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Blauflossen-Stachelmakrele

Vorsichtig behandeln

Carangoides caeruleopinnatus

Auch bekannt als: Blaue Stachelmakrele, Coastal Trevally, Bluefin Trevally (obsolete, often confused with Caranx melampygus), Hirame-aji (Japan)

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Beschreibung

Die Blauflossen-Stachelmakrele (Carangoides caeruleopinnatus) ist eine mittelgroße Art aus der Familie der Stachelmakrelen (Carangidae). Sie zeichnet sich durch einen mäßig tiefen, seitlich stark abgeflachten Körper aus. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich von den griechischen Wörtern 'karangos' (eine Art Makrele) und 'caeruleopinnatus' (blauflossig) ab, was auf die oft bläuliche Färbung ihrer Flossen hinweist. Diese Art ist ein wichtiger Bestandteil der küstennahen Ökosysteme in ihrem Verbreitungsgebiet und wird sowohl kommerziell als auch von Sportfischern gefangen.

Körperliche Merkmale

Körperform
compressed
Färbung
Der Körper ist dorsal bläulich-grün bis silbrig-grau und ventral silbrig-weiß. Die Flossen können bläulich oder gelblich getönt sein, insbesondere die Rücken- und Afterflossen. Jungfische zeigen oft 5-7 dunkle vertikale Bänder am Körper, die mit zunehmendem Alter verblassen. Ein kleiner dunkler Fleck ist oft am oberen Rand des Kiemendeckels vorhanden.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Mäßig tiefer, stark abgeflachter Körper, Gerade bis leicht konvexe Kopfoberseite, Ein kleiner dunkler Fleck am oberen Rand des Kiemendeckels, Bläuliche oder gelbliche Flossenfärbung, 25-30 Scutes (Knochenschilde) entlang der Seitenlinie
Rückenflosse
Zwei Rückenflossen: Die erste mit 8 Hartstrahlen (von denen die ersten 7 sichtbar sind), die zweite mit 1 Hartstrahl und 20-23 Weichstrahlen. Die vorderen Strahlen der zweiten Rückenflosse sind verlängert.
Schwanzflosse
Tief gegabelt, mit langen, spitzen Lappen.
Brustflosse
Lang und sichelförmig, länger als der Kopf.
Auffällige Flossen
Die Afterflosse hat 2 freistehende Hartstrahlen, gefolgt von 1 Hartstrahl und 16-19 Weichstrahlen. Die vorderen Strahlen sind ebenfalls verlängert und ähneln der zweiten Rückenflosse.

Bestimmungstipps

Körperform

Achten Sie auf den mäßig tiefen, seitlich stark abgeflachten Körper, der typisch für Carangoides-Arten ist.

Kiemendeckelfleck

Ein kleiner, aber deutlicher dunkler Fleck am oberen Rand des Kiemendeckels ist ein gutes Erkennungsmerkmal.

Flossenfarbe

Die bläuliche oder gelbliche Tönung der Rücken- und Afterflossen, insbesondere bei adulten Tieren, ist charakteristisch.

Seitenlinie und Scutes

Die Seitenlinie ist anterior stark gebogen und wird posterior gerade. Der gerade Teil enthält 25-30 Scutes (Knochenschilde), die bei Berührung rau sind.

