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Coregonus peled, allgemein bekannt als Peled, ist eine Süßwasserfischart aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae), Unterfamilie Coregoninae. Sie ist eine der am weitesten verbreiteten und wirtschaftlich wichtigsten Coregonus-Arten in Nordeurasien. Der Peled ist bekannt für seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene aquatische Umgebungen und seine schnelle Wachstumsrate, was ihn zu einem beliebten Objekt für die Aquakultur macht. Er zeichnet sich durch einen relativ hohen Körper und eine kleine, endständige oder leicht unterständige Mundöffnung aus. Die Art ist ein Planktonfresser und spielt eine wichtige Rolle in den Ökosystemen, in denen sie vorkommt.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Rücken dunkelgrau bis bläulich-schwarz, Flanken silbrig, Bauch weißlich. Flossen sind meist dunkel, manchmal mit einem rötlichen Schimmer an den Brust- und Bauchflossen.
- Schuppentyp
- cycloid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Relativ hoher, seitlich abgeflachter Körper, Kleine, endständige oder leicht unterständige Mundöffnung, Zahlreiche und lange Kiemenreusenfortsätze (40-65, typischerweise 45-55), die für die Planktonfiltration angepasst sind, Vorhandensein einer kleinen Fettflosse
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse, relativ hoch, mit 10-14 Weichstrahlen. Eine kleine Fettflosse ist vorhanden.
- Schwanzflosse
- Tief gegabelt, kräftig.
- Brustflosse
- Relativ klein, setzen tief am Körper an.
- Auffällige Flossen
- Die Fettflosse ist ein charakteristisches Merkmal der Salmoniden.
Bestimmungstipps
Körperform
Achten Sie auf den relativ hohen, seitlich abgeflachten Körper, der ihn von schlankeren Coregonus-Arten unterscheidet.
Mundstellung
Die kleine, endständige oder leicht unterständige Mundöffnung ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu Arten mit oberständigem Maul (z.B. Coregonus muksun) oder größeren, endständigen Mäulern.
Kiemenreusenfortsätze
Die hohe Anzahl und Länge der Kiemenreusenfortsätze (40-65) ist ein diagnostisches Merkmal für den Peled und seine planktivore Lebensweise. Dies erfordert jedoch eine genauere Untersuchung.
Fettflosse
Das Vorhandensein einer Fettflosse bestätigt die Zugehörigkeit zu den Salmoniden.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt kühlere, tiefere Bereiche in Seen und Flüssen, kann aber auch in flacheren Gewässern vorkommen, insbesondere in der Laichzeit oder bei der Nahrungssuche.
- Umgebung
- Ursprünglich in großen, kühlen Seen und Flüssen Sibiriens und Nordrusslands beheimatet. Wurde erfolgreich in viele andere Gewässer in Europa und Asien eingeführt, oft in Stauseen, Teichen und Seen mit ausreichender Tiefe und Sauerstoffversorgung. Bevorzugt klares, gut sauerstoffhaltiges Wasser.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich Sibirien (von der Petschora bis zur Kolyma) und Nordrussland. Durch Besatz und Aquakultur weit verbreitet in Osteuropa (z.B. Polen, Deutschland, Tschechien, Ukraine, Belarus) und Teilen Asiens.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: filter_feeder
- Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet (benötigt sehr große, kühle Teiche oder spezielle Aquakulturanlagen)
- Temperatur: 4-18°C
- pH-Wert: 6.5-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Aufgrund der spezifischen Anforderungen und Größe nicht für typische Gemeinschaftsaquarien geeignet. Am besten in Monokultur oder mit anderen Kaltwasser-Coregoniden in sehr großen Systemen.
- Besondere Anforderungen: Benötigt große Wassermengen, hohe Sauerstoffkonzentrationen, kühle Wassertemperaturen und eine reichliche Versorgung mit Zooplankton. Sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen und schlechter Wasserqualität. Nicht für Heimaquarien empfohlen.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, insbesondere durch Aquakultur. Wildfänge sind saisonal, oft im Herbst und Winter, wenn die Fische sich zur Laichzeit versammeln.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Verarbeitungsform, aber generell ein Fisch von mittlerem bis hohem kommerziellen Wert.
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Mild, zart, leicht süßlich
- Textur: Fein, schuppig, nicht ölig
- Zubereitungsarten: Räuchern, Braten, Backen, Dünsten, Grillen
- Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen (insbesondere B-Vitamine).
Wichtige Fakten
Anpassungsfähigkeitbehavior
Der Peled ist bekannt für seine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Umweltbedingungen, was seine weite Verbreitung durch Besatzmaßnahmen ermöglicht hat.
Planktonfresserbehavior
Mit seinen zahlreichen und langen Kiemenreusenfortsätzen ist der Peled hervorragend an die Filtration von Zooplankton angepasst, was ihn zu einem effizienten Primärkonsumenten in aquatischen Ökosystemen macht.
Aquakultur-Starinteresting
Aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner guten Fleischqualität ist der Peled eine der wichtigsten Fischarten in der Aquakultur in Osteuropa und Russland.
Hybridisierungevolution
Der Peled kann sich mit anderen Coregonus-Arten, wie der Großen Maräne (Coregonus lavaretus), hybridisieren, was die taxonomische Bestimmung in einigen Gebieten erschweren kann.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Der Peled ist ein harmloser Fisch. Beim Hantieren ist Vorsicht geboten, um den Fisch nicht zu verletzen und um sich nicht an den Flossenstrahlen zu stechen, obwohl diese nicht giftig sind. Bei der Entnahme aus dem Wasser sollte man ihn vorsichtig behandeln, um die Schleimschicht nicht zu beschädigen.
Ähnliche Arten
Große Maräne
Coregonus lavaretus
Die Große Maräne hat in der Regel weniger Kiemenreusenfortsätze (oft 25-40, variiert stark je nach Population) und eine variablere Mundstellung, die oft größer und endständiger ist. Der Körper ist meist schlanker als beim Peled.
Felchen
Coregonus clupeaformis
Das Felchen (Lake Whitefish) ist eine nordamerikanische Art. Es hat ebenfalls eine Fettflosse, aber die Anzahl der Kiemenreusenfortsätze ist geringer (typischerweise 20-30) und die Körperform kann variieren.
Muksun
Coregonus muksun
Der Muksun hat eine oberständige Mundöffnung und eine geringere Anzahl von Kiemenreusenfortsätzen (ca. 20-30), was auf eine andere Ernährungsweise hindeutet (oft benthische Invertebraten).
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Gattung
- Coregonus
- Art
- Coregonus peled
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