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App öffnenBeschreibung
Acanthurus guttatus, bekannt als Weißkehl-Doktorfisch, ist eine mittelgroße Doktorfischart, die für ihre charakteristische Färbung und ihr Verhalten bekannt ist. Diese Art ist ein wichtiger Bestandteil der Korallenriff-Ökosysteme, wo sie eine entscheidende Rolle bei der Algenkontrolle spielt. Sie ist ein tagaktiver Fisch, der oft in großen Schwärmen in den Brandungszonen von Riffen anzutreffen ist.
Körperliche Merkmale
- Körperform
- compressed
- Färbung
- Der Körper ist dunkelbraun bis schwarz mit zahlreichen kleinen, runden, weißen bis hellblauen Flecken, die über den gesamten Körper verteilt sind. Ein auffälliges Merkmal ist der weiße bis hellgraue Bereich am Kinn und der Kehle, der sich bis zur Brustflossenbasis erstreckt. Die Schwanzflosse ist oft weißlich mit einem dunklen Band am hinteren Rand. Jungtiere zeigen eine ähnliche, aber oft intensivere Fleckenzeichnung.
- Schuppentyp
- ctenoid
- Maulstellung
- terminal
- Besondere Merkmale
- Weiße Kehle und Brustbereich, Zahlreiche kleine weiße Flecken auf dunklem Körper, Skalpellartige Stacheln an der Schwanzwurzel
- Rückenflosse
- Eine einzelne Rückenflosse mit 9 Hartstrahlen und 23-25 Weichstrahlen.
- Schwanzflosse
- Gabelig, oft mit einem weißen Band am hinteren Rand.
- Brustflosse
- Transparent bis leicht gelblich, relativ groß.
- Auffällige Flossen
- Die Afterflosse hat 3 Hartstrahlen und 21-23 Weichstrahlen. Die Bauchflossen sind klein.
Bestimmungstipps
Färbung
Achten Sie auf die Kombination aus dunkelbraunem bis schwarzem Körper mit zahlreichen kleinen weißen Punkten und der charakteristischen weißen Kehle und Brust.
Schwanzwurzel
Das Vorhandensein eines scharfen, skalpellartigen Stachels auf jeder Seite der Schwanzwurzel ist ein eindeutiges Merkmal aller Doktorfische.
Verhalten
Oft in großen Schwärmen in stark bewegten Brandungszonen zu finden, wo sie Algen von den Felsen weiden.
Lebensraum
- Wassertyp
- saltwater
- Tiefe
- Typischerweise in flachen Gewässern von 1 bis 15 Metern Tiefe, selten tiefer.
- Umgebung
- Bevorzugt exponierte Riffdächer und Brandungszonen von Korallenriffen und felsigen Küstenlinien, wo starke Strömungen und Wellenbewegungen herrschen. Oft in der Nähe von Felsspalten und Höhlen als Verstecke.
- Geografische Verbreitung
- Indopazifik: Von Ostafrika (einschließlich Rotes Meer) ostwärts bis zu den Hawaii-Inseln, den Marquesas und den Tuamotu-Inseln. Nördlich bis zu den Ryukyu-Inseln und südlich bis zur Lord Howe Insel.
Aquarieninformationen
- Pflegeaufwand: advanced
- Temperament: semi-aggressive
- Ernährung: herbivore
- Mindestbeckengröße: 750 Liter
- Temperatur: 23-28°C
- pH-Wert: 8.1-8.4
- Härte: 8-12 dKH
- Verträglichkeit: Kann mit anderen großen, robusten Fischen vergesellschaftet werden. Vorsicht bei kleineren oder friedlicheren Arten. Mehrere Doktorfische nur in sehr großen Aquarien und bei gleichzeitiger Einführung.
- Besondere Anforderungen: Benötigt viel Schwimmraum und reichlich Felsen für Verstecke und Weideflächen. Eine starke Strömung, die die natürliche Brandungszone simuliert, ist vorteilhaft. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen Algenarten ist essenziell.
Informationen zum Wildbestand
- Erhaltungszustand: least concern
- Saisonalität: Ganzjährig in seinem Verbreitungsgebiet anzutreffen; keine spezifischen saisonalen Wanderungen bekannt.
- Marktpreis: Variiert stark je nach Region und Größe, oft im mittleren bis oberen Preissegment für Aquarienfische.
- Kommerzielle Bedeutung: medium
- Geschmack: Nicht primär als Speisefisch bekannt, aber essbar.
- Textur: Festes, weißes Fleisch.
- Zubereitungsarten: Braten, Grillen, Dämpfen
- Nährwert: Geringer Fettgehalt, gute Proteinquelle.
Wichtige Fakten
Brandungsspezialistbehavior
Acanthurus guttatus ist einer der wenigen Doktorfische, die sich aktiv in den stark bewegten Brandungszonen aufhalten und dort nach Algen weiden.
Schwarmverhaltenbehavior
Diese Art bildet oft große Schwärme, die gemeinsam weiden. Dies bietet Schutz vor Fressfeinden und ermöglicht eine effizientere Algenentfernung.
Algenfresserinteresting
Als Herbivore spielt der Weißkehl-Doktorfisch eine wichtige ökologische Rolle bei der Kontrolle des Algenwachstums auf Korallenriffen, was für die Gesundheit des Riffs entscheidend ist.
Namensgeberinteresting
Der deutsche Name 'Weißkehl-Doktorfisch' leitet sich direkt von dem auffälligen weißen Bereich an seiner Kehle ab, einem seiner markantesten Merkmale.
Sicherheitsinformationen
Giftig- Sicherheitsstufe: venomous
- Giftig: Ja
- Essbarkeit: not recommended
- Hinweise zum Umgang: Der Weißkehl-Doktorfisch besitzt an der Schwanzwurzel scharfe, skalpellartige Stacheln, die bei Bedrohung aufgestellt werden können. Diese Stacheln sind mit einem milden Gift versehen, das schmerzhafte Wunden verursachen kann. Beim Hantieren ist äußerste Vorsicht geboten, um Stiche zu vermeiden. Handschuhe und geeignete Werkzeuge sind empfehlenswert. Bei einem Stich sollte die Wunde gereinigt und desinfiziert werden; bei starken Schmerzen oder Schwellungen ist ärztliche Hilfe aufzusuchen.
Ähnliche Arten
Gestreifter Doktorfisch
Acanthurus lineatus
A. lineatus hat auffällige horizontale blaue und gelbe Streifen auf einem dunklen Körper, keine weißen Punkte oder eine weiße Kehle.
Blauer Doktorfisch
Paracanthurus hepatus
P. hepatus ist leuchtend blau mit einem schwarzen 'Palette'-Muster und gelber Schwanzflosse, hat keine weißen Punkte oder weiße Kehle.
Wissenschaftliche Klassifikation
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Acanthuriformes
- Familie
- Acanthuridae
- Gattung
- Acanthurus
- Art
- Acanthurus guttatus
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