Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.
App öffnenBeschreibung
Clarias gariepinus ist eine weit verbreitete und ökologisch anpassungsfähige Welsart, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen. Dies ermöglicht ihr das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern und sogar kurze Wanderungen über Land. Sie ist ein opportunistischer Räuber und Allesfresser, der eine wichtige Rolle in aquatischen Ökosystemen spielt und auch in der Aquakultur von großer Bedeutung ist.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- eel-like
- Färbung
- Die Färbung variiert stark, von dunkelbraun, olivgrün bis gräulich auf dem Rücken und den Flanken, oft mit unregelmäßigen Flecken oder Marmorierungen. Die Bauchseite ist heller, cremefarben bis weißlich.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Langer, zylindrischer Körper, der zum Schwanz hin seitlich abgeflacht ist., Großer, abgeflachter Kopf mit breitem Maul., Vier Paar Barteln: ein Paar nasal, ein Paar maxillär (sehr lang, bis zum Ende des Kopfes reichend) und zwei Paar mandibulär., Sehr lange Rückenflosse ohne Stachelstrahlen, die fast bis zur Schwanzflosse reicht., Sehr lange Afterflosse, die ebenfalls fast bis zur Schwanzflosse reicht., Keine Fettflosse., Kleine Augen., Besitzt ein suprabranchiales Organ (ein modifiziertes Kiemenorgan), das die Aufnahme von atmosphärischem Sauerstoff ermöglicht.
- Rückenflosse
- Sehr lang, beginnt kurz hinter dem Kopf und erstreckt sich fast bis zur Schwanzflosse, ohne Stachelstrahlen.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht abgestutzt, nicht gegabelt.
- Brustflosse
- Relativ klein, mit einem kräftigen, gezähnten Stachelstrahl.
- Auffällige Flossen
- Die Rücken- und Afterflossen sind sehr lang und verschmelzen fast mit der Schwanzflosse, was dem Fisch ein aalartiges Aussehen verleiht. Keine Fettflosse.
Bestimmungstipps
Körperform
Langer, aalartiger Körper mit einem großen, abgeflachten Kopf.
Barteln
Vier Paar Barteln, wobei die maxillären Barteln sehr lang sind und bis zum Ende des Kopfes reichen.
Flossen
Sehr lange Rücken- und Afterflossen, die fast die Schwanzflosse erreichen. Keine Fettflosse.
Haut
Schuppenlose, glatte Haut.
Atmung
Fähigkeit, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen, oft an der Wasseroberfläche zu beobachten.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flache bis mittlere Tiefen, kann aber in einer Vielzahl von Tiefen vorkommen.
- Umgebung
- Extrem anpassungsfähig, bewohnt eine Vielzahl von Süßwasserhabitaten, darunter Flüsse, Seen, Stauseen, Sümpfe, Überschwemmungsgebiete und sogar temporäre Gewässer. Toleriert sauerstoffarme Bedingungen und kann sich bei Trockenheit in Schlamm eingraben oder kurze Strecken über Land wandern.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich in weiten Teilen Afrikas (von Nordafrika bis Südafrika) und im Nahen Osten verbreitet. Durch Aquakultur und Besatz ist er heute auch in vielen anderen Teilen der Welt (z.B. Asien, Europa) etabliert und gilt dort teilweise als invasive Art.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: advanced
- Temperament: aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 2000 Liter (für ausgewachsene Exemplare)
- Temperatur: 22-28°C
- pH-Wert: 6.0-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Aufgrund seiner Größe und räuberischen Natur nur mit sehr großen, robusten und ähnlich großen Fischarten oder als Einzeltier zu halten. Kleinere Fische werden als Beute betrachtet.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein sehr großes Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten (Wurzeln, große Steine). Eine gute Filterung ist unerlässlich, da sie viel Abfall produzieren. Das Aquarium muss ausbruchsicher sein, da sie versuchen können, das Becken zu verlassen. Atmosphärische Luftatmung muss ermöglicht werden.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Die Laichzeit variiert geografisch, fällt aber oft mit der Regenzeit zusammen, wenn Überschwemmungsgebiete zur Verfügung stehen. In Aquakultur ganzjährig verfügbar.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Markt, aber ein wichtiger Speisefisch.
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Mild, fleischig, oft als 'erdig' beschrieben, kann je nach Ernährung variieren.
- Textur: Fest, schuppenlos, weißes Fleisch.
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Räuchern, Schmoren, Frittieren
- Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen.
Wichtige Fakten
Luftatmungbehavior
Clarias gariepinus besitzt ein spezielles Organ, das es ihm ermöglicht, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen. Dies ist eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer und ermöglicht ihm auch, kurze Strecken über Land zu wandern.
Invasive Artinteresting
Aufgrund seiner Robustheit, schnellen Wachstumsrate und räuberischen Natur kann Clarias gariepinus in Gebieten, in die er eingeführt wurde, zu einer invasiven Art werden und einheimische Fischpopulationen bedrohen.
Aquakultur-Staramazing
Der Nordafrikanische Raubwels ist eine der am häufigsten in der Aquakultur gezüchteten Fischarten weltweit, insbesondere in Afrika und Asien, aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner Widerstandsfähigkeit.
Opportunistischer Fresserbehavior
Diese Art ist ein Allesfresser und opportunistischer Räuber, der sich von Insekten, Krebstieren, Fischen, Amphibien, kleinen Säugetieren, Vögeln und Pflanzenmaterial ernährt.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Vorsicht beim Umgang mit Clarias gariepinus ist geboten. Die Brustflossen besitzen kräftige, gezähnte Stachelstrahlen, die schmerzhafte Wunden verursachen können. Obwohl nicht giftig, können diese Wunden leicht infiziert werden. Der Fisch ist sehr kräftig und kann sich stark winden. Es wird empfohlen, dicke Handschuhe zu tragen und den Fisch sicher zu fixieren.
Ähnliche Arten
Clarias anguillaris (Aalwels)
Clarias anguillaris
C. anguillaris hat eine kürzere Rückenflosse, die nicht so weit nach vorne reicht wie bei C. gariepinus, und die maxillären Barteln sind in der Regel kürzer. Die Kopfform kann ebenfalls leicht abweichen.
Andere Clarias-Arten
Verschiedene Clarias spp.
Die Unterscheidung von anderen Clarias-Arten kann schwierig sein und erfordert oft eine genaue Untersuchung der Bartellängen, der Anzahl der Flossenstrahlen und der Kopfform. C. gariepinus ist jedoch oft die größte und am weitesten verbreitete Art.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Clariidae
- Gattung
- Clarias
- Art
- Clarias gariepinus
Nordafrikanischer Raubwels entdecken
Fische überall bestimmen
Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.