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App öffnenBeschreibung
Der Blutbuntbarsch ist eine Zuchtform des Pfauenaugenbuntbarsches (Cichla ocellaris), die speziell auf eine intensive Rotfärbung hin selektiert wurde. Im Gegensatz zu den Wildformen, die eine variablere Färbung aufweisen, zeichnet sich diese Zuchtform durch eine dominante rote bis orange-rote Grundfärbung aus, oft mit dunkleren Flecken oder Bändern, die je nach Zuchtlinie variieren können. Es handelt sich um einen großen, räuberischen Cichliden, der in Aquarienhaltung aufgrund seiner Größe und seines Verhaltens spezielle Anforderungen stellt.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Intensive rote bis orange-rote Grundfärbung, oft mit variablen dunkleren Flecken, Bändern oder Marmorierungen. Ein charakteristischer schwarzer Fleck (Ocellus) mit hellem Rand befindet sich an der Basis der Schwanzflosse. Die Intensität der Rotfärbung ist das primäre Zuchtziel.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Intensive rote bis orange-rote Körperfärbung (Zuchtmerkmal), Großer, kräftiger Körperbau, Großes Maul mit kräftigen Kiefern, Charakteristischer schwarzer Augenfleck (Ocellus) an der Schwanzflossenbasis, Drei dunkle, vertikale Bänder oder Flecken auf den Flanken (oft bei Zuchtformen weniger ausgeprägt oder modifiziert)
- Rückenflosse
- Langgestreckte Rückenflosse, die in einen hartstrahligen und einen weichstrahligen Teil unterteilt ist. Der hartstrahlige Teil ist niedriger und geht fließend in den höheren weichstrahligen Teil über.
- Schwanzflosse
- Abgerundet bis leicht gegabelt, kräftig und groß, oft mit dem charakteristischen Ocellus.
- Brustflosse
- Relativ klein im Vergleich zur Körpergröße, transparent bis leicht getönt.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse ist ebenfalls langgestreckt und ähnelt dem weichstrahligen Teil der Rückenflosse. Alle Flossen sind kräftig und ermöglichen schnelle Manöver.
Bestimmungstipps
Färbung
Die intensive, oft leuchtend rote bis orange-rote Grundfärbung ist das primäre Unterscheidungsmerkmal dieser Zuchtform von den meist gelblich-grünlich gefärbten Wildformen von Cichla ocellaris.
Ocellus
Der schwarze, hell umrandete Fleck an der Schwanzflossenbasis ist ein konsistentes Merkmal aller Cichla ocellaris und ihrer Zuchtformen.
Körperform
Der langgestreckte, kräftige Körperbau mit dem großen Maul ist typisch für alle Cichla-Arten.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt flachere bis mittlere Tiefen in Ufernähe, oft in Bereichen mit Unterwasserstrukturen.
- Umgebung
- Als Zuchtform primär in Aquarien und Zuchtanlagen gehalten. Die Wildform Cichla ocellaris bewohnt große Flüsse, Seen und Überschwemmungsgebiete in Südamerika, bevorzugt Bereiche mit dichter Vegetation, versunkenen Bäumen und Felsen, die Deckung bieten.
- Geografische Verbreitung
- Die Zuchtform ist weltweit in der Aquaristik verbreitet. Die Wildform Cichla ocellaris stammt aus dem Amazonasbecken und den Guayana-Schild-Flüssen in Südamerika (z.B. Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Teile Brasiliens).
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: advanced
- Temperament: aggressive
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 1500 Liter (für ein einzelnes adultes Tier, größer für Gruppen)
- Temperatur: 24-28°C
- pH-Wert: 6.0-7.5
- Härte: 5-15 dGH
- Verträglichkeit: Nur mit sehr großen, robusten und ähnlich aggressiven Fischarten vergesellschaftbar, die nicht als Beute angesehen werden. Einzelhaltung oder Paarhaltung in sehr großen Becken oft bevorzugt.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein sehr großes Aquarium mit viel freiem Schwimmraum und robusten Versteckmöglichkeiten (große Wurzeln, Steine). Eine leistungsstarke Filterung ist aufgrund der Größe und des Stoffwechsels unerlässlich. Regelmäßige große Wasserwechsel sind notwendig. Fütterung mit hochwertigem Frostfutter (Fischfilet, Garnelen, Muscheln) und speziellen Cichliden-Pellets. Lebendfutter sollte nur sparsam und aus sicherer Quelle angeboten werden, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Als Zuchtform nicht an natürliche saisonale Muster gebunden. Die Wildform Cichla ocellaris laicht saisonal, oft während der Regenzeit.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Größe und Farbintensität, kann im oberen Preissegment liegen.
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht primär als Speisefisch gezüchtet, aber Cichla-Arten sind in ihren Heimatregionen beliebte Speisefische mit festem, weißem Fleisch.
- Textur: Fest, fleischig
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Backen
- Nährwert: Reich an Proteinen und Omega-3-Fettsäuren, ähnlich anderen Raubfischen.
Wichtige Fakten
Zuchtforminteresting
Der Blutbuntbarsch ist keine eigenständige Art, sondern eine durch selektive Zucht entstandene Farbvariante von Cichla ocellaris, die auf eine intensive Rotfärbung hin gezüchtet wurde.
Räuberisches Verhaltenbehavior
Wie alle Cichla-Arten ist der Blutbuntbarsch ein apex-Prädator in seinem Ökosystem (bzw. im Aquarium). Er frisst alles, was in sein Maul passt, einschließlich kleinerer Fische, Insekten und Krebstiere.
Wachstumbehavior
Diese Fische wachsen sehr schnell und können innerhalb weniger Jahre eine beachtliche Größe erreichen, was bei der Aquarienplanung berücksichtigt werden muss.
Intelligenzbehavior
Cichliden, insbesondere größere Arten wie Cichla, gelten als intelligent und können ihre Pfleger erkennen und auf sie reagieren.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Aufgrund ihrer Größe, Kraft und ihres räuberischen Verhaltens können Blutbuntbarsche beim Hantieren im Aquarium kräftig zubeißen. Vorsicht ist geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Sie sind nicht giftig, aber ihre Kiefer sind stark genug, um tiefe Wunden zu verursachen. Beim Umsetzen oder Fangen sollten stabile Netze oder Behälter verwendet werden.
Ähnliche Arten
Pfauenaugenbuntbarsch
Cichla ocellaris (Wildform)
Die Wildform zeigt eine variablere Färbung, die typischerweise von gelblich-grün bis bräunlich reicht, oft mit dunklen Flecken oder Bändern. Die intensive Rotfärbung des Blutbuntbarsches ist ein Zuchtmerkmal und in der Wildform nicht in dieser Ausprägung vorhanden.
Andere Cichla-Arten
Cichla spp.
Andere Cichla-Arten (z.B. C. temensis, C. monoculus) unterscheiden sich in der Anzahl und Form der dunklen Körperflecken/Bänder, der Kopfform und der maximalen Größe. C. ocellaris (und damit auch der Blutbuntbarsch) hat typischerweise drei dunkle Flecken oder Bänder auf den Flanken und einen Ocellus an der Schwanzflosse. Die genaue Unterscheidung erfordert oft eine genaue Analyse der Merkmale.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Gattung
- Cichla
- Art
- Cichla ocellaris
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