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App öffnenBeschreibung
Betta splendens, bekannt als Siamesischer Kampffisch oder Schleierkampffisch, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Osphronemidae. Er ist berühmt für seine leuchtenden Farben und die langen, fließenden Flossen der Männchen, die durch selektive Zucht entstanden sind. In der Wildnis sind die Flossen der Männchen kürzer und die Farben weniger intensiv. Diese Art ist ein Labyrinthfisch, was bedeutet, dass sie atmosphärischen Sauerstoff direkt aus der Luft atmen kann, was ihr das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern ermöglicht. Männchen sind territorial und aggressiv gegenüber anderen Männchen ihrer Art, daher der Name 'Kampffisch'.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Wildformen sind meist bräunlich-grün mit roten Flossen und einigen dunklen Streifen. Zuchtformen zeigen eine immense Vielfalt an Farben (rot, blau, grün, lila, schwarz, weiß, gelb, orange, mehrfarbig) und Mustern (Solid, Bi-Color, Butterfly, Marble, Koi).
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- superior
- Besondere Merkmale
- Labyrinthorgan zur Atmung von atmosphärischem Sauerstoff, Lange, fließende Flossen bei Zuchtmännchen, Aggressives Territorialverhalten bei Männchen, Oberständiges Maul
- Rückenflosse
- Kurz und abgerundet bei Wildformen, bei Zuchtformen oft stark verlängert und fächerförmig.
- Schwanzflosse
- Bei Wildformen kurz und abgerundet oder spatenförmig. Bei Zuchtformen extrem variabel: Schleierflosse (Veiltail), Halbmond (Halfmoon), Delta, Super Delta, Crowntail, Plakat (kurzflossig), Rosetail, Feathertail.
- Brustflosse
- Klein und transparent, bei einigen Zuchtformen (Dumbo/Elephant Ear) stark vergrößert.
- Auffällige Flossen
- Die Bauchflossen sind oft lang und fadenförmig, besonders bei Männchen.
Bestimmungstipps
Flossenform und -größe
Männliche Zuchtformen haben auffallend lange und oft kunstvoll geformte Flossen (z.B. Schleierflosse, Halbmondflosse, Kronenflosse), während Wildformen und Weibchen kürzere, abgerundetere Flossen besitzen.
Farbe
Zuchtformen zeigen eine enorme Farbvielfalt und -intensität, die in der Natur selten zu finden ist. Wildformen sind eher unscheinbar bräunlich-grün mit roten Akzenten.
Kiemendeckel
Männchen spreizen bei Drohgebärden ihre Kiemendeckel, um größer und einschüchternder zu wirken.
Labyrinthorgan
Obwohl nicht direkt sichtbar, ist die Fähigkeit, an der Wasseroberfläche Luft zu schnappen, ein klares Indiz für einen Labyrinthfisch wie Betta splendens.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Flache Gewässer, typischerweise 10-30 cm
- Umgebung
- Reisfelder, Gräben, Teiche, langsam fließende Bäche und Überschwemmungsgebiete. Bevorzugt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer mit dichter Vegetation und oft geringem Sauerstoffgehalt.
- Geografische Verbreitung
- Ursprünglich Südostasien, insbesondere Thailand (ehemals Siam), Kambodscha, Laos und Vietnam. Eingeführt in andere tropische Regionen.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: territorial
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: 20 Liter (für ein einzelnes Männchen)
- Temperatur: 24-28°C
- pH-Wert: 6.0-7.5
- Härte: 5-15 dGH
- Verträglichkeit: Männliche Betta splendens sollten einzeln gehalten werden oder in sehr großen, stark bepflanzten Aquarien mit friedlichen, nicht-flossenbeißenden Arten. Weibchen können in Gruppen (Harem) gehalten werden, vorausgesetzt, das Aquarium ist groß genug und bietet ausreichend Versteckmöglichkeiten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein Aquarium mit Abdeckung, da sie springen können. Eine geringe Strömung ist bevorzugt. Pflanzen und Versteckmöglichkeiten sind essenziell. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig, um die Wasserqualität zu erhalten.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: vulnerable
- Saisonalität: Ganzjährig aktiv, Fortpflanzung in der Wildnis ist saisonal an die Regenzeit gebunden, wenn Wasserstände steigen und Nahrungsangebot reichlich ist.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Zuchtform und Farbe, von wenigen Euro bis zu über 50 Euro für seltene Varianten.
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Nicht üblich als Speisefisch.
- Textur: Nicht üblich als Speisefisch.
- Nährwert: Nicht üblich als Speisefisch.
Wichtige Fakten
Labyrinthfischbehavior
Betta splendens besitzt ein Labyrinthorgan, das es ihm ermöglicht, atmosphärischen Sauerstoff direkt aus der Luft aufzunehmen. Dies ist eine Anpassung an sauerstoffarme Gewässer.
Aggressives Verhaltenbehavior
Männliche Betta splendens sind extrem territorial und kämpfen oft bis zum Tod, wenn sie mit anderen Männchen zusammengehalten werden. Daher der Name 'Kampffisch'.
Schaumnestbauerbehavior
Männliche Betta splendens bauen Schaumnester an der Wasseroberfläche, in die die Eier nach der Paarung gelegt und vom Männchen bewacht werden.
Farb- und Flossenvielfaltinteresting
Durch jahrzehntelange selektive Zucht gibt es heute eine unglaubliche Vielfalt an Farben und Flossenformen, die in der Wildnis nicht vorkommen.
Kurze Lebenserwartunginteresting
Die Lebenserwartung von Betta splendens beträgt in Gefangenschaft typischerweise 2-5 Jahre, abhängig von der Pflege und Genetik.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Betta splendens sind nicht gefährlich für den Menschen. Beim Hantieren im Aquarium ist Vorsicht geboten, um die empfindlichen Flossen der Zuchtformen nicht zu beschädigen. Sie können beißen, aber dies ist harmlos.
Ähnliche Arten
Friedlicher Kampffisch
Betta imbellis
B. imbellis ist kleiner, weniger aggressiv und hat kürzere Flossen als die Zuchtformen von B. splendens. Die Farben sind ähnlich, aber oft weniger intensiv. Die Kiemendeckel von B. imbellis zeigen oft zwei rote Punkte.
Smaragd-Kampffisch
Betta smaragdina
B. smaragdina ist schlanker und hat eine grünlich-blaue Grundfärbung mit schillernden Schuppen. Die Flossen sind kürzer als bei den meisten Zucht-Bettas und oft mit roten oder blauen Rändern versehen.
Makropode
Macropodus opercularis
Obwohl ebenfalls ein Labyrinthfisch und territorial, ist der Makropode größer, hat eine andere Körperform und ein charakteristisches Streifenmuster. Die Flossen sind anders geformt und nicht so extrem verlängert wie bei Zucht-Bettas.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Anabantiformes
- Familie
- Osphronemidae
- Gattung
- Betta
- Art
- Betta splendens
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