Verlängerte Flossenstrahlen

Die vorderen Strahlen der zweiten Rücken- und Afterflosse sind deutlich verlängert, was der Art ein markantes Aussehen verleiht.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
10-100 Meter, typischerweise in flacheren Küstengewässern
Umgebung
Bevorzugt küstennahe Gewässer, Korallenriffe, felsige Riffe, sandige und schlammige Böden, Ästuare und Mangrovengebiete. Oft in der Nähe von Strukturen zu finden.
Geografische Verbreitung
Indo-Pazifik: Von der Ostküste Afrikas (einschließlich des Roten Meeres und Madagaskars) ostwärts bis zu den Ryukyu-Inseln, Australien und Fidschi. Nördlich bis Japan, südlich bis Australien.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: semi-aggressive
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: 2000L
  • Temperatur: 24-28°C
  • pH-Wert: 8.1-8.4
  • Härte: 8-12 dKH
  • Verträglichkeit: Nur mit großen, robusten Fischen ähnlicher Größe und Temperament. Nicht für Riffaquarien geeignet, da sie kleinere Fische und Wirbellose fressen kann.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt ein sehr großes Aquarium mit viel freiem Schwimmraum und starken Strömungen. Eine hochwertige fleischliche Ernährung ist unerlässlich. Anfällig für Stress in zu kleinen oder ungeeigneten Umgebungen.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, mit Spitzen in den wärmeren Monaten in einigen Regionen.
  • Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Fangmenge, kann aber einen mittleren bis hohen Wert erreichen.
  • Kommerzielle Bedeutung: medium
  • Geschmack: Mild, leicht süßlich
  • Textur: Fest, fleischig
  • Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Dämpfen, Roh (Sashimi)
  • Nährwert: Gute Quelle für Proteine und Omega-3-Fettsäuren.

Wichtige Fakten

Namensgebunginteresting

Der wissenschaftliche Name 'caeruleopinnatus' bedeutet 'blauflossig' und bezieht sich auf die oft bläuliche Färbung der Flossen dieser Art.

Habitatvielfaltbehavior

Diese Art ist sehr anpassungsfähig und bewohnt eine Vielzahl von Lebensräumen, von Korallenriffen bis zu Mangroven und Ästuaren.

Ernährungbehavior

Die Blauflossen-Stachelmakrele ist ein opportunistischer Räuber, der sich hauptsächlich von kleinen Fischen, Krebstieren und anderen Wirbellosen ernährt.

Verwechslungsgefahrinteresting

Trotz ihres deutschen Namens 'Blauflossen-Stachelmakrele' wird sie oft mit der echten Blauen Stachelmakrele (Caranx melampygus) verwechselt, die eine intensivere blaue Färbung aufweist.

Kommerzieller Fanginteresting

Sie wird häufig mit Schleppnetzen, Kiemennetzen und Angeln gefangen und ist in vielen Teilen ihres Verbreitungsgebiets eine wichtige Speisefischart.

Sicherheitsinformationen

Vorsichtig behandeln
  • Sicherheitsstufe: caution
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Die Flossenstrahlen können scharf sein und Stichverletzungen verursachen. Vorsicht beim Hantieren, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt keine bekannten giftigen Eigenschaften.

Ähnliche Arten

Blaue Stachelmakrele

Caranx melampygus

Caranx melampygus hat einen tieferen Körper, eine intensivere blaue Färbung, insbesondere an den Flossen, und oft kleine blaue Flecken am Körper. Die Blauflossen-Stachelmakrele (Carangoides caeruleopinnatus) hat einen weniger tiefen Körper und die blauen Töne sind weniger ausgeprägt, oft eher gelblich-blau.

Goldene Stachelmakrele

Gnathanodon speciosus

Die Goldene Stachelmakrele hat eine auffällige goldene Färbung mit schwarzen Bändern, insbesondere als Jungtier, und eine deutlich andere Kopfform mit einer stumpferen Schnauze. Carangoides caeruleopinnatus ist silbriger und hat keine goldenen Bänder.

Malabar-Stachelmakrele

Carangoides malabaricus

Carangoides malabaricus hat eine ähnliche Körperform, aber die vorderen Strahlen der zweiten Rücken- und Afterflosse sind weniger stark verlängert. Zudem ist der Kiemendeckelfleck bei C. malabaricus oft weniger ausgeprägt oder fehlt ganz.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Carangiformes
Familie
Carangidae
Gattung
Carangoides
Art
caeruleopinnatus

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