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Pazifik-Segelflossendoktorfisch

Vorsichtig behandeln

Acanthurus achilles

Auch bekannt als: Achilles Tang, Achilles Surgeonfish, Rotmeer-Doktorfisch (obsolete, da nicht im Roten Meer vorkommend)

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Beschreibung

Acanthurus achilles, bekannt als Pazifik-Segelflossendoktorfisch, ist ein auffälliger Meerwasserfisch aus der Familie der Doktorfische (Acanthuridae). Er zeichnet sich durch seine intensive Färbung und den charakteristischen orangefarbenen Fleck an der Schwanzwurzel aus. Diese Art ist für ihre Agilität und ihr territoriales Verhalten bekannt und bewohnt die äußeren Riffhänge und exponierten Riffbereiche des tropischen Pazifiks.

Körperliche Merkmale

Körperform
compressed
Färbung
Der Körper ist überwiegend tiefschwarz bis dunkelbraun gefärbt. Ein auffälliger, leuchtend orangefarbener, tropfenförmiger Fleck befindet sich an der Basis der Schwanzflosse. Die Ränder der Rücken- und Afterflossen sind oft mit einem schmalen, leuchtend blauen oder weißen Saum versehen. Die Brustflossen sind transparent mit einem orangefarbenen oder gelblichen Schimmer an der Basis. Jungtiere sind weniger intensiv gefärbt und entwickeln den orangefarbenen Fleck erst mit zunehmendem Alter.
Schuppentyp
ctenoid
Maulstellung
terminal
Besondere Merkmale
Intensiver orangefarbener, tropfenförmiger Fleck an der Schwanzwurzel., Schmaler blauer oder weißer Saum an den Rändern der Rücken- und Afterflossen., Skalpellartige Stacheln an der Schwanzwurzel (namensgebend für Doktorfische)., Erreicht eine maximale Standardlänge von etwa 25 cm.
Rückenflosse
Eine einzelne Rückenflosse mit 9 Hartstrahlen und 28-31 Weichstrahlen. Die Flosse ist hoch und segelartig, besonders bei adulten Männchen.
Schwanzflosse
Gabelig, mit einem charakteristischen orangefarbenen Fleck an der Basis.
Brustflosse
Transparent, mit 16-17 Weichstrahlen, oft mit einem orangefarbenen oder gelblichen Schimmer an der Basis.
Auffällige Flossen
Die Afterflosse besitzt 3 Hartstrahlen und 23-26 Weichstrahlen. Die Bauchflossen haben 1 Hartstrahl und 5 Weichstrahlen.

Bestimmungstipps

Körperfarbe

Tiefschwarz bis dunkelbraun, was ihn von vielen anderen Doktorfischen unterscheidet.

Schwanzwurzelfleck

Der leuchtend orangefarbene, tropfenförmige Fleck an der Schwanzwurzel ist das eindeutigste Erkennungsmerkmal.

Flossenränder

Die schmalen, blauen oder weißen Säume an den Rücken- und Afterflossen sind ebenfalls charakteristisch.

Größe

Erreicht eine maximale Größe von etwa 25 cm, was ihn zu einem mittelgroßen Doktorfisch macht.

Lebensraum

Wassertyp
saltwater
Tiefe
Typischerweise in Tiefen von 1 bis 30 Metern, bevorzugt aber flachere, strömungsreiche Bereiche.
Umgebung
Lebt in Korallenriffen, insbesondere an äußeren Riffhängen, exponierten Riffkanten und in Bereichen mit starker Brandung. Bevorzugt klare, turbulente Gewässer mit reichem Algenbewuchs.
Geografische Verbreitung
Indopazifik: Von den Ryukyu-Inseln (Japan) im Norden, über Mikronesien, Polynesien bis nach Hawaii und den Pitcairn-Inseln im Osten. Im Westen reicht das Verbreitungsgebiet bis nach Indonesien und die Weihnachtsinsel. Nicht im Roten Meer oder im Indischen Ozean westlich von Indonesien vorkommend.

