgebung
- Bevorzugt weiche, sandige oder schlammige Böden in Ästuaren, Buchten und küstennahen Bereichen. Toleriert Brackwasserbedingungen und kann auch in Flussmündungen gefunden werden.
- Geografische Verbreitung
- Nordostatlantik, von der Barentssee bis zur marokkanischen Küste, einschließlich der Nordsee, Ostsee (westlicher Teil), Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 60L
- Temperatur: 10-20°C
- pH-Wert: 7.5-8.5
- Härte: 10-25 dGH
- Verträglichkeit: Friedlich mit den meisten kleinen, nicht-aggressiven Fischen und anderen Wirbellosen. Nicht mit großen, räuberischen Fischen vergesellschaften.
- Besondere Anforderungen: Benötigt einen feinen Sandboden zum Eingraben. Eine gute Wasserqualität und stabile Parameter sind entscheidend. Versteckmöglichkeiten durch Steine oder Wurzeln sind vorteilhaft.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, Hauptfangsaison variiert regional, oft im Frühjahr und Herbst am intensivsten.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Saison, aber generell ein hochpreisiges Produkt.
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Mild, süßlich, leicht nussig
- Textur: Fest, zart
- Zubereitungsarten: Kochen, Braten, Dämpfen, Grillen, In Salaten, Als Beilage
- Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12 und Selen. Fettarm.
Wichtige Fakten
Meister der Tarnungbehavior
Die Nordseegarnele kann ihre Farbe innerhalb weniger Stunden an den Untergrund anpassen, um sich vor Fressfeinden zu verstecken.
Geschlechtsumwandlungbehavior
Einige Populationen der Nordseegarnele zeigen Protandrie, d.h., sie entwickeln sich zuerst als Männchen und wechseln später im Leben zum Weibchen.
Wanderverhaltenbehavior
Nordseegarnelen zeigen saisonale Wanderungen: Im Winter ziehen sie in tiefere, wärmere Gewässer, während sie im Frühjahr und Sommer in flachere Küstengebiete zurückkehren, um sich zu paaren und zu laichen.
Wichtige Beutebehavior
Sie ist eine der wichtigsten Beutetiere für viele Fischarten wie Kabeljau, Scholle, Flunder und Seezunge, was ihre zentrale Rolle im marinen Ökosystem unterstreicht.
Eingraben in Sekundenbehavior
Crangon crangon kann sich innerhalb weniger Sekunden vollständig in den Sand eingraben, indem sie ihre Beine und den Schwanzfächer geschickt einsetzt.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Kann bei unsachgemäßer Handhabung leicht gequetscht werden. Die kleinen Scheren sind harmlos für den Menschen.
Ähnliche Arten
Geißelgarnele
Palaemon serratus
Palaemon serratus hat ein deutlich gezähntes Rostrum und ist oft größer und transparenter. Crangon crangon hat ein glattes, kurzes Rostrum und eine eher opake, sandfarbene Färbung.
Ostseegarnele
Palaemon adspersus
Ähnlich wie Palaemon serratus, besitzt Palaemon adspersus ebenfalls ein gezähntes Rostrum. Crangon crangon ist durch ihr glattes Rostrum und ihre benthische, grabende Lebensweise leicht zu unterscheiden.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Arthropoda
- Klasse
- Malacostraca
- Ordnung
- Decapoda
- Familie
- Crangonidae
- Gattung
- Crangon
- Art
- Crangon crangon
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