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Acanthurus nigricans, bekannt als Weißwangen-Doktorfisch, ist ein mittelgroßer Meerwasserfisch, der für seine auffällige Färbung und den charakteristischen weißen Fleck unter dem Auge bekannt ist. Er gehört zur Familie der Acanthuridae, die für ihre skalpellartigen Stacheln an der Schwanzwurzel bekannt sind. Diese Art ist ein wichtiger Weidegänger in Korallenriff-Ökosystemen.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Der Körper ist überwiegend dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Ein auffälliger, leuchtend weißer Fleck befindet sich direkt unter dem Auge. Die Lippen sind oft gelblich. Die Ränder der Rücken- und Afterflossen sind leuchtend gelb, ebenso wie die Basis der Brustflossen. Die Schwanzflosse ist dunkel mit einem schmalen, hellblauen oder weißen Rand.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Charakteristischer weißer Fleck unter dem Auge., Leuchtend gelbe Ränder an Rücken- und Afterflossen., Gelbe Basis der Brustflossen., Skalpellartige Stacheln an der Schwanzwurzel, die bei Gefahr aufgestellt werden können.
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse mit 8-9 Hartstrahlen und 25-28 Weichstrahlen. Der obere Rand ist gelb gesäumt.
- Schwanzflosse
- Gabelig, dunkel mit einem schmalen, hellblauen oder weißen Rand.
- Brustflosse
- Transparent bis leicht gelblich, mit einer deutlichen gelben Basis.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse hat 3 Hartstrahlen und 23-26 Weichstrahlen, ebenfalls mit einem gelben Rand.
Bestimmungstipps
Weißer Fleck unter dem Auge
Dies ist das markanteste Merkmal und unterscheidet ihn von den meisten anderen Doktorfischen.
Gelbe Flossenränder
Die leuchtend gelben Ränder der Rücken- und Afterflossen sowie die gelbe Basis der Brustflossen sind ebenfalls sehr charakteristisch.
Körperform und Farbe
Der dunkelbraune bis schwarze, seitlich abgeflachte Körper ist typisch für die Gattung Acanthurus.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- 1-67 Meter, typischerweise in flacheren Riffbereichen bis etwa 30 Meter.
- Umgebung
- Korallenriffe, Felsriffe und Lagunen mit reichem Algenwachstum. Bevorzugt Bereiche mit starker Strömung und klarem Wasser.
- Geografische Verbreitung
- Indopazifik: Von Ostafrika bis zu den Marquesas-Inseln und Tuamotu-Archipel, nördlich bis zu den Ryukyu-Inseln und südlich bis zum Great Barrier Reef und Neukaledonien. Auch im östlichen Pazifik von Baja California bis Panama und den Galapagos-Inseln.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: intermediate
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: herbivore
- Mindestbeckengröße: 400 Liter
- Temperatur: 23-28°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen robusten, nicht-aggressiven Fischen vergesellschaftet werden. Vorsicht bei der Haltung mit anderen Doktorfischen, insbesondere solchen ähnlicher Größe oder Form, da Territorialverhalten auftreten kann. Nicht für Riffaquarien mit empfindlichen Korallen geeignet, da sie diese anfressen könnten.
- Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut etabliertes Riffaquarium mit viel Schwimmraum und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Eine konstante Versorgung mit algenbasiertem Futter ist essenziell. Gute Wasserqualität und starke Strömung sind wichtig. Der Skalpell an der Schwanzwurzel erfordert Vorsicht beim Hantieren.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig verfügbar, keine spezifische Laichzeit, die die Verfügbarkeit beeinflusst.
- Marktpreis: Variiert je nach Größe und Herkunft, kann im oberen Preissegment für Aquarienfische liegen.
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht primär als Speisefisch bekannt, aber essbar.
- Textur: Festes, weißes Fleisch.
- Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Dämpfen
- Nährwert: Geringer Fettgehalt, gute Proteinquelle.
Wichtige Fakten
Algenfresserbehavior
Acanthurus nigricans ist ein primärer Algenfresser und spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Algenwachstums in Korallenriffen, was zur Gesundheit des Riff-Ökosystems beiträgt.
Territorialbehavior
Obwohl sie in der Natur oft in Gruppen oder Paaren vorkommen, können sie im Aquarium territorial gegenüber anderen Doktorfischen oder Fischen ähnlicher Form sein.
Farbwechselbehavior
Die Intensität der Farben, insbesondere des weißen Flecks und der gelben Flossenränder, kann je nach Stimmung, Stresslevel oder Tageszeit variieren.
Skalpellinteresting
Der Name 'Doktorfisch' leitet sich von den scharfen, skalpellartigen Stacheln an der Schwanzwurzel ab, die zur Verteidigung eingesetzt werden.
Sicherheitsinformationen
Vorsichtig behandeln- Sicherheitsstufe: caution
- Giftig: Nein
- Essbarkeit: edible
- Hinweise zum Umgang: Der Weißwangen-Doktorfisch besitzt an der Schwanzwurzel ein Paar scharfer, skalpellartiger Stacheln, die bei Bedrohung aufgestellt werden können. Diese können schmerzhafte Schnittwunden verursachen. Beim Hantieren ist äußerste Vorsicht geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Obwohl nicht giftig, können die Wunden infiziert werden.
Ähnliche Arten
Powder Blue Tang
Acanthurus leucosternon
Hat einen leuchtend blauen Körper, eine gelbe Rückenflosse und einen schwarzen Fleck auf der Stirn, aber keinen weißen Fleck unter dem Auge. Die Schwanzflosse ist weiß.
Powder Brown Tang
Acanthurus japonicus
Hat einen braunen Körper, einen weißen Fleck unter dem Auge, aber auch einen weißen Fleck am Kinn und eine orangefarbene Rückenflosse. Die Schwanzflosse ist weiß mit einem schwarzen Rand.
Achilles Tang
Acanthurus achilles
Hat einen schwarzen Körper mit einem großen orangefarbenen Fleck an der Schwanzwurzel und orangefarbenen Rändern an den Flossen, aber keinen weißen Fleck unter dem Auge.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Acanthuriformes
- Familie
- Acanthuridae
- Gattung
- Acanthurus
- Art
- Acanthurus nigricans
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