Fishby LogoFishby

Sibirischer Stör

Sicher

Acipenser baerii

Auch bekannt als: Lena-Stör, Baikal-Stör

Haben Sie ein Foto? Bestimmen Sie Fische sofort mit der Fishby-App.

App öffnen

Beschreibung

Der Sibirische Stör (Acipenser baerii) ist eine große, langlebige Süßwasserfischart aus der Familie der Störe (Acipenseridae). Er ist bekannt für seinen langgestreckten, zylindrischen Körper, der mit fünf Reihen knöcherner Schilder (Scuta) bedeckt ist. Diese Art ist ein wichtiger Bestandteil der Ökosysteme, in denen sie vorkommt, und hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere für die Kaviarproduktion. Es gibt drei Unterarten: Acipenser baerii baerii (Ob-Irtysch-Stör), Acipenser baerii stenorrhynchus (Lena-Stör) und Acipenser baerii baicalensis (Baikal-Stör).

Körperliche Merkmale

Körperform
elongated
Färbung
Die Rückenseite ist typischerweise dunkelgrau bis bräunlich-grau, die Flanken heller und der Bauch weißlich. Die Scuta können eine hellere Farbe aufweisen und sich vom Körper abheben.
Schuppentyp
none
Maulstellung
inferior
Besondere Merkmale
Fünf Reihen knöcherner Schilder (Scuta): eine dorsale, zwei laterale und zwei ventrale Reihen., Vier Barteln vor dem unterständigen Maul, die näher an der Maulspitze als an den Augen liegen., Spitze, konische Schnauze, die bei jüngeren Tieren ausgeprägter ist., Heterozerke Schwanzflosse (obere Lobus länger als der untere).
Rückenflosse
Eine einzelne Rückenflosse, weit hinten am Körper platziert, mit 30-56 Weichstrahlen.
Schwanzflosse
Heterozerke Schwanzflosse, der obere Lobus ist länger und nach oben gebogen.
Brustflosse
Gut entwickelte Brustflossen, die zur Steuerung und zum Halten der Position dienen.
Auffällige Flossen
Die Flossen sind relativ klein im Verhältnis zum Körper. Die Afterflosse ist ebenfalls weit hinten platziert und hat 17-33 Weichstrahlen.

Bestimmungstipps

Körperform und Schilder

Langgestreckter Körper mit fünf deutlichen Reihen knöcherner Schilder. Die dorsale Reihe hat 10-20 Schilder, die lateralen 32-62 und die ventralen 7-16.

Barteln und Maul

Vier ungefranste Barteln, die näher an der Maulspitze als an den Augen liegen. Das Maul ist unterständig und vorstülpbar.

Schnauze

Die Schnauze ist spitz und konisch, besonders bei jungen Tieren.

Färbung

Dunkelgrau bis bräunlich-grau auf dem Rücken, heller an den Seiten und weißlich am Bauch.

