Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.
App öffnenBeschreibung
Clarias batrachus, bekannt als Wandelnder Wels oder Kiemensackwels, ist eine Süßwasserfischart aus der Familie der Kiemensackwelse (Clariidae). Er ist bekannt für seine Fähigkeit, sich an Land fortzubewegen, was durch seine kräftigen Brustflossen und ein spezielles Atmungsorgan, den Kiemensack, ermöglicht wird. Diese Anpassung erlaubt es ihm, Perioden der Trockenheit zu überstehen und neue Gewässer zu besiedeln. Die Art ist in Asien heimisch, wurde aber in viele Teile der Welt eingeführt, wo sie oft als invasive Art gilt. Sie ist ein robuster, opportunistischer Räuber und Allesfresser, der eine breite Palette von Lebensräumen besiedeln kann.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- eel-like
- Färbung
- Variiert von dunkelgrau bis braun oder olivgrün auf dem Rücken, oft mit unregelmäßigen Flecken. Die Bauchseite ist heller, cremefarben bis weißlich. Albinotische Formen sind in der Aquaristik verbreitet.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Acht lange Barteln (vier am Oberkiefer, vier am Unterkiefer), die zur Nahrungssuche dienen., Einzigartiges akzessorisches Atmungsorgan (Kiemensack), das es ihm ermöglicht, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen und außerhalb des Wassers zu überleben., Kräftige Brustflossen mit dornartigen Strahlen, die zur Fortbewegung an Land genutzt werden., Lange Rücken- und Afterflossen, die fast bis zur Schwanzflosse reichen und keine Hartstrahlen besitzen.
- Rückenflosse
- Sehr lang, beginnt kurz hinter dem Kopf und erstreckt sich fast bis zur Schwanzflosse, ohne Hartstrahlen.
- Schwanzflosse
- Abgerundet, nicht gegabelt.
- Brustflosse
- Relativ klein, aber kräftig, mit einem scharfen, gezackten Stachel, der zur Verteidigung und Fortbewegung an Land dient.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse ist ebenfalls sehr lang und ähnelt der Rückenflosse in Form und Struktur.
Bestimmungstipps
Körperform
Aalähnlicher, langgestreckter Körper.
Barteln
Acht lange Barteln um das Maul, die sehr auffällig sind.
Flossen
Sehr lange Rücken- und Afterflossen, die fast den gesamten Körper entlanglaufen. Kräftige Brustflossen mit einem Dorn.
Atmungsorgan
Die Fähigkeit, außerhalb des Wassers zu überleben und sich an Land zu bewegen, ist ein eindeutiges Merkmal.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flache Gewässer, kann aber in verschiedenen Tiefen gefunden werden.
- Umgebung
- Bewohnt eine Vielzahl von Süßwasserlebensräumen, darunter Flüsse, Seen, Teiche, Sümpfe, Reisfelder und Kanäle. Bevorzugt schlammige oder vegetationsreiche Böden. Kann auch in sauerstoffarmen oder verschmutzten Gewässern überleben.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich in Süd- und Südostasien beheimatet (Indien, Bangladesch, Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Malaysia, Indonesien, Philippinen). Wurde in viele andere Regionen eingeführt, darunter die USA (insbesondere Florida), Japan, Kuba und Teile Europas.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 500 Liter
- Temperatur: 20-28 °C
- pH-Wert: 6.0-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Aufgrund seiner räuberischen Natur und Größe nur mit sehr großen, robusten und gleichgroßen Fischen oder als Einzeltier zu halten. Kleinere Fische werden als Beute betrachtet.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein großes Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten (Wurzeln, Höhlen). Eine gute Abdeckung ist unerlässlich, da der Fisch aus dem Aquarium klettern kann. Der Bodengrund sollte weich sein, um Verletzungen der Barteln zu vermeiden. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig, um die Wasserqualität zu erhalten.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Keine spezifische Laichsaison in vielen Regionen, kann sich ganzjährig fortpflanzen, oft verstärkt während der Regenzeit.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Verwendungszweck (Speisefisch, Aquaristik).
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Mild, leicht erdig
- Textur: Fest, fleischig
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Frittieren, Dünsten, Suppen
- Nährwert: Gute Proteinquelle, enthält Omega-3-Fettsäuren.
Wichtige Fakten
Wandelnde Fähigkeitbehavior
Der Wandelnde Wels kann sich mit seinen kräftigen Brustflossen und seinem Kiemensack über Land bewegen, um neue Gewässer zu erreichen oder Trockenperioden zu überstehen. Er kann mehrere Stunden oder sogar Tage außerhalb des Wassers überleben, solange seine Kiemen feucht bleiben.
Invasive Artinteresting
Aufgrund seiner Robustheit, Anpassungsfähigkeit und räuberischen Natur gilt Clarias batrachus in vielen Regionen, in die er eingeführt wurde (z.B. Florida), als invasive Art, die heimische Ökosysteme schädigen kann.
Luftatmungevolution
Das akzessorische Atmungsorgan, der Kiemensack, ist eine Erweiterung der Kiemenhöhle und ermöglicht es dem Fisch, atmosphärischen Sauerstoff direkt aus der Luft aufzunehmen. Dies ist eine entscheidende Anpassung an sauerstoffarme oder austrocknende Gewässer.
Nachtaktiver Jägerbehavior
Clarias batrachus ist überwiegend nachtaktiv und nutzt seine empfindlichen Barteln, um im Dunkeln oder in trübem Wasser nach Nahrung zu suchen. Er ernährt sich opportunistisch von Insekten, Krebstieren, kleinen Fischen und Pflanzenmaterial.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Vorsicht beim Umgang mit dem Wandelnden Wels ist geboten, da die Brustflossenstacheln sehr scharf sind und schmerzhafte Wunden verursachen können. Obwohl nicht giftig, können die Wunden leicht infiziert werden. Der Fisch kann auch versuchen, sich zu winden und zu beißen. Beim Transport oder Umsetzen sollte ein stabiles Netz oder ein Behälter verwendet werden, um direkten Kontakt zu vermeiden.
Ähnliche Arten
Afrikanischer Raubwels
Clarias gariepinus
C. gariepinus ist in der Regel größer, hat einen breiteren Kopf und eine dunklere, oft marmorierte Färbung. Die Rückenflosse von C. gariepinus ist kürzer und beginnt weiter hinten am Körper als bei C. batrachus. Die Anzahl der Kiemenreusenstrahlen und Wirbel kann ebenfalls zur Unterscheidung herangezogen werden.
Andere Clarias-Arten
Verschiedene Clarias spp.
Die Unterscheidung von anderen Clarias-Arten kann schwierig sein und erfordert oft eine genaue Untersuchung der Flossenstrahlen, Wirbelzahlen und der Form des Schädels. C. batrachus hat typischerweise eine relativ glatte Kopfoberfläche im Vergleich zu einigen anderen Arten, die eine stärker granulierte oder knöcherne Struktur aufweisen können.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Clariidae
- Gattung
- Clarias
- Art
- Clarias batrachus
Walking Catfish entdecken
Fische überall bestimmen
Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.