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App öffnenBeschreibung
Die Bachschmerle (Barbatula barbatula) ist ein kleiner, bodenlebender Süßwasserfisch aus der Familie der Nemacheilidae. Sie ist bekannt für ihre Anpassung an schnell fließende, sauerstoffreiche Gewässer und ihre nachtaktive Lebensweise. Ihr Körperbau ist stromlinienförmig und abgeflacht, was ihr ermöglicht, sich gut an den Gewässerboden anzupassen und Strömungen zu widerstehen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems kleinerer Fließgewässer.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- elongated
- Färbung
- Der Rücken ist gelblich-braun bis olivgrün mit unregelmäßigen dunklen Flecken und Bändern. Die Seiten sind heller, der Bauch ist weißlich. Die Flossen sind ebenfalls gefleckt oder gebändert.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- subterminal
- Besondere Merkmale
- Sechs Barteln um das unterständige Maul (vier am Oberkiefer, zwei an den Mundwinkeln)., Kleiner, stromlinienförmiger Körper, seitlich leicht abgeflacht., Keine Schuppen oder sehr kleine, tief in der Haut liegende Schuppen, die kaum sichtbar sind., Eine einzelne Rückenflosse, die etwa in der Mitte des Körpers ansetzt.
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse mit 2-3 ungeteilten und 6-8 geteilten Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Schwanzflosse ist leicht eingekerbt oder gerade, mit 14-17 Strahlen.
- Brustflosse
- Brustflossen sind relativ groß und abgerundet, mit 10-12 Strahlen.
- Auffällige Flossen
- Bauchflossen sind klein und setzen hinter den Brustflossen an.
Bestimmungstipps
Barteln
Achten Sie auf die sechs Barteln um das Maul, ein charakteristisches Merkmal der Bachschmerle.
Körperform und Färbung
Der langgestreckte, leicht abgeflachte Körper mit der unregelmäßigen Fleckenzeichnung auf gelblich-braunem Grund ist typisch.
Schuppen
Das Fehlen sichtbarer Schuppen ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu vielen anderen Süßwasserfischen.
Maulstellung
Das unterständige Maul ist an die bodenorientierte Nahrungsaufnahme angepasst.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bodenbewohner, bevorzugt flache bis mittlere Tiefen (bis ca. 1-2 Meter).
- Umgebung
- Bevorzugt klare, sauerstoffreiche Fließgewässer mit kiesigem oder sandigem Bodengrund und guter Struktur (Steine, Wurzeln, Ufervegetation). Auch in Seen und Teichen mit geeigneten Bedingungen zu finden. Versteckt sich tagsüber unter Steinen oder im Substrat.
- Geografische Verbreitung
- Weit verbreitet in Europa und Teilen Asiens. Von Westeuropa (Frankreich, Großbritannien) über Mitteleuropa bis nach Russland und Sibirien. Fehlt in Südeuropa (Iberische Halbinsel, Italien, Griechenland) und Skandinavien (außer südliches Schweden).
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: peaceful
- Ernährung: omnivore
- Mindestbeckengröße: 80 Liter
- Temperatur: 10-20°C
- pH-Wert: 6.5-7.5
- Härte: 5-15 dGH
- Verträglichkeit: Gut mit anderen friedlichen Kaltwasserfischen wie Elritzen oder Gründlingen. Nicht mit aggressiven oder sehr großen Fischen vergesellschaften.
- Besondere Anforderungen: Benötigt gut durchlüftetes Wasser, feinen Sand oder Kies als Bodengrund, viele Versteckmöglichkeiten (Steine, Wurzeln) und eine moderate Strömung. Eine gute Wasserqualität ist essentiell.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig aktiv, Fortpflanzung im Frühjahr (April-Juni).
- Marktpreis: Nicht kommerziell gefischt
- Kommerzielle Bedeutung: none
- Geschmack: Nicht üblich zum Verzehr
- Textur: Nicht üblich zum Verzehr
- Nährwert: Nicht üblich zum Verzehr
Wichtige Fakten
Nachtaktiver Jägerbehavior
Die Bachschmerle ist überwiegend nachtaktiv und sucht in der Dämmerung und nachts nach Nahrung. Tagsüber versteckt sie sich meist unter Steinen oder im Substrat.
Anpassung an Strömungamazing
Ihr stromlinienförmiger Körper und die Fähigkeit, sich mit ihren Brust- und Bauchflossen am Untergrund festzuhalten, ermöglichen es ihr, auch in starker Strömung zu leben.
Indikatorartinteresting
Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Wasserverschmutzung gilt die Bachschmerle als Indikatorart für gute Wasserqualität in Fließgewässern.
Bartel-Sensorbehavior
Die sechs Barteln um ihr Maul sind mit Geschmacksknospen und Tastorganen ausgestattet, die ihr helfen, Nahrung im Dunkeln und im trüben Wasser aufzuspüren.
Sicherheitsinformationen
Sicher- Sicherheitsstufe: safe
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Die Bachschmerle ist harmlos. Beim Hantieren sollte man vorsichtig sein, um die empfindliche Schleimhaut nicht zu verletzen. Sie kann bei Stress versuchen, sich zu winden und zu entkommen.
Ähnliche Arten
Steinbeißer
Cobitis taenia
Der Steinbeißer hat einen seitlich stärker abgeflachten Körper, eine Reihe von dunklen Flecken entlang der Seitenlinie und einen Dorn unter dem Auge, der bei Gefahr aufgestellt werden kann. Die Bachschmerle besitzt diesen Dorn nicht und ist weniger seitlich abgeflacht.
Flussneunauge (Larvenstadium)
Lampetra fluviatilis (Ammocoetes)
Obwohl morphologisch unterschiedlich, können die Larven des Flussneunauges (Querder) aufgrund ihrer wurmartigen Form und des Fehlens von Flossen mit jungen Bachschmerlen verwechselt werden. Querder haben jedoch keine Barteln und ein rundes Saugmaul.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cypriniformes
- Familie
- Nemacheilidae
- Gattung
- Barbatula
- Art
- barbatula
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