Lebensraum

Wassertyp
freshwater
Tiefe
Bevorzugt tiefere Bereiche von Flüssen und Seen, kann aber zur Nahrungssuche auch in flachere Zonen vordringen. Laichgründe liegen oft in schnell fließenden, kiesigen Flussabschnitten.
Umgebung
Große Flüsse, Seen und Flussmündungen. Die Unterart Acipenser baerii baicalensis lebt endemisch im Baikalsee und seinen Zuflüssen. Andere Unterarten bewohnen die großen sibirischen Flusssysteme wie Ob, Irtysch, Jenissei und Lena.
Geografische Verbreitung
Ursprünglich in den großen sibirischen Flusssystemen Russlands (Ob, Irtysch, Jenissei, Lena, Kolyma) und im Baikalsee beheimatet. Durch Aquakultur und Besatz ist er heute auch in anderen Teilen der Welt zu finden, oft in Teichwirtschaften.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: advanced
  • Temperament: peaceful
  • Ernährung: carnivore
  • Mindestbeckengröße: Sehr große Teiche oder spezialisierte Aquarien (mehrere tausend Liter) sind erforderlich, da diese Fische sehr groß werden. Für Jungtiere mag ein großes Aquarium ausreichen, aber ausgewachsene Tiere benötigen teichähnliche Bedingungen.
  • Temperatur: 10-20°C (optimal 15-18°C)
  • pH-Wert: 6.5-8.0
  • Härte: 5-20 dGH
  • Verträglichkeit: Kann mit anderen großen, friedlichen Kaltwasserfischen gehalten werden, die ähnliche Wasserbedingungen bevorzugen und nicht als Beute angesehen werden. Kleinere Fische könnten gefressen werden.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit starker Filterung und Strömung. Ein sandiger oder feinkiesiger Bodengrund ist wichtig, da sie am Boden nach Nahrung suchen. Ausreichend Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten sind ebenfalls notwendig. Störe sind sehr empfindlich gegenüber Medikamenten, insbesondere Kupferverbindungen.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: endangered
  • Saisonalität: Die Laichzeit variiert je nach geografischer Lage und Unterart, liegt aber typischerweise im späten Frühling bis Frühsommer (Mai bis Juli), wenn die Wassertemperaturen ansteigen. Wanderungen zu den Laichgründen erfolgen im Frühjahr.
  • Marktpreis: Hoch, insbesondere für Kaviar und Fleisch
  • Kommerzielle Bedeutung: high
  • Geschmack: Mild, fleischig, oft als delikatesse beschrieben
  • Textur: Fest, fleischig, wenig Gräten
  • Zubereitungsarten: Räuchern, Grillen, Braten, Dünsten
  • Nährwert: Reich an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen.

Wichtige Fakten

Langlebigkeitinteresting

Sibirische Störe können ein Alter von über 60 Jahren erreichen.

Wanderverhaltenbehavior

Diese Art unternimmt weite Wanderungen zwischen ihren Nahrungsgründen und Laichplätzen, die Hunderte von Kilometern umfassen können.

Kaviarproduktioninteresting

Der Sibirische Stör ist eine der Hauptarten, die in der Aquakultur für die Produktion von Kaviar gezüchtet wird, oft als 'Baeri-Kaviar' vermarktet.

Anpassungsfähigkeitbehavior

Obwohl eine Kaltwasserart, zeigt der Sibirische Stör eine gewisse Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen, was ihn für die Aquakultur attraktiv macht.

Prähistorische Wurzelnevolution

Störe gehören zu den ältesten Fischfamilien der Welt und haben sich seit der Kreidezeit kaum verändert, weshalb sie oft als 'lebende Fossilien' bezeichnet werden.

Sicherheitsinformationen

Sicher
  • Sicherheitsstufe: safe
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: edible
  • Hinweise zum Umgang: Störe sind große und kräftige Fische. Beim Hantieren ist Vorsicht geboten, um Verletzungen durch ihre scharfen Schilder oder kräftigen Bewegungen zu vermeiden. Sie sollten immer mit nassen Händen oder Handschuhen angefasst werden, um die schützende Schleimschicht nicht zu beschädigen. Bei der Haltung im Aquarium oder Teich ist darauf zu achten, dass keine scharfen Kanten oder rauen Oberflächen vorhanden sind, an denen sich die Tiere verletzen könnten.

Ähnliche Arten

Russischer Stör

Acipenser gueldenstaedtii

Der Russische Stör hat kürzere, abgerundete Barteln, die näher an den Augen als an der Maulspitze liegen. Seine Schnauze ist kürzer und stumpfer. Die Schilder sind oft weniger ausgeprägt und die Färbung kann variabler sein.

Sternhausen

Acipenser stellatus

Der Sternhausen hat eine sehr lange, schmale, sternförmige Schnauze und gefranste Barteln. Seine Schilder sind ebenfalls sternförmig und sehr ausgeprägt.

Sterlet

Acipenser ruthenus

Der Sterlet ist deutlich kleiner als der Sibirische Stör und hat gefranste Barteln. Seine Schnauze ist ebenfalls spitzer, aber die Körperproportionen und die Anzahl der Schilder unterscheiden sich.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Acipenseriformes
Familie
Acipenseridae
Gattung
Acipenser
Art
Acipenser baerii

Sibirischer Stör entdecken

Fische überall bestimmen

Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Artendetails und mehr.

In der App öffnen