Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.
App öffnenBeschreibung
Die Purpurkopfbarbe (Pethia nigrofasciata, früher Barbus nigrofasciatus) ist ein kleiner, attraktiver Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Sie zeichnet sich durch ihre lebhafte Färbung aus, insbesondere bei Männchen während der Laichzeit, die einen tiefen Purpur- bis Rubinrotton an Kopf und Vorderkörper annehmen. Der Körper ist seitlich abgeflacht und weist drei bis vier vertikale schwarze Bänder auf einem silbrigen bis bräunlichen Grund auf. Diese Art ist bekannt für ihr friedliches Schwarmverhalten und ihre Anpassungsfähigkeit, was sie zu einem beliebten Aquarienfisch macht.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Grundfarbe silbrig-bräunlich bis gelblich. Drei bis vier markante, vertikale schwarze Bänder ziehen sich über den Körper. Männchen entwickeln während der Laichzeit eine intensive purpurrote bis rubinrote Färbung an Kopf und Vorderkörper, die sich bis in die Flossen erstrecken kann. Weibchen sind blasser gefärbt und runder im Körperbau. Die Flossen sind oft rötlich getönt, besonders die Rücken- und Afterflosse.
- Schuppentyp
- cycloid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Drei bis vier vertikale schwarze Bänder auf dem Körper., Intensive purpurrote bis rubinrote Färbung bei laichbereiten Männchen., Relativ hochrückiger, seitlich abgeflachter Körperbau., Keine Barteln (im Gegensatz zu vielen anderen Barbenarten).
- Rückenflosse
- Eine Rückenflosse mit 3-4 ungeteilten und 8 geteilten Weichstrahlen. Der letzte ungeteilte Strahl ist kräftig und gesägt.
- Schwanzflosse
- Gabelig, mit abgerundeten Spitzen.
- Brustflosse
- Transparent bis leicht rötlich getönt, relativ klein.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse ist ebenfalls transparent bis rötlich getönt. Die Bauchflossen sind klein und oft rötlich.
Bestimmungstipps
Körperfärbung und Muster
Achten Sie auf die drei bis vier vertikalen schwarzen Bänder auf silbrig-bräunlichem Grund. Die purpurrote Färbung der Männchen ist ein eindeutiges Merkmal, besonders während der Balz.
Körperform
Der hochrückige, seitlich abgeflachte Körper unterscheidet sie von schlankeren Barbenarten.
Barteln
Das Fehlen von Barteln ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu vielen anderen Barbenarten, die oft ein oder zwei Bartelpaare besitzen.
Flossen
Die rötliche Tönung der Flossen, insbesondere der Rücken- und Afterflosse, kann bei der Identifizierung helfen.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Oberflächennah bis mittlere Wasserschichten, bevorzugt in flachen, langsam fließenden Gewässern.
- Umgebung
- Ursprünglich in klaren, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen mit sandigem oder kiesigem Bodengrund und dichter Ufervegetation in Sri Lanka beheimatet. Bevorzugt schattige Bereiche mit vielen Versteckmöglichkeiten durch Pflanzen und Wurzeln.
- Geografische Verbreitung
- Endemisch in Sri Lanka, insbesondere in den südwestlichen Regionen der Insel. Hauptsächlich in den Flusssystemen des Kelani, Kalu, Gin und Nilwala.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: beginner
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 60 Liter
- Temperatur: 22-27 °C
- pH-Wert: 6.0-7.0
- Härte: 5-12 °dGH
- Verträglichkeit: Sehr gut mit anderen friedlichen, gleich großen oder etwas größeren Schwarmfischen und Bodenbewohnern. Nicht mit sehr großen oder aggressiven Fischen vergesellschaften, die sie als Beute ansehen könnten. Auch nicht mit Fischen, die lange Flossen haben, da sie diese anknabbern könnten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut bepflanztes Aquarium mit ausreichend Schwimmraum. Ein dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht fördern die Ausprägung der Farben. Haltung im Schwarm von mindestens 6-10 Tieren ist essentiell für ihr Wohlbefinden und zur Reduzierung von Stress und Aggressionen untereinander.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: vulnerable
- Saisonalität: Die Fortpflanzung ist saisonal und an die Regenzeit gebunden, wenn die Wasserstände steigen und neue Laichgründe entstehen.
- Marktpreis: Niedrig bis moderat (als Aquarienfisch)
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht relevant, da nicht als Speisefisch genutzt.
- Textur: Nicht relevant, da nicht als Speisefisch genutzt.
- Nährwert: Nicht relevant, da nicht als Speisefisch genutzt.
Wichtige Fakten
Farbwunder der Männchenbehavior
Während der Laichzeit nehmen die Männchen eine atemberaubende purpurrote bis rubinrote Färbung an, die sie zu einem der farbenprächtigsten Süßwasserfische macht.
Schwarmfischbehavior
Die Purpurkopfbarbe ist ein ausgeprägter Schwarmfisch. Eine Haltung von mindestens 6-10 Tieren ist essenziell für ihr Wohlbefinden und zur Vermeidung von Stress und Aggressionen innerhalb der Gruppe.
Taxonomische Verschiebungevolution
Die Art wurde früher der Gattung Barbus zugeordnet, gehört aber nach neueren phylogenetischen Studien zur Gattung Pethia.
Endemisch in Sri Lankainteresting
Diese Art ist ausschließlich in den Süßgewässern Sri Lankas beheimatet, was sie zu einem wichtigen Bestandteil der lokalen Biodiversität macht.
Gefährdungsstatusinteresting
Die Purpurkopfbarbe wird von der IUCN als 'gefährdet' (Vulnerable) eingestuft, hauptsächlich aufgrund von Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Es handelt sich um einen friedlichen Aquarienfisch. Beim Umsetzen ist ein schonender Umgang mit einem Kescher ratsam, um Verletzungen zu vermeiden.
Ähnliche Arten
Sumatrabarbe
Puntigrus tetrazona
Die Sumatrabarbe hat vier vertikale schwarze Bänder, die oft breiter und kontrastreicher sind. Ihre Grundfärbung ist eher gelblich-orange, und sie zeigt keine purpurrote Färbung am Kopf. Sie ist auch tendenziell aggressiver und flossenbeißender als die Purpurkopfbarbe.
Messingbarbe
Puntius sachsii
Die Messingbarbe ist gold-gelb gefärbt und besitzt keine vertikalen schwarzen Bänder. Sie ist auch in der Regel größer und robuster gebaut.
Odessa-Barbe
Pethia padamya
Die Odessa-Barbe hat einen horizontalen roten Streifen entlang der Seitenlinie und keine vertikalen Bänder. Ihre Grundfärbung ist silbrig-grau.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cypriniformes
- Familie
- Cyprinidae
- Gattung
- Pethia
- Art
- Pethia nigrofasciata
Purpurkopfbarbe entdecken
Fische überall bestimmen
Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.