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Kaspisches Neunauge

Vorsichtig behandeln

Caspiomyzon wagneri

Auch bekannt als: Kaspisches Flussneunauge, Wagner-Neunauge

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Beschreibung

Das Kaspische Neunauge (Caspiomyzon wagneri) ist ein anadromer, kieferloser Fisch aus der Familie der Petromyzontidae. Es ist bekannt für seinen aalartigen Körperbau und seine parasitäre Lebensweise als Adulte. Es verbringt einen Großteil seines Lebens im Kaspischen Meer und wandert zum Laichen in Süßwasserflüsse. Die Larven, bekannt als Querder, leben als Filtrierer im Sediment der Flüsse.

Körperliche Merkmale

Körperform
eel-like
Färbung
Der Rücken ist dunkelgrau bis bläulich-schwarz, die Flanken sind heller und der Bauch ist weißlich. Während der Laichzeit können die Farben intensiver werden.
Schuppentyp
none
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Aalartiger, schuppenloser Körper, Rundes, saugnapfartiges Maul ohne Kiefer, aber mit konzentrischen Reihen von Hornzähnen, Sieben Kiemenöffnungen auf jeder Seite des Kopfes, Zwei deutlich getrennte Rückenflossen, Keine paarigen Flossen (Brust- und Bauchflossen fehlen)
Rückenflosse
Zwei getrennte Rückenflossen, die zweite ist größer und mit der Schwanzflosse verbunden.
Schwanzflosse
Eine einzelne, abgerundete Schwanzflosse, die sich ventral fortsetzt.
Brustflosse
Fehlen vollständig.
Auffällige Flossen
Die Flossen sind fleischig und ohne Flossenstrahlen, typisch für Neunaugen.

Bestimmungstipps

Maul

Das saugnapfartige Maul mit Hornzähnen ist ein eindeutiges Merkmal, das es von echten Fischen unterscheidet.

Kiemenöffnungen

Sieben runde Kiemenöffnungen auf jeder Seite des Kopfes, im Gegensatz zu den Kiemendeckeln der Knochenfische.

Flossen

Fehlen von paarigen Flossen (Brust- und Bauchflossen) und die zwei getrennten Rückenflossen sind charakteristisch.

Haut

Schuppenlose, schleimige Haut.

Lebensraum

Wassertyp
brackish
Tiefe
Im Kaspischen Meer in verschiedenen Tiefen, während der Laichwanderung in flachen bis mäßig tiefen Flussabschnitten.
Umgebung
Adulte leben im Kaspischen Meer (Brackwasser) und wandern zum Laichen in Süßwasserflüsse (z.B. Wolga, Ural, Kura, Terek). Die Larven (Querder) leben eingegraben in sandigen oder schlammigen Substraten von Flüssen.
Geografische Verbreitung
Endemisch im Kaspischen Meer und seinen Zuflüssen. Die Hauptverbreitungsgebiete umfassen die Flusssysteme der Wolga, des Urals, der Kura und des Terek.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: aggressive
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
  • Temperatur: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
  • pH-Wert: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
  • Härte: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
  • Verträglichkeit: Nicht für Aquarienhaltung geeignet
  • Besondere Anforderungen: Aufgrund ihrer anadromen Lebensweise und parasitären Ernährung sind Kaspische Neunaugen nicht für die Aquarienhaltung geeignet. Sie benötigen große, komplexe Ökosysteme, die sowohl marine als auch Süßwasserumgebungen umfassen.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: vulnerable
  • Saisonalität: Die Laichwanderung findet hauptsächlich im Herbst und Winter statt, mit dem Höhepunkt im Spätherbst und Frühwinter. Die Fangsaison ist entsprechend angepasst.
  • Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Verfügbarkeit, kann hoch sein
  • Kommerzielle Bedeutung: medium
  • Geschmack: Intensiv, fettreich, oft als delikatesse betrachtet
  • Textur: Fest, fleischig
  • Zubereitungsarten: Räuchern, Braten, Marinieren, Eintöpfe
  • Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen.

Wichtige Fakten

Uralte Linieevolution

Neunaugen gehören zu den ältesten Wirbeltierlinien und haben sich seit über 360 Millionen Jahren kaum verändert.

Parasitische Lebensweisebehavior

Adulte Kaspische Neunaugen sind Parasiten, die sich an Fischen festsaugen und deren Blut und Körperflüssigkeiten konsumieren.

Metamorphosebehavior

Die Larven (Querder) leben mehrere Jahre als harmlose Filtrierer im Sediment, bevor sie sich zu den parasitischen Adulten metamorphosieren.

Anadrome Wanderungbehavior

Sie unternehmen weite Wanderungen vom Kaspischen Meer in die Süßwasserflüsse zum Laichen, ohne während dieser Zeit Nahrung aufzunehmen.

Sicherheitsinformationen

Vorsichtig behandeln
  • Sicherheitsstufe: caution
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Kaspische Neunaugen sind keine Gefahr für den Menschen im Sinne von Giftigkeit oder aggressivem Verhalten. Ihr saugnapfartiges Maul kann sich jedoch fest an Oberflächen heften. Beim Umgang mit lebenden Exemplaren ist Vorsicht geboten, um Verletzungen des Tieres oder der eigenen Haut durch die scharfen Hornzähne zu vermeiden. Sie sind sehr schleimig, was das Festhalten erschwert.

Ähnliche Arten

Flussneunauge

Lampetra fluviatilis

Das Kaspische Neunauge ist im Allgemeinen größer als das Flussneunauge. Die Zahnformel und die Anordnung der Zähne im Maul unterscheiden sich. Caspiomyzon wagneri hat typischerweise eine größere Anzahl von Zähnen und eine spezifische Anordnung der supraoralen und infraoralen Zahnplatten. Geografische Verbreitung ist ebenfalls ein Schlüsselmerkmal, da das Flussneunauge in europäischen Atlantikzuflüssen vorkommt.

Meerneunauge

Petromyzon marinus

Das Meerneunauge ist deutlich größer und robuster als das Kaspische Neunauge. Die Zahnformel und die Anordnung der Zähne im Maul sind unterschiedlich. Das Meerneunauge hat auch eine andere geografische Verbreitung, hauptsächlich im Atlantik und seinen Zuflüssen.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Cephalaspidomorphi
Ordnung
Petromyzontiformes
Familie
Petromyzontidae
Gattung
Caspiomyzon
Art
Caspiomyzon wagneri

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