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Afrikanischer Pferdemakrele

Sicher

Alectis ciliaris

Auch bekannt als: Fadenflossen-Makrele, Fadenmakrele, Threadfin Trevally, Ciliaris, Pennantfish

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Beschreibung

Alectis ciliaris, bekannt als Afrikanischer Pferdemakrele oder Fadenflossen-Makrele, ist eine spektakuläre Fischart aus der Familie der Carangidae. Besonders auffällig sind die extrem langen, fadenförmigen Flossenstrahlen der Jungtiere, die mit zunehmendem Alter kürzer werden. Diese Art ist für ihre anmutige Erscheinung und ihre sportliche Kampfweise bekannt, was sie zu einem begehrten Ziel für Angler macht. Sie ist ein pelagischer Raubfisch, der in tropischen und subtropischen Gewässern weltweit vorkommt.

Körperliche Merkmale

Körperform
compressed
Färbung
Silbrig-blau bis silbrig-grünlich auf dem Rücken, Seiten und Bauch silbrig-weiß. Jungtiere können dunkle vertikale Bänder aufweisen. Die Flossen sind oft gelblich oder transparent.
Schuppentyp
cycloid
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Stark seitlich abgeflachter, rautenförmiger Körper., Bei Jungtieren extrem lange, fadenförmige Flossenstrahlen der Rücken- und Afterflosse, die mit zunehmendem Alter verkürzen und bei adulten Tieren kaum noch sichtbar sind., Hohe, sichelförmige Brustflossen., Kleine, tief sitzende Augen., Seitenlinie mit einer Reihe von Scutes (vergrößerten, schildartigen Schuppen) im hinteren Bereich.
Rückenflosse
Zwei Rückenflossen: Die erste besteht aus 7-8 kurzen, versenkbaren Stacheln, die zweite aus 1 Stachel und 18-20 Weichstrahlen. Bei Jungtieren sind die ersten 3-5 Weichstrahlen extrem verlängert.
Schwanzflosse
Tief gegabelt, sichelförmig.
Brustflosse
Lang und sichelförmig.
Auffällige Flossen
Afterflosse mit 2 freien Stacheln, gefolgt von 1 Stachel und 16-18 Weichstrahlen. Auch hier sind bei Jungtieren die ersten 3-5 Weichstrahlen extrem verlängert.

Bestimmungstipps

Flossenstrahlen der Jungtiere

Die extrem langen, fadenförmigen Flossenstrahlen der Rücken- und Afterflosse sind das markanteste Merkmal von Jungtieren. Diese können ein Vielfaches der Körperlänge erreichen.

Körperform

Der stark seitlich abgeflachte, rautenförmige Körper ist charakteristisch für alle Altersstadien.

Seitenlinie

Der hintere Teil der Seitenlinie weist eine Reihe von Scutes auf, die sich von den normalen Schuppen unterscheiden.

Farbgebung

Die silbrige Grundfärbung mit einem bläulichen oder grünlichen Schimmer auf dem Rücken ist typisch. Jungtiere können dunkle vertikale Bänder zeigen.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
Oberflächennah bis etwa 100 Meter Tiefe, typischerweise in 20-60 Metern.
Umgebung
Pelagisch in Küstengewässern, über Sand- und Schlammböden, in der Nähe von Riffen und Felsformationen. Jungtiere sind oft in flacheren, geschützten Buchten oder Ästuaren zu finden und können sich in der Nähe von treibendem Seegras oder anderen Objekten aufhalten.
Geografische Verbreitung
Weltweit in tropischen und subtropischen Gewässern des Atlantiks, Indischen Ozeans und Pazifiks. Im westlichen Atlantik von Nova Scotia bis Brasilien, einschließlich des Golfs von Mexiko und der Karibik. Im östlichen Atlantik von Mauretanien bis Angola. Im Indopazifik von Ostafrika bis Japan, Australien und Hawaii.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: expert
  • Temperament: semi-aggressive
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: 2000 Liter
  • Temperatur: 24-28°C
  • pH-Wert: 8.1-8.4
  • Härte: 8-12 dKH
  • Verträglichkeit: Nur mit sehr großen, robusten Fischen ähnlicher Größe und Temperament. Nicht für Riffaquarien geeignet.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt extrem große Aquarien mit viel freiem Schwimmraum. Sehr anspruchsvoll in der Haltung aufgrund der Größe und des Nahrungsbedarfs. Jungtiere mit ihren langen Flossenstrahlen sind anfällig für Verletzungen und benötigen eine strömungsarme Umgebung.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig in tropischen und subtropischen Gewässern anzutreffen, lokale Häufungen können saisonal bedingt sein.
  • Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Fangmethode, oft als hochwertiger Speisefisch gehandelt.
  • Kommerzielle Bedeutung: medium
  • Geschmack: Mild, süßlich
  • Textur: Fest, weißes, schuppiges Fleisch
  • Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Backen, Dämpfen, Roh (Sashimi)
  • Nährwert: Reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen.

Wichtige Fakten

Metamorphose der Flossenamazing

Die extrem langen, fadenförmigen Flossenstrahlen der Jungtiere von Alectis ciliaris sind ein einzigartiges Merkmal, das mit zunehmendem Alter des Fisches vollständig zurückgebildet wird. Diese Metamorphose ist ein faszinierendes Beispiel für ontogenetische Veränderungen.

Schwimmverhalten der Jungtierebehavior

Jungtiere nutzen ihre langen Flossenstrahlen, um sich in der Wassersäule zu tarnen, indem sie treibenden Objekten wie Seegras oder Quallen ähneln. Dies bietet Schutz vor Fressfeinden.

Sportfischinteresting

Adulte Afrikanische Pferdemakrelen sind aufgrund ihrer Größe, Stärke und Kampfeslust bei Sportanglern sehr beliebt. Sie gelten als herausfordernder Fang.

Weltweite Verbreitunginteresting

Alectis ciliaris ist eine kosmopolitische Art, die in allen tropischen und subtropischen Ozeanen vorkommt, was ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene marine Umgebungen unterstreicht.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Keine spezifischen Gefahren beim Umgang mit diesem Fisch. Die Flossenstrahlen der Jungtiere sind weich und stellen keine Verletzungsgefahr dar. Vorsicht ist geboten bei der Handhabung größerer Exemplare aufgrund ihrer Kraft und Größe.

Ähnliche Arten

Indischer Pferdemakrele

Alectis indicus

A. indicus hat eine weniger ausgeprägte rautenförmige Körperform als A. ciliaris und die Flossenstrahlen der Jungtiere sind in der Regel kürzer und weniger zahlreich. Die Augen von A. indicus sind im Verhältnis zum Kopf größer.

Afrikanischer Pampano

Trachinotus africanus

Obwohl der Name ähnlich ist, gehört Trachinotus africanus zu einer anderen Gattung. Er hat einen weniger stark abgeflachten Körper und keine so extrem verlängerten Flossenstrahlen bei Jungtieren. Die Rücken- und Afterflossen sind bei Trachinotus africanus nicht so sichelförmig.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Carangiformes
Familie
Carangidae
Gattung
Alectis
Art
ciliaris

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