Aquarieninformationen

  • Pflegeaufwand: advanced
  • Temperament: semi-aggressive
  • Ernährung: herbivore
  • Mindestbeckengröße: 750 Liter
  • Temperatur: 23-28°C
  • pH-Wert: 8.1-8.4
  • Härte: 8-12 dKH
  • Verträglichkeit: Kann mit anderen robusten, nicht-territorialen Fischen vergesellschaftet werden. Vorsicht bei der Haltung mit anderen Doktorfischen, insbesondere solchen ähnlicher Größe oder Form, da es zu Aggressionen kommen kann. Einzelhaltung oder in sehr großen Aquarien mit mehreren Individuen, die gleichzeitig eingesetzt werden.
  • Besondere Anforderungen: Benötigt ein gut etabliertes Riffaquarium mit viel Schwimmraum und reichlich Lebendgestein für Verstecke und Weideflächen. Eine starke Strömung ist vorteilhaft. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Algenmaterial ist essenziell für die Gesundheit und Farberhaltung. Anfällig für Pünktchenkrankheit (Ichthyophthirius multifiliis) bei Stress oder schlechter Wasserqualität.

Informationen zum Wildbestand

  • Erhaltungszustand: least concern
  • Saisonalität: Ganzjährig in seinem Verbreitungsgebiet anzutreffen; keine ausgeprägten saisonalen Verhaltensmuster bekannt.
  • Marktpreis: Hoch
  • Kommerzielle Bedeutung: medium
  • Geschmack: Nicht primär als Speisefisch bekannt, kann aber gegessen werden.
  • Textur: Festes, weißes Fleisch.
  • Zubereitungsarten: Grillen, Braten, Dämpfen
  • Nährwert: Geringe kommerzielle Bedeutung als Speisefisch; keine spezifischen Nährwertangaben weit verbreitet.

Wichtige Fakten

Namensgebunginteresting

Der Artname 'achilles' bezieht sich auf die scharfen, skalpellartigen Stacheln an der Schwanzwurzel, die an die Achillesferse erinnern und eine Verteidigungswaffe darstellen.

Territoriales Verhaltenbehavior

Acanthurus achilles ist bekannt für sein ausgeprägt territoriales Verhalten, insbesondere gegenüber Artgenossen und ähnlich aussehenden Fischen. Dies kann im Aquarium zu Aggressionen führen.

Ernährungsspezialistbehavior

Als reiner Pflanzenfresser spielt dieser Doktorfisch eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Algenwachstums in Korallenriffen und trägt so zur Gesundheit des Ökosystems bei.

Farbwechsel bei Stressbehavior

Bei starkem Stress oder in der Nacht kann die intensive schwarze Körperfarbe von Acanthurus achilles verblassen und eine hellere, fleckige Musterung annehmen.

Sicherheitsinformationen

Vorsichtig behandeln
  • Sicherheitsstufe: caution
  • Giftig: Nein
  • Essbarkeit: not recommended
  • Hinweise zum Umgang: Wie alle Doktorfische besitzt Acanthurus achilles scharfe, skalpellartige Stacheln (Skalpelle) an der Schwanzwurzel. Diese können bei unsachgemäßem Umgang tiefe Schnittwunden verursachen. Beim Hantieren mit diesem Fisch ist äußerste Vorsicht geboten, um Verletzungen zu vermeiden. Die Stacheln sind nicht giftig, aber die Wunden können sich infizieren.

Ähnliche Arten

Goldring-Doktorfisch

Acanthurus nigricans

A. nigricans hat einen gelben Fleck an der Schwanzwurzel, der jedoch kleiner und runder ist als der orangefarbene Fleck von A. achilles. Zudem besitzt A. nigricans einen gelben Ring um die Augen und eine gelbe Brustflossenbasis, Merkmale, die A. achilles fehlen.

Japanischer Doktorfisch

Acanthurus japonicus

A. japonicus hat eine ähnliche Körperform, aber eine hellere, oft graue bis bräunliche Grundfärbung, einen weißen Fleck unter dem Auge und einen gelben Streifen an der Basis der Rückenflosse. Der Schwanzwurzelfleck ist bei A. japonicus nicht orange und tropfenförmig.

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Acanthuriformes
Familie
Acanthuridae
Gattung
Acanthurus
Art
Acanthurus achilles

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