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App öffnenBeschreibung
Der Amur Stör (Acipenser schrenckii) ist eine große, langlebige Süßwasserfischart aus der Familie der Störe (Acipenseridae). Er ist bekannt für seinen langgestreckten, spindelförmigen Körper, der mit fünf Reihen knöcherner Schilde (Scuta) bedeckt ist. Diese Art ist ein anadromer Wanderfisch, der zum Laichen in Flüsse aufsteigt, aber den Großteil seines Lebens in den Unterläufen großer Flüsse und Ästuaren verbringt. Er ist von großer ökologischer Bedeutung und aufgrund von Überfischung und Lebensraumverlust stark gefährdet.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- torpedo
- Färbung
- Rücken und Flanken sind dunkelgrau bis bräunlich-oliv, oft mit einem grünlichen Schimmer. Die Bauchseite ist heller, cremefarben bis weißlich. Die Scuta sind oft heller als der umgebende Körper.
- Schuppentyp
- none
- Maulstellung
- inferior
- Besondere Merkmale
- Fünf Reihen knöcherner Schilde (Scuta): eine dorsale, zwei laterale und zwei ventrale Reihen., Vier Barteln vor dem Maul, die näher an der Maulspitze als an den Augen liegen., Unterständiges, protraktiles Maul ohne Zähne bei adulten Tieren., Asymmetrische (heterozerke) Schwanzflosse, typisch für Störe., Relativ kurze, breite Schnauze.
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse, weit hinten am Körper platziert, mit 38-53 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Heterozerk, der obere Lappen ist länger als der untere, mit einem knorpeligen Fortsatz.
- Brustflosse
- Große, kräftige Brustflossen, die zur Steuerung und zum Halten der Position dienen.
- Auffällige Flossen
- Die Flossen sind im Verhältnis zum Körper eher klein, aber kräftig. Die Afterflosse ist klein und liegt hinter der Rückenflosse.
Bestimmungstipps
Scuta-Anordnung
Zählen Sie die knöchernen Schilde: 10-16 dorsale, 32-47 laterale und 7-12 ventrale Schilde. Die Anzahl und Form der Scuta ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.
Barteln
Vier glatte Barteln, die näher an der Maulspitze als an den Augen liegen. Ihre Position und Form sind entscheidend.
Schnauzenform
Die Schnauze ist relativ kurz und breit, nicht spitz zulaufend wie bei einigen anderen Störarten.
Körperfarbe
Die typische dunkelgraue bis bräunlich-olivfarbene Färbung des Rückens und der Flanken, kombiniert mit einem helleren Bauch.
Lebensraum
- Wassertyp
- freshwater
- Tiefe
- Bevorzugt tiefere Bereiche großer Flüsse und Ästuare, kann aber zur Laichzeit auch in flachere Bereiche aufsteigen.
- Umgebung
- Große Flüsse (insbesondere der Amur und seine Nebenflüsse), Ästuare und Brackwasserbereiche. Benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit sandigem oder kiesigem Grund für die Laichablage.
- Geografische Verbreitung
- Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst das Amur-Flusssystem in Russland und China, einschließlich seiner Nebenflüsse und des Mündungsgebiets zum Ochotskischen Meer.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: expert
- Temperament: peaceful
- Ernährung: carnivore
- Mindestbeckengröße: Nicht für Heimaquarien geeignet, nur für sehr große öffentliche Aquarien oder spezielle Haltungseinrichtungen.
- Temperatur: 10-20°C
- pH-Wert: 6.5-8.0
- Härte: 5-20 dGH
- Verträglichkeit: Aufgrund seiner Größe und speziellen Anforderungen nur mit anderen sehr großen, friedlichen Fischarten in entsprechend dimensionierten Anlagen.
- Besondere Anforderungen: Benötigt extrem große Becken mit starker Strömung und gut gefiltertem, sauerstoffreichem Wasser. Eine Haltung in Heimaquarien ist nicht artgerecht und nicht zu empfehlen.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: critically endangered
- Saisonalität: Laichzeit im Frühjahr (Mai-Juli), Wanderungen sind saisonal bedingt durch Laich- und Nahrungsgründe.
- Marktpreis: Sehr hoch, insbesondere für Kaviar
- Kommerzielle Bedeutung: high
- Geschmack: Mild, fleischig
- Textur: Fest, zart
- Zubereitungsarten: Räuchern, Braten, Grillen, Dünsten
- Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen.
Wichtige Fakten
Langlebigkeitbehavior
Amur Störe können ein Alter von über 60 Jahren erreichen.
Wanderverhaltenbehavior
Diese Art ist anadrom, was bedeutet, dass sie zum Laichen vom Meer oder Brackwasser in Süßwasserflüsse aufsteigt.
Kaviar-Produzentinteresting
Der Amur Stör ist eine wichtige Quelle für hochwertigen Kaviar, was zu seiner starken Überfischung beigetragen hat.
Kritisch gefährdetinteresting
Aufgrund von Überfischung, Lebensraumzerstörung und Wasserverschmutzung ist der Amur Stör von der IUCN als 'kritisch gefährdet' eingestuft.
Uralte Fischartevolution
Störe gehören zu den ältesten Fischfamilien der Welt und haben sich seit der Kreidezeit kaum verändert.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Störe sind große und kräftige Fische. Beim Umgang mit ihnen ist Vorsicht geboten, um Verletzungen durch ihre scharfen Scuta oder durch kräftiges Schlagen des Schwanzes zu vermeiden. Sie sollten immer mit nassen Händen oder Handschuhen angefasst werden, um die Schleimhaut nicht zu beschädigen. Bei der Entnahme aus dem Wasser ist eine geeignete Unterlage oder ein großer Kescher zu verwenden, um innere Verletzungen zu vermeiden.
Ähnliche Arten
Sibirischer Stör
Acipenser baerii
Der Sibirische Stör hat in der Regel eine längere und spitzere Schnauze. Die Barteln des Sibirischen Störs liegen näher an der Maulspitze als an den Augen, aber ihre Position im Verhältnis zur Schnauzenlänge kann variieren. Die Anzahl der Scuta kann sich ebenfalls unterscheiden.
Kaluga Stör
Huso dauricus
Der Kaluga Stör ist deutlich größer und massiger. Er hat ein größeres, halbmondförmiges Maul, das sich bis zu den Augen erstreckt, und seine Barteln sind abgeflacht und blattförmig. Der Kaluga hat auch weniger dorsale Scuta (10-16) als der Amur Stör.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Acipenseriformes
- Familie
- Acipenseridae
- Gattung
- Acipenser
- Art
- schrenckii
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