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Nordafrikanischer Raubwels

Vorsichtig behandeln

Clarias gariepinus

Auch bekannt als: Afrikanischer Wels, Gabelwels, Walking Catfish (im englischsprachigen Raum, obwohl dies auch andere Arten bezeichnen kann)

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Beschreibung

Clarias gariepinus ist eine weit verbreitete und ökologisch anpassungsfähige Welsart, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen. Dies ermöglicht ihr das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern und sogar kurze Wanderungen über Land. Sie ist ein opportunistischer Räuber und Allesfresser, der eine wichtige Rolle in aquatischen Ökosystemen spielt und auch in der Aquakultur von großer Bedeutung ist.

Körperliche Merkmale

Körperform
eel-like
Färbung
Die Färbung variiert stark, von dunkelbraun, olivgrün bis gräulich auf dem Rücken und den Flanken, oft mit unregelmäßigen Flecken oder Marmorierungen. Die Bauchseite ist heller, cremefarben bis weißlich.
Schuppentyp
none
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Langer, zylindrischer Körper, der zum Schwanz hin seitlich abgeflacht ist., Großer, abgeflachter Kopf mit breitem Maul., Vier Paar Barteln: ein Paar nasal, ein Paar maxillär (sehr lang, bis zum Ende des Kopfes reichend) und zwei Paar mandibulär., Sehr lange Rückenflosse ohne Stachelstrahlen, die fast bis zur Schwanzflosse reicht., Sehr lange Afterflosse, die ebenfalls fast bis zur Schwanzflosse reicht., Keine Fettflosse., Kleine Augen., Besitzt ein suprabranchiales Organ (ein modifiziertes Kiemenorgan), das die Aufnahme von atmosphärischem Sauerstoff ermöglicht.
Rückenflosse
Sehr lang, beginnt kurz hinter dem Kopf und erstreckt sich fast bis zur Schwanzflosse, ohne Stachelstrahlen.
Schwanzflosse
Abgerundet bis leicht abgestutzt, nicht gegabelt.
Brustflosse
Relativ klein, mit einem kräftigen, gezähnten Stachelstrahl.
Auffällige Flossen
Die Rücken- und Afterflossen sind sehr lang und verschmelzen fast mit der Schwanzflosse, was dem Fisch ein aalartiges Aussehen verleiht. Keine Fettflosse.

Bestimmungstipps

Körperform

Langer, aalartiger Körper mit einem großen, abgeflachten Kopf.

Barteln

Vier Paar Barteln, wobei die maxillären Barteln sehr lang sind und bis zum Ende des Kopfes reichen.

Flossen

Sehr lange Rücken- und Afterflossen, die fast die Schwanzflosse erreichen. Keine Fettflosse.

Haut

Schuppenlose, glatte Haut.

Atmung

Fähigkeit, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen, oft an der Wasseroberfläche zu beobachten.

Lebensraum

Wassertyp
freshwater
Tiefe
Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen, kann aber in einer Vielzahl von Tiefen vorkommen.
Umgebung
Extrem anpassungsfähig, bewohnt eine Vielzahl von Süßwasserhabitaten, darunter Flüsse, Seen, Stauseen, Sümpfe, Überschwemmungsgebiete und sogar temporäre Gewässer. Toleriert sauerstoffarme Bedingungen und kann sich bei Trockenheit in Schlamm eingraben oder kurze Strecken über Land wandern.
Geografische Verbreitung
Ursprünglich in weiten Teilen Afrikas (von Nordafrika bis Südafrika) und im Nahen Osten verbreitet. Durch Aquakultur und Besatz ist er heute auch in vielen anderen Teilen der Welt (z.B. Asien, Europa) etabliert und gilt dort teilweise als invasive Art.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: advanced
  • Temperament: aggressive
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: 2000 Liter (für ausgewachsene Exemplare)
  • Temperatur: 22-28°C
  • pH-Wert: 6.0-8.0
  • Härte: 5-20 dGH
  • Verträglichkeit: Aufgrund seiner Größe und räuberischen Natur nur mit sehr großen, robusten und ähnlich großen Fischarten oder als Einzeltier zu halten. Kleinere Fische werden als Beute betrachtet.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt ein sehr großes Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten (Wurzeln, große Steine). Eine gute Filterung ist unerlässlich, da sie viel Abfall produzieren. Das Aquarium muss ausbruchsicher sein, da sie versuchen können, das Becken zu verlassen. Atmosphärische Luftatmung muss ermöglicht werden.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Die Laichzeit variiert geografisch, fällt aber oft mit der Regenzeit zusammen, wenn Überschwemmungsgebiete zur Verfügung stehen. In Aquakultur ganzjährig verfügbar.
  • Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Markt, aber ein wichtiger Speisefisch.
  • Kommerzielle Bedeutung: high
  • Geschmack: Mild, fleischig, oft als 'erdig' beschrieben, kann je nach Ernährung variieren.
  • Textur: Fest, schuppenlos, weißes Fleisch.
  • Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Räuchern, Schmoren, Frittieren
  • Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen.

Wichtige Fakten

Luftatmungbehavior

Clarias gariepinus besitzt ein spezielles Organ, das es ihm ermöglicht, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen. Dies ist eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer und ermöglicht ihm auch, kurze Strecken über Land zu wandern.

Invasive Artinteresting

Aufgrund seiner Robustheit, schnellen Wachstumsrate und räuberischen Natur kann Clarias gariepinus in Gebieten, in die er eingeführt wurde, zu einer invasiven Art werden und einheimische Fischpopulationen bedrohen.

Aquakultur-Staramazing

Der Nordafrikanische Raubwels ist eine der am häufigsten in der Aquakultur gezüchteten Fischarten weltweit, insbesondere in Afrika und Asien, aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner Widerstandsfähigkeit.

Opportunistischer Fresserbehavior

Diese Art ist ein Allesfresser und opportunistischer Räuber, der sich von Insekten, Krebstieren, Fischen, Amphibien, kleinen Säugetieren, Vögeln und Pflanzenmaterial ernährt.

Sicherheitsinformationen

Vorsichtig behandeln
  • Sicherheitsstufe: caution
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Vorsicht beim Umgang mit Clarias gariepinus ist geboten. Die Brustflossen besitzen kräftige, gezähnte Stachelstrahlen, die schmerzhafte Wunden verursachen können. Obwohl nicht giftig, können diese Wunden leicht infiziert werden. Der Fisch ist sehr kräftig und kann sich stark winden. Es wird empfohlen, dicke Handschuhe zu tragen und den Fisch sicher zu fixieren.

Ähnliche Arten

Clarias anguillaris (Aalwels)

Clarias anguillaris

C. anguillaris hat eine kürzere Rückenflosse, die nicht so weit nach vorne reicht wie bei C. gariepinus, und die maxillären Barteln sind in der Regel kürzer. Die Kopfform kann ebenfalls leicht abweichen.

Andere Clarias-Arten

Verschiedene Clarias spp.

Die Unterscheidung von anderen Clarias-Arten kann schwierig sein und erfordert oft eine genaue Untersuchung der Bartellängen, der Anzahl der Flossenstrahlen und der Kopfform. C. gariepinus ist jedoch oft die größte und am weitesten verbreitete Art.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Siluriformes
Familie
Clariidae
Gattung
Clarias
Art
Clarias gariepinus

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